Nach dem Derby geht es in den Ligaalltag

Mit Malte Donker von der TSV Burgdorf steht eines von vielen Talenten bei den Nachwuchsrecken auf dem Prüfstand. (Foto: Holger Staab)

TSV Burgdorf II im ersten Heimspiel gegen Oranienburger HC

ALTKREIS (st). Nach dem Nachbarschaftsderby am ersten Spieltag in der 3. Liga Nord-Ost kehrt bei Handball Hannover-Burgwedel und der TSV Burgdorf II jetzt der Ligaalltag ein. Allerdings können sich beide Mannschaften noch auf einige Derbys freuen, denn mit Eintracht Hildesheim, TuS Vinnhorst und HSV Hannover spielen noch weitere Teams aus der erweiterten Region Hannover in der gleichen Spielklasse. Am kommenden Wochenende hat die TSV II aber zunächst Heimrecht gegen den Oranienburger HC und HHB reist in den hohen Norden zum TSV Altenholz.
Der Blick auf die Abschlusstabelle der 3. Liga Nord aus der vergangenen Saison zeigt auf, welch schwere Partie auf die Burgwedeler am Sonnabend, 31. August, ab 19.30 Uhr zukommt. Der TSV Altenholz konnte sich auf dem 3.Rang platzieren und gehört zu den stärksten Mannschaften der Liga. Das könnte, obwohl in Altenholz ein Umbruch stattgefunden hat, in der gerade gestarteten Saison wieder so sein. Der Gastgeber wird als Ausbildungsmannschaft des THW Kiel bezeichnet und stellt regelmäßig Talente für das Bundesligateam ab oder bildet diese aus.
Auch die Akteure der starken A-Jugend der Kieler finden in Altenholz gute Ausbildungsmöglichkeiten nach der Jugend und vor dem Sprung in höhere Spielklassen.
Für HHB um Trainer Kay Behnke wird die Fahrt an die Ostsee also keine Kaffeefahrt. Wenn die Burgwedeler in Altenholz einen Punktgewinn erzielen wollen, werden sie schon eine überdurchschnittlich starke Leistung zeigen müssen. Der 25:21-Sieg im Nachbarschaftsderby gegen die TSV Burgdorf II hat bereits einige Stärken des Kaders gezeigt, aber es werden noch zu viele Fehler gemacht und die könnten in der Edgar-Meschkat-Halle in Altenholz zu Rückständen und letztlich einer Niederlage führen. Gelingt es Artjom Antonevitch und seinen Mitspielern aber, sich in Abwehr und Angriff sattelfest und präzise zu präsentieren, ist eine überraschender Sieg realisierbar.
Einen ersten Erfolg nach der Anfangsniederlage wollen auch die Spieler der TSV Burgdorf II schaffen. Am Sonntag, 1. September, ab 17 Uhr, steht das erste Heimspiel auf dem Programm. In der Halle der Gudrun-Pausewang-Schule in Burgdorf fühlen sich die Schützlinge um Trainer Heidmar Felixson doch am wohlsten. Der Gegner Oranienburger HC ist aber nicht irgendein leicht bezwingbarer Gegner. Die Gäste spielten in der vergangenen Serie eine gute Rolle und landeten auf dem 5. Platz, zwei Plätze vor der TSV II.
Die Bilanz in der Serie 2018/2019 war ausgeglichen. In Oranienburg konnte der HC mit 23:21-Toren einen Sieg verbuchen, die Punkte in Burgdorf behielt mit dem Ergebnis 30:26 die TSV. Für die Nachwuchsrecken wird die Begegnung ein wichtiger Schritt sein, denn in Burgwedel konnte die Mannschaft nicht ganz so stark auftreten. Die Derbyniederlage mit 21:25-Toren bei Handball Hannover-Burgwedel ist aber kein Grund für Felixson, um den eingeschlagenen Weg nicht weiter fortzuführen. Die Mannschaft muss sich nach dem Weggang von Leistungsträgern erst finden und denkt von Spiel zu Spiel. Wieder einmal ist das Team verjüngt worden und wird mit wechselndem Kader auflaufen, weil Akteure in der Erstligamannschaft aushelfen werden. Gegen den Oranienburger HC wollen Bastian Weiß und seine Mitspieler zeigen, dass sie in eigener Halle jeden Gegner schlagen können und aggressiv in die Zweikämpfe gehen. Gelingt ein guter Start und können die jungen Spieler mit ihrer Schnelligkeit unbekümmert agieren, dann ist ein erster doppelter Punktgewinn durchaus möglich.