Mark Wielitzka wechselt zum RSE

Oberligist sichert sich Dienste des ehemaligen Heeßelers

RAMLINGEN (mj). Es hatte Stil, was sich im 4-Sterne-Hotel Kokenhof in Großburgwedel einen Tag vor Silvester zutrug. Rein zufällig nahm 96-Präsident Martin Kind Platz am Tisch der Delegation vom SV Ramlingen/Ehlershausen mit dem Vorsitzenden Jürgen Stern und seinem Trainer Kurt Becker. Als die Person die Kokenstube betrat, der das Treffen der Ramlinger Abordnung galt, zog sich der 96-Boss und Eigentümer der Nobel-Herberge diskret zurück. Galt es doch für das Ramlinger Zweigestirn, noch mit einem Angreifer ein Abschlussgespräch zu führen, um mit seiner Verpflichtung den drohenden Abstieg aus der Oberliga Niedersachsen abzuwenden.
„Es war ein nettes und informatives Gespräch, das wir mit Mark Wielitzka geführt haben“, zeigte sich Kurt Becker bereits am Abend zufrieden über den Inhalt und Verlauf des Gesprächs. „Bereits am Abend war für mich klar, dass ich zunächst für ein halbes Jahr beim SV Ramlingen/Ehlershausen spielen werde“, gab der langjährige Spieler des Heesseler SV zu. „Am Silvestermorgen habe ich meinen langjährigen Trainer Niklas Mohs über den Wechsel informiert und Manager Wolfgang Lange vom SC Langenhagen abgesagt, die mich auch gerne verpflichten wollten. Ich werde alles dafür tun, dass der RSE nicht absteigt. Ohnehin bin ich fest vom Klassenerhalt der Ramlinger überzeugt, da in der Mannschaft großes Potenzial steckt. Daher hat mir mein Bauchgefühl auch gesagt, dass der RSE der richtige Verein für mich ist.
Da Mark Wielitzka seit August studienbedingt in North Carolina (USA) weilte und daher auch seit einem halben Jahr für seinen bisherigen Verein Heesseler SV kein Punktspiel mehr bestritten hat, ist er für seinen neuen Verein aus Ramlingen sofort spielberechtigt. „Ich habe daher beim RSE keinen Vertrag als Vertragsspieler unterschrieben, sondern lediglich für ein halbes Jahr bis zum Ende der Saison zugesagt. Ich gehe aber davon aus, dass ich in Ramlingen länger bleiben werden, wenn es mir dort gefällt. In Heeßel war ich immerhin auch zehn Jahre“, sagte der für seine Torgefährlichkeit bekannte Angreifer, der es in den beiden Jahren der Oberligazugehörigkeit des Heesseler SV auf 13 bzw. 14 Tore brachte.
Nach Angaben von Ramlingens Trainer Kurt Becker soll Wielitzka eine Position hinter der einzigen Sturmspitze Manuel Brunne einnehmen, der bei einem 4-2-3-1- System der Ramlinger als gesetzt gilt, wie Ramlingens Trainer wissen ließ. „Es kann aber auch sein, dass Mark eine der beiden Sechserpositionen einnimmt. Jedenfalls bin ich froh, dass Mark sich für uns entschieden hat“, ließ Kurt Becker anklingen, dass die Personalplanungen seines Vereins damit noch nicht abgeschlossen sind.
So geht Ramlingens Coach fest davon aus, dass Jan-Henrik Matthes nach seinem Abstecher zum TSV Havelse noch in der Winterpause zurückkehren wird, sofern Havelses neuer Trainer Andrè Breitenreiter seine Zustimmung zum Wechsel erteilen sollte. „Außerdem werden wir noch einen jungen oberligaerfahrenen Abwehrspieler verpflichten“, kündigte Ramlingens Coach an.
Ein wenig verwundert zeigte sich Wielitzkas langjähriger Trainer Niklas Mohs über den Wechsel seines langjährigen Schützlings. „Mark hat noch vor einem halben Jahr in einem Interview mit dem Marktspiegel wissen lassen, dass er nicht zu einem Verein wechseln werde, der einen Abstiegsplatz einnimmt. Wenn ich die Tabelle richtig lese, dann ist Ramlingen Siebzehnter und belegt bei einem Abstand von sechs Punkten zu einem Nichtabstiegsplatz einen der Plätze, die den sicheren Abstieg bedeuten...“