Kristjánsson fordert Heimsieg gegen HSG Wetzlar

Am Sonntag gegen Wetzlar darf niemand zimperlich sein – Asgeir Örn Hallgrimsson geht in dieser Szene dort hin, wo es weh tut. (Foto: Holger Staab)

TSV Hannover-Burgdorf will Grundstock für den Klassenerhalt legen

BURGDORF (hs). Nach zwölf Spieltagen in der TOYOTA Handball-Bundesliga ist die Situation für die TSV Hannover-Burgdorf nicht entspannt und schon etwas bedrohlich. Die Mannschaft hat bisher erst fünf Pluspunkte gesammelt und sich in den letzten Partien mit vielen technischen Fehlern und Fehlwürfen als Abstiegskandidat präsentiert. Schwankungen in der Leistung sind nicht zu übersehen und die wollen Trainer Aron Kristjánsson und seine Spieler in den kommenden Begegnungen abstellen.
Am Sonntag, 28. November, kann ab 17.30 Uhr im Heimspiel gegen HSG Wetzlar eine wichtige Hürde genommen werden. Zwei Pluspunkte könnten den Sprung in Richtung Mittelfeld ebnen. Bis dahin ist aber noch ein weiter Weg und Nenad Puljezevic und seine Mitspieler müssen vor eigenem Publikum eine disziplinierte und engagierte Vorstellung abliefern, damit ein Sieg gegen Wetzlar gelingt.
Die HSG kommt mit dem ehemaligen Burgdorfer Lars Friedrich nach Hannover. Der rechte Rückraumspieler und Linkshänder wechselte zum Saisonende 2009/2010 nach Wetzlar, steht in der Stammformation und ist ein wichtiger Torschütze. Nach ganz schwachem Saisonstart mit 1:13-Punkten hat sich die HSG mittlerweile in Richtung Mittelfeld aufgemacht. Trainer Michael Roth wechselte zum hessischen Ligakonkurrenten MT Melsungen und der Trainer Gennadij Chalepo übernahm das Kommando. Bisher kein schlechter Tausch, denn die Wetzlarer zeigten zuletzt durchaus ansprechende Partien, wie zuletzt beim 28:25-Erfolg gegen SC Magdeburg.
Neben Friedrich gehört Philipp Müller von der linken Rückraumseite zu den Haupttorschützen der TSV-Gäste. Beide Spieler sollten am Wurf gehindert werden, denn der ist präzise und hart. Die TSV-Keeper Jendrik Meyer und Puljezevic werden nur eine Chancen haben, an den Ball zu kommen, wenn kein freier Wurfweg möglich ist. Die Hessen haben vor der Saison einen Umbruch erlebt, sechs Abgängen standen acht Neuzugänge gegenüber. Sven-Sören Christophersen, Nationalspieler und Hoffnungsträger, wechselte zu den Füchsen Berlin und war einer der wichtigsten Akteure in Wetzlar. Trotz des Neuanfangs, der permanenten Unruhe im Verein und dem ständigen Kampf gegen den Abstieg ist Wetzlar ein ernstzunehmender Gegner. Die Mannschaft hat sich mittlerweile zu einer Einheit zusammengefunden und ist von jeder Position gefährlich. Neben den beiden Haupttorschützen stehen mit Spielmacher Timo Salzer, Linksaußen Kevin Schmidt und Daniel Valo, der Friedrich auf der rechten Rückraumposition ersetzen kann, einige gefährliche Spieler im Hintergrund. Darüber hinaus sind auch noch Giorgios Chalkidis und Kari Kristjan Kristjansson als Kreisläufer zu beachten. Die beiden dürfen gar nicht erst an den Ball kommen, denn dann setzten sie ihre ganze Körperkraft ein, um in Richtung Torwurf zu kommen. Chalkidis ist auch in der Abwehr der Fels in der Brandung und sorgt für eine kompakte Defensive bei der HSG.
Die TSV ist also gewarnt und hat sicher noch die beiden Partien aus der letzten Saison im Blick. Da verlor Hannover-Burgdorf in Wetzlar deutlich mit 21:29-Toren, in Hannover konnte ein knapper 25:24-Sieg gefeiert werden. Nach diesen Ergebnissen zu urteilen, könnte es eine spannende und kampfbetonte Partie werden. TSV-Coach Aron Kristjánsson fordert von seinem Team einen Heimsieg, denn Wetzlar, als direkter Konkurrent, gehört zu den Mannschaften, die in eigener Halle bezwungen werden müssen, um nicht in akute Bedrohung um den Klassenerhalt zu gelangen.
Asgeir Örn Hallgrimsson und seine Mitspieler haben gut trainiert und wollen für Hannover-Burgdorf etwas bewegen. Sie hoffen auf das Publikum, bisher sind mehr als 3000 Karten verkauft, als wichtige Unterstützung ihres Engagements.