Kurt Becker wollte schon seinen Hut nehmen

Alex De-Andrade will mit dem RSE in der Oberliga jetzt zum Höhenflug ansetzen. (Foto: Kamm)

Nach der Krisensitzung wurde der Trainer mit einem Sieg belohnt

RAMLINGEN (mj). Musste es erst soweit kommen? „Wir haben eine stürmische Woche hinter uns“, gab vor dem Punktspiel seines SV Ramlingen/Ehlershausen bei Teutonia Uelzen Ramlingens Trainer Kurt Becker zu. „Nach unserer 1:6-Niederlage in Drochtersen war ich nicht mehr bereit, weiter als Trainer in Ramlingen zu arbeiten. So enttäuscht war ich“, gab Kurt Becker zu.
Erst eine Krisensitzung am Dienstag der vergangenen Woche im Beisein von Ramlingens 1. Vorsitzendem Jürgen Stern glätteten die Wogen. „Unser Präsident hat die Spieler auch noch einmal eindringlich darauf hingewiesen, dass sie auch Verpflichtungen gegenüber dem Verein hätten“, freute sich der RSE-Coach über den „Flankenschutz“ seines Präsidenten und erklärte sich bereit, weiter als Trainer für den Verein zu arbeiten, bei dem er nun schon über ein Jahrzehnt als Coach das Sagen hat.
Der Auftakt des Spiels bei Teutonia Uelzen ließ am Sonntag aber nichts Gutes erhoffen. Als Nicolai Bäsler bereits nach 47 Sekunden von einem Fehler von Jonas Künne profitierte und für die 1:0-Führung des Aufsteigers Teutonia Uelzen sorgte, schien guter Rat teuer. Doch fingen sich die Ramlinger schon bald und kamen durch einen Kopfball von Alex de Andrade zum 1:1-Ausgleich (34.). Eine Vorentscheidung fiel dann mit dem 2:1 (70.) für die Gäste. Eine scharfe Eingabe von Marc-Robin Becker lenkte Till Marks zur 2:1-Führung der Ramlinger ins Netz, dem Manuel Brunne noch mit seinem 10. Saisontor den Treffer zum 3:1-Endstand (82.) folgen ließ.
Durch den 3:1 (1:1)-Sieg holten sich die Ramlinger wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Als Tabellensiebzehnter der Fußball-Oberliga trennt den RSE noch sechs Punkte von einem Nichtabstiegsplatz.
Am Sonntag (14 Uhr) haben die RSEer den Tabellenvierten VfL Osnabrück II zu Gast, der nach seiner überraschenden 1:2-Niederlage gegen den SV Drochtersen/Assel versuchen wird, den Ausrutscher wieder wettzumachen. Die Ramlinger, die weiter auf die verletzten Spieler Joe Yankson, Patrick Heldt und Cihan Kuru verzichten müssen, sollten also gewarnt sein.