Nur Arjan Robben konnte Manuel Brunne stoppen

Grund zum Strahlen hat Ramlingens Cheftrainer Kurt Becker (Foto). Seit nunmehr neun Spielen in Folge ist seine Elf nun schon ohne Niederlage. (Foto: Klaus Depenau)

2. Platz für RSE-Goalgetter beim „Tor des Monats“

RAMLINGEN (mj). Es war eigentlich keine Überraschung mehr, dass der spektakuläre Treffer von Manuel Brunne am 21. März zur 2:1 -Führung seiner Mannschaft vom SV Ramlingen/Ehlershausen beim Punktspiel gegen den VfB Oldenburg am Sonnabend bei der Auswahl zum „Tor des Monats“ von den ARD-Zuschauern nicht zum Sieger gekürt wurde. Zu spektakulär war der Siegtreffer von Arjen Robben am 24. März im DFB-Pokal-Halbfinale gegen den FC Schalke 04 gewesen. So vereinigte der Stürmerstar des FC Bayern München dann auch über 61 Prozent der Stimmen auf sich. Was aber eine Überraschung war und eine Auszeichnung für den Ramlinger Torjäger bedeutete, war die Tatsache, dass die Zuschauer Manuel Brunne mit 12 Prozent der Stimmen vor Martin Harnik (11 Prozent) von Fortuna Düsseldorf auf den zweiten Platz wählten. Eine Superauszeichnung für den 29-jährigen Goalgetter, der am Sonntag in der Salinenstadt Bad Rothenfelde erneut zuschlug.
Mit zwei Treffern trug Manuel Brunne wesentlich zum 6:5 (2:0)-Sieg seiner Mannschaft bei und erhöhte mit seinen beiden Toren sein persönliches Trefferkonto auf 21 Saisontore, womit er nun den 2. Platz in der Torschützenliste der Oberliga belegt. Ohnehin hatte es die Begegnung beim SV Bad Rothenfelde in sich, wie auch die Torflut zweier Mannschaften beweist, die auf Augenhöhe um einen der Relegationsplätze kämpfen. So führten die Ramlinger durch die Tore von Philipp Rockahr (40.), Jan Hendrik Matthes (45.) und Manuel Brunne (52.) bis zur 57. Minute mit 3:0 und sahen bereits wie der Sieger aus, ehe die Hausherren zurückschlugen.
Innerhalb von nur 13 Minuten gelang es den Bad Rothenfeldern durch einen Treffer von Mehmed Kodes (58.) sowie zwei Toren von Patrick Fiß (67. und 70.) zum 3:3 auszugleichen. Wer glaubte, nun würden die Kurstäder am Zuge sein, wurde durch die Tore von Philipp Rockahr (73.) und Marco Kirsch (82.) zur erneuten 5:3-Führung der Ramlinger eines Besseren belehrt. Doch war damit immer noch nicht Schluss beim Torfestival. Thorsten Kuhlmann verkürzte in der 89. Minute noch einmal auf 4:5. Als der Rothenfelder Martin Heinrich in der 89. Minute noch die Rote Karte wegen einer Notbremse sah, nutzte Manuel Brunne den Freiraum zu seinem zweiten Treffer zum 6:4- Endstand für den RSE.
„Ein wichtiger Sieg gegen einen unmittelbaren Konkurrenten“, freute sich Kurt Becker über das neunte Spiel in Folge ohne eine Niederlage für sein Team. „Diese Woche könnte zur Woche der Wahrheit werden“, meinte Ramlingens Trainer. „Wenn wir am heutigen Mittwochabend unser Nachholspiel beim wiedererstarkten Tabellenletzten VfL Bückeburg gewinnen sollten und am Sonntag zu Hause gegen den SV Bavenstedt noch einmal nachlegen können, dann sind wir voll dabei und belegen sogar einen Platz, der die direkten Qualifikation zur eingleisigen Oberliga bedeuten würde. Doch wollen wir nicht so weit planen“, dämpfte Kurt Becker ein wenig die Erwartungen. „Zuerst einmal müssen wir am heutigen Mittwochabend beim VfL Bückeburg gewinnen. Und das wird schwer genug“, weiß Ramlingens Trainer aus Erfahrung.