Landesligisten dürfen sich auf einige interessante Aufsteiger freuen

In der kommenden Saison warten auf Patrick Hiber von der TSV Burgdorf spielstärkere Gegner als der Absteiger TuS Wettbergen. (Foto: Kamm)

Spielstarke Neulinge werden die Landesliga in der kommenden Saison ergänzen

BURGDORFER LAND (de). Nun steht seit dem vergangenen Wochenende auch endgültig fest, mit welchen 16 Vereinen die Fußball-Landesliga den Spielbetrieb in der Saison 2012/2013 aufnehmen wird. Durch das 2:2-Unentschieden des HSC Hannover zu Hause gegen den FC Stadthagen verpassten die Hannoveraner gegenüber dem punktgleichen FC Stadthagen aufgrund des um einen Treffer schlechteren Torverhältnisses den Aufstieg in die Landesliga und müssen nun weiterhin in der Bezirksliga spielen.
„Schade, dass es der HSC nicht geschafft hat. Die Mannschaft meines Trainerkollegen Rainer Behrends gehörte in den vergangenen Jahren stets zu den besten Mannschaften im Raum Hannover. Daher hätte ich dem HSC den Aufstieg gegönnt“, sagte Trainer Kurt Becker vom SV Ramlingen/Ehlershausen.
Fünf Neulinge mischen mit
Neben dem besten Tabellenzeiten, dem FC Stadthagen, schafften die Staffelsieger STK Eilvese (Bezirksliga 1), SV Damla Genc Hannover (Bezirksliga 2), SV Alfeld (Bezirksliga 3) und der SV 06 Holzminden (Staffel 4) den Aufstieg in die Landesliga, so dass fünf Klassenneulinge die Plätze der fünf Absteiger SC Uchte, SSG Halvestorf, TuS Wettbergen, SG Diepholz und TuSpo Schliekum einnehmen. Der 1. FC Germania Egestorf/Langreder steigt als Meister in die Oberliga Niedersachsen auf. Somit geht die Landesliga Hannover mit folgenden 16 Mannschaften an den Start:
TSV Burgdorf, SV Bavenstedt, 1. FC Wunstorf, Arminia Hannover, TSV Pattensen, SV Ramlingen/Ehlershausen, TSV Mühlenfeld, HSC BW Tündern, Heesseler SV, OSV Hannover, Fortuna/Sachsenroß Hannover, STK Eilvese, SV Damla Genc Hannover, SV Alfeld, SV 06 Holzminden und FC Stadthagen.
Vor allem die Aufsteiger dürften das Niveau der Landesliga anheben und zu einer Bereicherung führen, da die fünf Neulingen durchweg als spielstark gelten, wie die Bilanz des Quintetts in der abgelaufenen Bezirksligasaison belegt.
Bezirkspokalsieger ist dabei
So sicherte sich der STK Eilvese in der Bezirksliga 1 mit einem deutlichen Vorsprung von acht Punkten vor dem FC Sulingen die Meisterschaft. Bereits im Vorjahr gelang dem Stadtteilverein aus Neustadt am Rübenberge die Meisterschaft, doch wurde der Elf von Trainer Jürgen Wagner vor zwölf Monaten aufgrund von fehlenden Jugendmannschaften nach den Bestimmungen des NFV der Aufstieg verwehrt, wovon der SC Uchte profitierte. Wie stark die Eilveser sind, zeigte auch der Bezirkspokalwettbewerb. So konnte der STK Eilvese neben dem Aufstieg auch noch den Bezirkspokal gewinnen und nimmt damit in der kommenden Saison am NFV-Verbandspokalwettbewerb teil. Mit nur 37 Gegentoren verfügen die Eilveser über die beste Abwehr aller Mannschaften in der Bezirksliga 1. Mit 22 Toren stellt der Aufsteiger aus dem Stadtteil von Neustadt mit Tobias Alker auch den zweitbesten Torschützen der Liga 1.
In der Bezirksliga 2 sah es bis zwei Spieltage vor Saisonschluss noch nicht danach aus, als wenn der SV Damla Genc Hannover auf direktem Wege der Sprung in die Landesliga gelingen sollte. Erst ein 2:1-Sieg über den Spitzenreiter HSC Hannover am vorletzten Spieltag sowie das überraschende 1:1 der HSCer am letzten Spieltag gegen den Tabellenletzten TuS Kleefeld sorgten dafür, dass die Mannschaft von Trainer Sahin Kilic den HSC noch abfangen konnte und mit zwei Punkten Vorsprung vor dem HSC den direkten Aufstieg in die Landesliga schaffte. Stark verbesserungswürdig ist allerdings die Disziplin bei dem Aufsteiger, der mit 86 gelben Karten, neun gelb-roten Karten und drei roten Karten in der Fairnesstabelle einen der unteren Ränge belegt.
Alfeld stellt Rekordtorjäger
In der Bezirksliga 3 lieferten sich der SV Alfeld und der MTV Almstedt bis zum Schluss ein Kopf an Kopfrennen an der Tabellenspitze, das die Alfelder dann mit 80 Punkten gegenüber den Almstedtern mit 77 Zählern für sich entscheiden konnten. Wesentlich zum Aufstieg der Alfelder trug ihre Heimstärke bei. So ließ die Mannschaft von Spielertrainer Holger Wesche in 16 Heimspielen nur zwei Unentschieden zu. Beeindruckend auch die Torgefährlichkeit der Mannschaft aus Alfeld, die 126 Tore erzielte. Mit Jan Laumann stellt der SV Alfeld auch den Torjäger aller Ligen. Allein 44 Tore gingen auf das Konto des Alfelder Angreifers.
Die Bezirksliga 4 stellt mit dem SV 06 Holzminden und dem Relegationssieger FC Stadthagen zwei Aufsteiger. Während sich der FC Stadthagen als bestes Team in der Relegationsrunde der Tabellenzweiten erwies, dominierte der SV 06 Holzminden in der Bezirksliga 4 eindeutig das Geschehen und wurde mit neun Punkten Vorsprung vor dem FC Stadthagen Meister, wobei die Abwehr mit nur 32 Gegentoren wesentlichen Anteil besaß. Mit 27 Toren stellten die Holzmindener mit Umut Gün auch den besten Torschützen der Liga 4.