Lehrter SV hat Oberliga-Meisterschaft perfekt gemacht

Mit kraftvollem Sprungwurf in Richtung Regionalliga. Jonas Zimmermann ist mit dem Lehrter SV auf dem Weg in die Regionalliga. (Foto: Holger Staab)

Schwere Partien für Handball-Oberligisten

ALTKREIS (hs). Auch in den beiden letzten Partien der Handball-Oberligasaison 2009/2010 wollen die Altkreisvertreter noch einmal richtig Gas geben. Der Lehrter SV, TuS Altwarmbüchen und TSV Burgdorf II sind auf die Zielgerade der Serie eingebogen und haben am vorletzten Spieltag noch schwere Spiele zu bestreiten. Auch wenn die Entscheidungen im Aufstiegs- und Abstiegskampf wohl gefallen sein dürften, wollen sich alle drei Teams mit guten Leistungen präsentieren und ihre Fans auf die nächste Spielzeit einstimmen.
Für den Lehrter SV ist das Spiel beim MTV Großenheidorn am Sonnabend schon ein Abschiedsspiel aus der Oberliga. Die Niedersachsenmeisterschaft und der damit verbundene Aufstieg in die Regionalliga ist der Mannschaft um Coach Lutz Ewert nach dem 40:32-Heimsieg gegen MTV Vorsfelde nicht mehr zu nehmen. Aber das soll nicht heißen, dass die Lehrter in den beiden letzten Partien die Zügel schleifen lassen wollen. Beim MTV soll ein doppelter Punktgewinn erzielt und damit die Vormachtstellung in der Oberliga verdeutlicht werden. In der Hinrunde konnten Marcel Wendt und seine Teamkameraden einen knappen 33:32-Sieg feiern. Das zeigt die Qualität des Gastgebers am Sonnabend. Der MTV kann auf seine Heimstärke bauen und hat mit Bertrand Salzwedel einen starken Rechtsaußen im Kader. Er kann zusammen mit Christoph Lindemann, Timm Franzke und Sven Seegers, sowie dem ehemaligen Lehrter Kreisläufer Matthias Rauls, eine starke Offensive bilden, die jeder Mannschaft in der Oberliga gefährlich werden kann. Für den LSV das Warnsignal, um die Defensive zu verstärken und mit viel Engagement ins Spiel zu gehen. Vor der Abschlussparty in der nächsten Woche beim letzten Heimspiel gegen SG Hohnhorst/Haste wollen die Ewert-Schützlinge keine Schwächen zeigen und den MTV bezwingen. Ewert hat bereits mit den Planungen für die neue Saison begonnen und setzt auf seine Stammspieler, die auch den Aufstieg schafften. Um sich für die neue Spielklasse zu qualifizieren, werden die aber jederzeit ihre Qualitäten zeigen müssen, auch in der Endphase der laufenden Serie.
Im Spiel gegen den vermeintlichen Vizemeister VfL Hameln hat die TSV Burgdorf II noch ein Heimspiel. Am Sonnabend, 1. Mai, ab 19 Uhr wollen die Spieler um Trainer Dirk Pauling noch einen Erfolg schaffen. Damit könnten sie den 31:28-Auswärtssieg in Hameln Mitte Dezember vergangenen Jahres bestätigen. In eigener Halle in Burgdorf an der Grünewaldstraße ist bereits so mancher Favorit gestolpert - das soll auch am Sonnabend so sein. Die Mannschaft kann sich in der Tabelle nur geringfügig verbessern, will aber ihrem Publikum noch ein tolles Spiel zeigen. Und das könnte gegen den Favoriten Hameln durchaus zu schaffen sein. Auch wenn das Hinspielergebnis für die TSV spricht, kommt Hameln doch mit einer starken Mannschaft nach Burgdorf und wird sich nicht ohne Gegenwehr geschlagen geben. Es könnte ein Spiel auf hohem Oberliganiveau herausspringen und eine Werbung für die nächste Saison werden, in der die Zweite in Burgdorf wieder mit einer nochmals verjüngten Mannschaft antreten wird. Im letzten Punktspiel in einer Woche beendet die TSV II dann die Serie bei der HSG Northeim.
Die beiden letzten Spieltage der Saison in der Oberliga Niedersachsen sind zeitgleich angesetzt, um Manipulationen zu vermeiden. Deshalb tritt auch TuS Altwarmbüchen am Sonnabend um 19 Uhr zu seinem vorläufig letzten Auswärtsspiel in der Oberliga an. Die Reise geht zum MTV Eyendorf: Beim Tabellenletzten soll noch ein Erfolg gefeiert werden. Der Abstieg des Teams von Ralf Graafmann ist wohl nicht mehr zu verhindern, es sei denn, durch die Problematik der Durchführungsbestimmungen wird es nur einen Absteiger geben. Die Mannschaft möchte sich am kommenden Wochenende und im Heimspiel gegen TV 87 Stadtoldendorf noch einmal von ihrer kämpferischen Leistung zeigen. Gegen Eyendorf haben sie noch eine kleine Rechnung offen, denn in der Hinrunde kassierte Altwarmbüchen eine bittere 28:30-Schlappe in eigener Halle. Gelingt es, die beiden Rückraumspieler und Haupttorschützen Raphael Oertzen und Volker Rieckmann abzuschirmen und Linksaußen Marcus Krause in seinem Bewegungsdrang einzuschränken, dann könnte ein Erfolg verbucht werden.