Nur Adler Hämelerwald musste zum Abschluss eine Niederlage kassieren

Trainer Markus Rang vom TuS Altwarmbüchen hat keinen Grund, nach dem guten Abschneiden seiner Mannschaft grimmig zu schauen. (Foto: Klaus Depenau)

TuS Altwarmbüchen und FC Lehrte verabschiedeten sich mit einem Sieg

BURGDORFER LAND (mj). In der Fußball-Bezirksliga, Staffel 2, sind die letzten Entscheidungen gefallen. Nach der bereits seit langem feststehenden Meisterschaft von Fortuna/Sachsenroß Hannover, die nun über Relegationsspiele den Aufstieg in die Landesliga (früher Bezirksoberliga) schaffen will, wurde nach den bereits feststehenden Abstiegen des SV 07 Linden und des FC Stern Misburg nun mit der SG Blaues Wunder der dritte Absteiger gefunden. Während das „Blaue Wunder“ beim HSC mit 1:3 unterlag, setzten sich die Sportfreunde Anderten zum gleichen Zeitpunkt beim SV 07 Linden mit 4:2 durch. Das hat zur Folge, dass das „Blaue Wunder“ als dritter Verein mit 30 Punkten in die Kreisliga absteigen muss, während sich die punktgleichen Sportfreunde Anderten auf Grund des um vier Treffer besseren Torverhältnisses in die Relegationsrunde retteten. Zu Siegen kamen zum Abschluss der TuS Altwarmbüchen und der FC Lehrte, während Adler Hämelerwald in Havelse unterlag.

TuS Altwarmbüchen

Selten hat man eine Mannschaft gesehen, die sich über eine Niederlage so freuen konnte, wie es am Sonntag in Altwarmbüchern beim SV Ahlem trotz der 0:2 (0:1)- Schlappe der Fall war. Da der Mitkonkurrent SG Blaues Wunder sein Spiel beim HSC verlor, konnten sich die Ahlemer sogar eine Niederlage erlauben, um nicht in die Relegationsrunde zu müssen. Der Fall trat ein, was beim Aufsteiger zu Jubelstürmen führte.„Ich habe mich selten so über eine Niederlage gefreut, wie es beim TuS Altwarmbüchen der Fall war“, gab Ahlems Trainer Semir Zan zu, dessen Elf in der ersten halben Stunde Vorteile besaß und durchaus in Führung gehen konnte.
Nach der 1:0-Führung des TuS Altwarmbüchen durch Philip Rietzke in der 33. Minute, wendete sich aber das Blatt zu Gunsten der Mannschaft von Trainer Markus Rang. „Vor allem in der 2. Halbzeit besaßen wir deutliche Feldvorteile“, rechnete der TuS-Coach bei Chancen von Philip Rietzke (65.) und Cengiz Nisanci (70.) vor. Für die endgültige Entscheidung zu Gunsten des TuS Altwarmbüchen sorgte Dominik Mund in der 78. Minute mit dem Tor zum 2:0-Endstand. Damit belegen die Altwarmbüchener in der Endabrechnung mit 49 Punkten den 6. Tabellenplatz, wobei sie allein aus der Rückrunde 32 Zähler holten und damit viertbestes Team waren.

FC Lehrte

Torreich ging es im Spiel zwischen dem FC Stern Misburg und dem FC Lehrte zu, das die Lehrter mit 5:3 (3:1) gewannen. Dabei verlief der Start beim Absteiger alles andere als optimal für die Lehrter. Bereits nach 13 Minuten brachte Kevin Rufaioglu die Misburger mit 1:0 in Führung. „Das war aber für meine Mannschaft der richtige Weckruf“, freute sich Willi Gramann über die Leistungssteigerung seiner Mannschaft nach dem Rückstand. Noch vor der Pause sorgten Kesso Karan (25) und Süleyman Karakaya (33. und 43.) mit ihren Toren für eine standesgemäße 3:1- Führung.
Zu Beginn der 2. Halbzeit schraubten die Lehrter durch Tore von Kesso Karan (50. und 60.) das Ergebnis auf 5:1, ehe sich bei den FCern ein Schlendrian einschlich. „Das haben sich die Misburger zu Nutze gemacht und prompt durch Patrick Imsen (73.) und Maximilian Cording (88.) noch zwei Tore zum 3:5- Endstand genutzt“, ärgerte sich Lehrtes Trainer ein wenig über die Nachlässigkeiten seiner Mannschaft. „Insgesamt bin ich aber zufrieden, dass wir mit 42 Punkten den 8. Tabellenplatz belegen konnten, nachdem es in der Rückrunde aufgrund der vielen Nachholspiele bereits so aussah, als wenn wir noch unten reinrutschen würden“, sagte Lehrtes Trainer, der nach Michael Fitzner (TSV Germania Arpke) mit Michael Toboll (Sportfreunde Ricklingen), Omar Erdogan (Yurdumspor Lehrte) und Sascha Pawlowski (Rückkehrer) drei weitere Neuzugänge vermelden kann.

SV Adler Hämelerwald

„Schade, dass es zum Abschluss nicht zu einem Sieg für uns gereicht hat“, ärgerte sich Trainer Jörg Karbstein, dass es zum Abschluss seiner Tätigkeit als Coach des SV Adler Hämelerwald bei der 1:2 (1:2) Niederlage gegen die Reserve des TSV Havelse nicht zum erhoffen Punktgewinn reichte. „Dabei besaßen wir eine Fülle von Möglichkeiten. Wir durften dieses Spiel in Havelse nie und nimmer verlieren“, sagte der scheidende Coach und dachte dabei an fünf hochkarätige Chancen in der 2. Halbzeit, die Martin Ritter (3), Thomas Franke und Sascha Hesse besaßen.
Konsequenter im Ausnutzen der Möglichkeiten ging es auf beiden Seiten im ersten Spielpart zu. Dabei gelang den Hämelerwaldern bereits in der 25. Minute der Führungstreffer durch Andrè Koster. „Leider haben die Havelser danach ihre beiden Chancen zu Toren genutzt“, ärgerte sich Jörg Karbstein nicht nur über den Ausgleichstreffer durch Frank Walter (34.), sondern musste sogar noch mit ansehen, wie die Reserve des TSV Havelse in der 42. Minute durch Maximilian Wittber mit 2:1 in Führung gehen konnte. Dass dies bereits der Endstand war, konnte zur Halbzeit noch keiner ahnen. Mit 34 Punkten schließt der Neuling aus Hämelerwald als Tabellenelfter die Saison ab, wobei die „Adler“-Mannschaft allein in der Rückrunde 20 Punkte holte, was die Grundlage für den Klassenerhalt bedeutete.