LSV kann Klassenziel in der 3. Liga erreichen

Der Lehrter SV könnte mit Till Dreißigacker über dem Rest schweben, will in dieser Saison aber nur den Klassenerhalt in der 3. Liga. (Foto: Holger Staab)

Nach schwerem Saisonstart ist der Lehrter SV durchgestartet

LEHRTE (hs). Mit einem kleinen Schönheitsfehler schloss der Lehrter SV das Handballjahr 2010 ab, blickt aber mit vielen positiven Eindrücken zurück und kann zuversichtlich ins neue Jahr 2011 schauen. Der Aufstieg in die 3. Liga im Mai letzten Jahres und der durchaus mögliche Klassenerhalt als Ausblick sorgen im Team von Trainer Lutz Ewert für gute Stimmung und viel Optimismus. Die Mannschaft ist stark genug, um in der neuen Spielklasse bestehen zu können.
Die 31:38-Heimniederlage gegen HG 85 Köthen kurz vor den Weihnachtsfeiertagen trübte die Stimmung des LSV nur kurz, denn der Blick geht in Richtung Rückrunde und da muss die Mannschaft zuversichtlich, konzentriert und motiviert auftreten. Erst der 9. Platz wird für den Klassenerhalt reichen, da eine Reform der 3. Liga zum Ende der Saison durchgeführt wird. Dieser Rang ist aber erreichbar, auch wenn Lehrte in der Anfangsphase der Serie einen schweren Stand hatte.
In den ersten fünf Partien der Saison gab es durchweg Niederlagen. Der LSV musste Lehrgeld bezahlen. Allerdings spielten sie in diesen Begegnungen gegen vier Teams, die nach der Hinrunde die Tabelle anführen und um die Meisterschaft kämpfen. Bei HSG Gensungen/Felsberg, gegen SC DHfK Leipzig, bei ESV Lok Pirna und gegen TG Münden war kaum eine Chance auf einen Punktgewinn vorhanden.
Der erste Sieg mit 26:21-Toren wurde Mitte Oktober gegen HSC Bad Neustadt geschafft. Nach zwei weiteren Pleiten beim SV Anhalt Bernburg (30:32) und gegen GSV Eintracht Baunatal (22:36) ging es dann bergauf. Die Ewert-Schützlinge verbesserten sich erheblich und die Gegner lagen den Lehrtern mehr und mehr. In den nächsten fünf Spielen sicherte sich der LSV acht Pluspunkte und kletterte in der Tabelle auf den neunten Rang. Dabei wurden Erfolge gegen direkte Konkurrenten, wie beim TV Gelnhausen (27:24) und gegen HSG Nieder-Roden (33:24), erzielt. Das waren wichtige Schritte in Richtung Klassenerhalt, denn mitgefährdete Teams aus der Abstiegszone konnten bezwungen werden.
Leider konnte die HG Köthen am letzten Spieltag der Hinserie nicht besiegt werden und der LSV fiel auf den 10. Platz zurück. Mit 10:18-Punkten ist der 9.Rang aber nur einen Punkt entfernt - es ist also noch alles drin. Aber zunächst muss die schwere erste Phase der Rückrunde mit den starken Gegnern überwunden werden. Vielleicht gelingt ja gegen den einen oder anderen Favoriten eine Überraschung. Das wären „Big Points“, die in der Endabrechung den Ausschlag über den Klassenerhalt geben könnten.
In der bisherigen Torschützenliste steht kein Lehrter Spieler unter den ersten 20 Akteuren. Das zeigt eine geschlossene Mannschaftsleistung und damit eine Gefahr für die Gegner. Die Lehrter sind schwer auszurechnen. Bisher ist Arne-Peter Leunig mit 58 Treffern am erfolgreichsten. Ihm folgen Cordt Ziemer (46) und Marcel Wendt (44). Es haben sich aber auch schon 13 Spieler am Torwerfen beteiligt, damit ist der LSV in der Breite sehr gut aufgestellt. Gelingt es Trainer Ewert, sein Team auch in der zweiten Saisonhälfte mit den doch eingeschränkten finanziellen Mitteln zu guten Leistungen in der Abwehr, Teamgeist und zu einer guten Chancenverwertung zu bringen, dann sollte der Klassenerhalt realisierbar sein. Als Mannschaft können die Lehrter erfolgreich sein, auch wenn sie vielleicht spielerisch und körperlich einigen Ligakonkurrenten unterlegen sind. Erst am 23. Januar starten Fabian Kieslich und seine Mitspieler in die Rückserie. Dann geht es gleich zum Tabellenzweiten SC DHfK Leipzig.