Nur noch fünf Altkreisvertreter im Achtelfinale des Kreispokals

Mit Hertha Otze und Inter Burgdorf sind noch zwei Kreisligisten dabei

BURGDORFER LAND (kd). Erheblich gelichtet haben sich die Reihen der Altkreisvertreter, die am Mittwoch dieser Woche nach der 3. Pokalrunde im NFV-Kreispokal die Segel streichen mussten und das Achtelfinale verfehlten, das aller Voraussicht nach am 29./30. September stattfindet. Mit den beiden Kreisligisten SV Hertha Otze und Inter Burgdorf sowie den Kreisklassenvereinen SC Wedemark, TSV Dollbergen und dem MTV Immensen erreichten nur noch fünf Altkreisvertreter die Runde der letzten 16 Mannschaften im Kreispokal.
Schwer kämpfen musste Kreisligist Hertha Otze, um durch einen 5:3 (1:1)-Erfolg nach Elfmeterschießen beim TSV Isernhagen eine Runde weiter zu kommen. „Es war nicht einfach“, gab Otzes Trainer Michael Hoffmeister zu. Dabei gelang dem Herthaner Moritz Funken bereits nach acht Minuten die 1:0-Führung, die der TSV Isernhagen in der 70. Minute durch Tobias Lissner ausgleichen konnte. Danach sah Otzes Massimo Ognisato (71.) die gelb-rote Karte, so dass der Verein aus der 2. Kreisklasse in der Schlussphase ein leichtes Übergewicht besaß. Beim anschließenden Elfmeterschießen trafen für Hertha Otze Mark Krüger, Moritz Funken, Bastian Badtke und Andreas Schaf.
Für eine Riesenüberraschung sorgte der SC Wedemark mit dem 4:2 (1:1)-Erfolg nach Elfmeterschießen über den Pokalverteidiger SV Frielingen. Durch ein Tor von Florian Morcinek (42.) führte der Kreisklassenverein von Trainer Sven Havekost bis zur 73. Minute mit 1:0, ehe der Kreisligaaufsteiger aus Frielingen durch Gerrit Wegner zum 1:1 ausgleichen konnte, so dass ein Elfmeterschießen die Entscheidung bringen musste, bei dem sich die Wedemarker mit 4:2 gegen die Mannschaft von Frielingens Trainer Jürgen Siegel durchsetzen konnten.
„Die Entscheidung war nach der roten Karte für unseren Spieler Sönke Müller, den frühen Toren des Gegners Inter Burgdorf durch Zeki Ari und das Elfmetertor von Mazlum Ekinci bereits zur Halbzeit gefallen", musste Kleinburgwedels Spartenleiter Christoph Rabe eingestehen, der seinen beruflich verhinderten Trainer Dietmar Knaak vertreten musste. In der 66. Minute erhöhte Haydar Deniz auf 3:0, ehe Axel Arnold (72.) noch der Ehrentreffer zum 1:3-Endstand gelang.
Mit 2:3 (1:2) hatte der SV Fuhrberg als Vertreter der 2. Kreisklasse gegen den klassenhöheren TuS Gümmer das Nachsehen. „Nachdem wir bereits nach acht Minuten mit 0:2 im Rückstand lagen, ist es uns nur noch gelungen, durch Volkan Sabaz und Murat Bayam auf 2:3 zu verkürzen“, gab Fuhrbergs Trainer Ilir Berisha zu.
Mit bengalischen Feuern feierten über 250 Anhänger des TSV Dollbergen den 3:2 (0:0)-Überraschungssieg ihrer Mannschaft nach Elfmeterschießen über den Kreisliga-Tabellenführer SV Uetze 08. „Ein stolzer Tag für uns“, fand Dollbergens Spartenleiter Oliver Beinsen. „Zwei Tore durch Joey Knoche und Felix Dreyer wurden uns in der 1. Halbzeit durch Schiedsrichter Dirk Bierkamp wegen angeblichem Abseits nicht anerkannt", ärgerte sich Uetzes Trainer Matthias Löw darüber, dass ein Elfmeterschießen die Entscheidung bringen musste. Während bei seiner Mannschaft Nils Luther und Christopher Dalbogk-Luis trafen, scheiterten Justin Hencir und Serhan Talu mit ihren Strafstößen. Beim TSV Dollbergen, der nach einer Stunde durch die rote Karte für Shpetim Qollakaj in Unterzahl auskommen musste, trafen mit Dennis Lieke, Björn Fröchling, Thorben Litfin und Oliver Dannenberg alle vier angetretenen Schützen.
Eine erneute Pokalüberraschung blieb dem TSV Katensen nach den Erfolgen über Yurdumspor Lehrte und Friesen Hänigsen versagt. „Der MTV Immensen war einfach cleverer“, gestand Katensens Trainer Dietmar Mokwa nach der 1:4 (1:1)-Niederlage gegen den MTV Immensen ein. „Wir haben uns trotz des 0:1-Rückstandes durch das Elfmetertor von Florian Trümman nicht beirren lassen“, sagte Immensens Kotrainer Torsten Fricke, der sich nach dem 0:1-Rückstand noch über Tore von Mario Habel (45.), Sebastian Ernst (58. und 69.) sowie Nils Schäfer (83.) freuen konnte.