Landesliga-Meisterschaft führt über die TSV Burgdorf

Mit dieser neuen, hochkarätig besetzten Mannschaft nimmt die TSV Burgdorf den Aufstieg in die Oberliga in Angriff. (Foto: Fotostudio Karos)
 
Mit den Neuzugängen Patrik Ehlert, Norman Pütsch, Philipp Hoheisel (alle drei oben v.l.), Tarek Rudolph, Alexander Homann und Patrick Heldt (unten v.l.) haben Trainer Ulrich Pigulla (rechts) und sein Co-Trainer Volker Herfort (links) den Kader ganz gezielt verstärkt. (Foto: Fotostudio Karos)

Hochkarätige Neuverpflichtungen sollen für Platz an der Spitze sorgen

BURGDORF (de). Nun wird es ernst für die TSV Burgdorf. Jahrelang gehörte die Mannschaft von Trainer Ulrich Pigulla zum erweiterten Kreis der Titelanwärter in der Fußball-Landesliga, doch wurde es nichts aus dem erhofften Titel. „Wir haben stets betont, dass wir oben mitspielen wollen. Doch von Meisterschaft oder Aufstieg haben wir nie geredet, das waren die Worte der Medien“, stellte sich Burgdorfs 1. Vorsitzender Hans-Jürgen Engelbrecht stets vor seinen Trainer und die Mannschaft.
In der abgelaufenen Serie machte sich im Umfeld der TSV Burgdorf dann doch eine riesige Enttäuschung breit, als das Team bereits vorzeitig alle Chancen auf die Meisterschaft verspielte. Doch wurde am Ende die Saison doch noch durch den Bezirkspokalsieg gerettet, wodurch der Mannschaft am 3. August in der Qualifikationsrunde des NFV-Verbandspokals um den Krombacher-Pokal ein lukratives Heimspiel gegen den SC Langenhagen beschert wird, das für die TSV Burgdorf zudem noch mit einem Antrittsgeld von mindestens 1.000 Euro verbunden ist.
Auch in puncto Verstärkungen für das Team der TSV Burgdorf in der Fußball-Landesliga wurde nicht nur gekleckert, sondern geklotzt, so dass die Meisterschaft eigentlich nur über die TSV Burgdorf führen dürfte. Gleich sechs Neuzugänge, dem nur die Abgänge von Michael Klabis und Tobias Kühn (II. Mannschaft), Sergej Ginger (Fortuna Sachsenroß) und Michel Rodriguez (RSE) gegenüberstehen, wurden unter Vertrag genommen, die vor allem die Offensive stärken sollen. „Ich denke schon, dass wir damit unseren Offensivbereich gestärkt haben. Es war in den letzten Jahren bekanntlich auch unser Problem, dass wir zu wenig Tore geschossen haben“, räumte auch Ulrich Pigulla ein.
So wurde vom SV Bavenstedt mit Norman Pütsch ein Torjäger verpflichtet, der in den vergangenen Jahren stets zu den besten Torschützen in der Landesliga zählte. Ihm zur Seite steht mit Patrick Heldt ein Offensivspieler vom Oberligaabsteiger SV Ramlingen/Ehlershausen, der noch ein Jahr zuvor beim Heesseler SV zumeist für die Tore zuständig war. Mit Tarek Rudolph wurde ein weiterer torgefährlicher Spieler vom TuS Wettbergen losgeeist. Ganz zu schweigen von Patrick Ehlert, der beim Bezirksligisten TSV Engensen immerhin auf 20 Saisontore kam. Als weitere Spieler wurden mit Torhüter Alexander Homann (SV Ramlingen/Ehlershausen) und Philipp Hoheisel (TuS Kleefeld) zwei weitere bekannte Akteure verpflichtet, so dass der Aufstieg normalerweise ein Muss ist.
So sah es auch Burgdorfs Vorstandsmitglied Walter Eckhoff, als er die flapsige und nicht ganz ernst gemeinte Bemerkung in Richtung seines Trainers losließ. „Alles, was unter Platz vier ist, ist nun ein Entlassungsgrund.“ Ulrich Pigulla ist sich aber der Lage durchaus bewusst, dass ihm nun mit diesen Spielern eine Mannschaft an die Hand gegeben wurde, die zum Erfolg verdammt ist und möglicherweise auch zu einer Bürde werden kann. Doch warnte der TSV-Coach bereits zu recht. „Von einer Meisterschaft kann man träumen. Ob daraus dann etwas wird, muss sich zeigen. So verweist Burgdorfs Coach auf die Konkurrrenten, mit der es seine Mannschaft in diesem Jahr zu tun hat.
„Ich glaube, so eine starke Landesliga, wie wir sie in diesem Jahr haben, gab es noch nie.“ So gehören nahezu ein halbes Dutzend Mannschaften, wie der 1. FC Wunstorf, SV Ramlingen/Ehlershausen, Arminia Hannover, OSV Hannover und natürlich auch die TSV Burgdiorf zum Kreis der Titelanwärter. Von den Überraschungsmannschaften ganz zu schweigen.
So kann dem Saisonstart schon eine vorentscheidende Bedeutung zukommen. Die TSVer starten gegen die SG Diepholz mit einem von der Papierform her leichten Heimspiel, ehe es dann bereits am zweiten Spieltag zu Arminia Hannover geht, dem sich am dritten Spieltag am 21. August mit der Heimpartie gegen den 1. FC Wunstorf ein weiterer Knaller anschließt, bevor es zum heimstarken SV Bavenstedt geht. Die TSV Burgdorf sollte also auf der Hut sein, um den Saisonstart nicht zu verschlafen. Sonst könnte es rund um diese hochkarätig besetzte Mannschaft ungemütlich werden.
Das 20 Spieler umfassende Aufgebot der TSV Burgdorf:
Jan-Hendrik Kaffeya, Alexander Homann - Hüseyin Yüksel, Philipp Hoheisel, Cetin Özgen, Fabian Hoheisel, Benjamin Koukal, Dennis Yeboah - Mateusz Duraj, Tobias Redemann, Richard Becker, Franklin Nnane, Patrick Hiber, Tarek Rudolph - Daniel Trochymiuk, Norman Pütsch, Patrik Ehlert, Michael Duraj, Christopher Reinecke, Patrick Heldt.