Mit drei Heimsiegen will RSE die Oberliga sichern

Philipp Rockahr will mit seiner Schnelligkeit wieder für Gefahr in den Strafräumen der kommenden Heimgegner sorgen. (Foto: Klaus Depenau)

Heute muss bereits ein Heimsieg gegen den VfL Oldenburg her

RAMLINGEN (mj). So schnell kann es gehen. Noch vor zehn Tagen freute sich der SV Ramlingen/Ehlershausen, dass er nach elf Spielen in Serie ohne Niederlage mit dem 8. Rang in der Fußball-Oberliga West eine Platzierung geschafft hatte, die in der kommenden Serie den Verbleib in der dann eingleisigen Oberliga bedeutet hätte. Doch damit ist es nun vorerst vorbei. Schuld daran sind zwei Niederlagen, die der RSE in dieser Zeit kassierte. So unterlagen die Ramlinger nach dem 0:2-Ausrutscher gegen BSV Rehden (wir berichteten) nun auch am Sonntag beim SV Meppen mit 1:3 (0:2) und rutschten somit auf den 9. Rang ab. Der hätte zum Abschluss der Serie zur Folge, dass sich der RSE in Relegationsspielen den Verbleib in der Oberliga sichern müsste.
Doch sind Kurt Becker solche Gedankenspiele vorerst fremd. „Wir wollen und werden die Qualifikation auf direktem Wege schaffen“, ist Ramlingens Trainer nach wie vor überzeugt. Der A-Lizenzinhaber machte auch kein Geheimnis daraus, wie das zu schaffen ist. „Wir haben jetzt 24 von insgesamt 30 Spielen bestritten und 30 Punkte auf dem Konto. Nach meiner Rechnung benötigt man 42 Punkte zum Verbleib in der Oberliga. Jetzt haben wir mit den Spielen am heutigen Mittwoch (28. April) gegen den VfLOldenburg (19.30 Uhr), am Sonntag (2. Mai) von 15 Uhr an gegen den VfL Bückeburg und am Sonntag (9. Mai) gegen Kickers Emden (15 Uhr) drei Heimspiele hintereinander. Wenn wir die gewinnen sollten, wovon ich fest ausgehe, benötigen wir aus den Auswärtsspielen beim BV Cloppenburg (14. Mai), Eintracht Nordhorn (22. Mai) und bei Preußen Hameln 07 (29. Mai) nur noch drei Punkte zum Verbleib in der Oberliga.“
In Meppen lief nichts
Man darf gespannt sein, ob sich die Vorstellungen des Ramlinger Trainers so ohne weiteres realisieren lassen. Bereits am heutigen Mittwochabend wird der VfL Oldenburg von 19.30 Uhr an alles daran setzen, die Ramlinger zu ärgern. Dass die Gäste nicht mehr identisch sind mit der Mannschaft aus der Hinrunde, belegt allein die Rückrundenbilanz. So holte die mit Spielern von Germania Leer verstärkte Oldenburger Mannschaft in neun Rückrundenspielen mit 13 Punkten aus acht Spielen doppelt so viele Punkte wie nach der gesamten Hinrunde mit nur sechs Zählern aus 15 Spielen. Ein Trost sollte für die Ramlinger allerdings die Tatsache sein, dass der VfL Oldenburg in erster Linie auf seine Heimstärke mit dem Kunstrasenplatz vertrauen kann. Auf fremden Plätzen sind die Oldenburger das zweitschwächste Team. Auch der VfLBückeburg, der am Sonntag in Ramlingen zu Gast ist, riss auswärts bisher noch keine Bäume aus und weist die schlechteste Auswärtsbilanz aller Mannschaften auf.
So sollte der SV Ramlingen/Ehlershausen auch für die kommenden beiden Heimpartien zuversichtlich sein. „Das waren wir am Sonntag beim SV Meppen auch, wo wir vor 1.600 Zuschauern keineswegs die schlechtere Mannschaft waren“, behauptete Kurt Becker. So resultierten nach seiner Aussage die beiden Meppener Tore zur 2:0-Führung durch Cüneyt Özkan (23.) und Eray Bayraktar (30.) eher aus Zufallsprodukten. „Unmittelbar vor dem 2:0 wurde mein Sohn Marc-Robin im Strafraum gelegt. Doch statt Elfmeter zu pfeifen, fiel im Gegenzug das 2:0“, ärgerte sich der RSE-Coach, der seine Mannschaft auch in der 2. Halbzeit im Vorwärtsgang sah. „Die Meppener haben dann ihre Stürmer gegen Abwehrspieler ausgetauscht und sich nur noch hinten reingestellt“, sagte Kurt Becker, Doch sollte außer dem Anschlusstreffer von Manuel Brunne in der 78. Minute kein Tor mehr fallen. Im Gegenteil - nach einem Konter glückte den Emsländern in der 90. Minute durch Tim Natusch noch das 3:1.