Nur ein Sieg hilft der TS Großburgwedel im Abstiegskampf

Kay Behnke will sich auch gegen mehrere Gegenspieler in Szene setzen und für seinen Klub Tore erzielen. (Foto: st)

TSG steht gegen die SG Achim/Baden unter Druck

BURGWEDEL (st). Die Situation der Turnerschaft Großburgwedel könnte besser sein. Seit Wochen versucht die Mannschaft um Trainer Jürgen Bätjer zu ihrer Form zu finden, sich als Einheit zu präsentieren und sich in den Spielen in der 3.Liga Nord mit Engagement und Einsatzbereitschaft zu präsentieren. Das Resultat ist niederschmetternd, denn der letzte Tabellenplatz deutet keinesfalls auf optimistische Aussichten. Am Sonnabend, 29. November, ab 19 Uhr gastiert jetzt die mitgefährdete Mannschaft der SG Achim/Baden in Burgwedel und da stehen Andrius Stelmokas und seine Mitspieler gehörig unter Druck.
Auch das Spiel bei der SG Flensburg-Handewitt am vergangenen Wochenende brachte die Bätjer-Schützlinge nicht in die richtige Spur. Gegen die Spitzenmannschaft verlor die TSG trotz einer ansprechenden Leistung mit 32:33-Toren und steht somit weiter mit dem Rücken zur Wand. Es kann nur nach vorn gehen und so sollte sich die Mannschaft jetzt kämpferisch präsentieren. Die Körpersprache muss verbessert, jede Chance genutzt und individuelle Fehler minimiert werden, wenn die „Rote Laterne“ in den nächsten Spielen bis zum Jahresende abgegeben werden soll.
Da hilft auch kein Klagen über verletzte Akteure oder kurzfristige Ausfälle, eigentlich haben die TSGer eine Menge Potenzial, verfügen über eine gesunde Mischung aus erfahrenen und jungen Spieler und haben in der vergangenen Serie oft ihre Qualitäten gezeigt. Gegen die SG Achim/Baden, die bisher mit nur acht Pluspunkten ebenfalls abstiegsbedroht ist und nur zwei Plätze vor der TSG postiert ist, muss am Sonnabend in der Sporthalle des Schulzentrums Auf der Ramhorst ein Sieg gelingen, sonst gehen in Burgwedel für die 3. Liga langsam die Lichter aus.
Die Gäste haben ihre Pluspunkte bisher fast ausschließlich in Auswärtsspielen erzielt und konnten beim THW Kiel II (25:23), beim SV Beckdorf (30:28) und bei der HSG Varel (22:20) gewinnen. Das sollte der TSG eine Warnung sein. Die Achimer spielen in fremden Hallen ohne Druck und haben ihre Gefährlichkeit bereits bewiesen. Trainer Tomasz Malmon hat nur einen kleinen Kader mit 13 Spielern, die sich aber als Mannschaft präsentieren. Die Neuzugänge Ole Harms und Daniel Sommerfeld von der HSG Schwanewede/Neuenkirchen aus der Nachbarschaft passen ins Team und ersetzten die Abgänge gleichwertig.
Florian Block-Osmers und Tobias Freese sind aus dem Rückraum gefährlich und auch von den Außenpositionen und den Kreisläufern droht der TSG-Abwehr Gefahr. Kay Behnke und seine Mitspieler stehen jetzt mitten im Existenzkampf und sollten besonders gegen mitgefährdete Mannschaften punkten. Deshalb sind Trainer Bätjer und seine Spieler unter Druck und werden in Abwehr und Angriff voll konzentriert agieren, damit ein doppelter Punktgewinn realisiert werden kann.
Bei einer erneuten Niederlage sieht es ganz schlecht für die Turnerschaft aus, denn im Dezember gastieren sie beim THW Kiel II und haben mit dem Wilhelmshavener HV den Topfavoriten der Liga zu Gast. Auch da wird es ganz schwer sein, Punktgewinne zu ermöglichen. Zwei Zähler am Sonnabend sind deshalb schon fast Überlebenswichtig für den Klassenerhalt, obwohl noch mehr als die Hälfte der Serie vor der TSG liegt und Panik sicher nicht angebracht erscheint, zumal sich die Leistungen in den letzten beiden Partien verbessert haben.