Ramlingen reicht in Hameln ein Punkt zum Klassenerhalt

Sven Bothfeld gehört neben Marco Kirsch und Rafail Asbuchanow zu den drei Spielern, die vertraglich noch nicht für eine weitere Saison an den RSE gebunden sind. (Foto: Klaus Depenau)

RSE will am Sonnabend die Relegationsrunde vermeiden

RAMLINGEN (mj). Am Sonnabend gab die Rückfahrt aus Nordhorn bereits Anlass zur Freude. Nach dem 1:1 (0:0) bei Eintracht Nordhorn hat der SV Ramlingen/Ehlershausen zumindest die Relegation zum Erreichen der ab der kommenden Saison dann eingleisigen Oberliga sicher. Zu Recht traf dann auch Trainer Kurt Becker die Feststellung. „Wer hätte uns dies vor der Saison zugetraut?“ Die Grundlage für die Relegation bereiteten die Ramlinger durch eine überragende Rückrunde, wo sie mit 25 von nun insgesamt 40 Punkten die Grundlage schufen, um sich aller Voraussicht nach auch in der kommenden Saison Oberligist nennen zu dürfen.
Den Beweis traten die Ramlinger auch in ihrem vorletzten Spiel in der Grafschaft Bentheim an, wo sie bei der heimstarken Mannschaft von Eintracht Nordhorn zu einem mehr als verdienten 1:1 (0:0) kamen. „Dabei mussten wir einem Rückstand hinterherlaufen“, betonte noch einmal Ramlingens Trainer, dessen Elf in der 20. Minute die Führung verpasste, als Marc-Robin Becker nur die Latte traf. Als dann Bertino Nacar in der 64. Minute von einem Patzer von Torhüter Alexander Homann profitierte, der einen Ball fallen ließ, und die 1:0-Führung für die Nordhorner erzielte, schien guter Rat teuer. „Erst recht, weil die Nordhorner als eine Mannschaft gelten, die nichts mehr anbrennen lässt, wenn sie zu Hause einmal in Führung gehen“, sagte der RSE-Trainer.
Doch straften ihn seine Spieler Lügen. Allen voran Marc-Robin Becker, der nur vier Minuten später Philipp Rockahr mit einem Rückpass so präzise bediente, dass er keine Mühe hatte, den 1:1-Ausgleich zu erzielen, was gleichzeitig auch der Endstand war. Danach lieferten sich beide Teams noch einen offenen Schlagabtausch. Einer Riesenmöglichkeit des eingewechselten Marco Kirsch in der 75. Minute ließ Oliver Temelkov in der 78. Minute die Möglichkeit zur erneuten Führung der Eintracht folgen, die Artur Smiatek mit letztem Einsatz zu verhindern wusste, indem er sich in den Schuss warf. Um ein Haar wäre den Gästen in der Nachspielzeit durch den agilen Marc-Robin Becker sogar noch der Siegtreffer geglückt, doch verfehlte sein Schuss nur knapp das Ziel.
„Das wäre es gewesen“, meinte Ramlingens Trainer, dessen Mannschaft zum Saisonschluss am Sonnabend (16 Uhr) noch bei Preußen Hameln 07 antreten muss. Die Hausherren belegen einen Spieltag vor Saisonschluss mit vier Punkten Rückstand auf den SV Ramlingen/Ehlershausen einen Abstiegsplatz und können daher die RSEer in der Tabelle nicht mehr überholen. “Wir wollen aber als Achter die direkte Qualifikation. Ein Punkt in Hameln würde uns bereits ausreichen“, stellte Kurt Becker nach den Ergebnissen der Spiele vom Pfingstmontag fest. Nicht ohne noch hinzuzufügen. „Eine Niederlage wäre schlecht. Wenn der VfL Osnabrück II dann in Rehden gewinnen sollte, müssten wir in die Relegationsrunde.“