Konstant hohe Leistung über die gesamte Saison machte Erfolg möglich

Die erfolgreiche Aufstiegsmannschaft der Turnerschaft Großburgwedel. (Foto: Holger Staab)

Mannschaft kam mit dem hohen Favoritendruck gut klar

GROSSBURGWEDEL (hs). Die Turnerschaft Großburgwedel (TSG) hat ihr ehrgeiziges Ziel realisieren können und plant jetzt, auch in der höheren Spielklasse eine gute Rolle spielen zu können. Trainer Heidmar Felixson und sein Kollege aus Zeiten bei der TSV Burgdorf, Robertas Pauzuolis, waren Garanten für diesen Erfolg. Das Ziel wurde bereits vor der Serie 2010/2011 von Handballchef Dr. Karsten Hoppenstedt gesteckt. Durch den Erfolg macht er den Handballsport in Burgwedel und Umgebung wieder attraktiver und interessanter.
Die Verpflichtungen vor der Saison hatten nur ein Ziel, den Aufstieg. Das kann für eine Mannschaft auch eine Belastung sein. Von Beginn an standen die Neuen, wie Lars Eichelmann, Paul Schirmer, Pauzuolis und Felixson unter Druck und mussten in jedem Spiel zeigen, das sie der Topfavorit in der Oberliga sind. Das gelang eindrucksvoll, denn nach vier Siegen wurde die Tabellenführung übernommen. Auch die erste Niederlage mit 29:35-Toren bei VfL Hameln warf die Mannschaft nicht aus dem Gleichgewicht.
Zusammen mit HSG Northeim, SV Aue Liebenau und VfL Hameln bildeten die TSG-Spieler eine Spitzengruppe. Da es nur dem Aufstiegsfavoriten gelang, das Niveau beizubehalten und eine Erfolgsserie mit neun Spielen ohne Punktverlust zu absolvieren, wurde der Vorsprung vor der Konkurrenz bis zur Saisonhälfte immer größer. Erst am letzten Spieltag der Hinrunde kassierten die Felixson-Schützlinge bei der HSG Northeim mit 26:29-Toren die zweite Niederlage der Serie. Mit 26:4-Punkten hatte Großburgwedel dennoch bereits einen Dreipunkte-Vorsprung vor dem hartnäckigen Verfolger Northeim.
Auch ein 32:32-Unentschieden bei MTV Vorsfelde brachte das Team nicht vom Ziel Meisterschaft ab, denn im Verlauf der Spielzeit konnte auch Northeim nicht ohne Punktverlust bleiben. Bis zum 26. Spieltag blieben Torwart und Rückhalt Jörg-Uwe Lütt und seine Mitspieler wieder siegreich und konnten nach der 29:30-Niederlage der HSG bei MTV Post/Eintracht Celle bereits ein wenig feiern, denn vier Spieltage vor Saisonschluss hatte die TSG sieben Punkte Vorsprung vor den Verfolgern. Das endgültige Ticket zur 3. Liga buchten Coach Felixson und seine Mannschaft dann Anfang Mai nach einem 47:32-Sieg gegen MTV Soltau.
Der heutige Gegner war lange Zeit ein harter Widersacher für die Felixson-Schützlinge. Erst einige unglückliche Niederlagen im März und April brachten die TSG vorentscheidend einen größeren Punktevorsprung. Die restliche Serie konnten Robertas Pauzuolis und Co von der Tabellenspitze die Konkurrenz auf Abstand halten.
Dennoch tritt die HSG heute in Burgwedel mit einem guten Kader an. Die über weiter Strecken der Saison starke Burgwedeler Deckung muss einigen Akteuren im Kader der Northeimer besondere Aufmerksamkeit schenken. Mit Jan-Niklas Falkenhain steht der HSG ein sehr torgefährlicher Spielmacher zur Verfügung. Falkenhain hat bereits über 200 Treffer in dieser Saison erzielt und sollte vom Mittelblock Pauzuolis und Felixson abgeblockt werden. Auch aus dem linken Rückraum droht Gefahr für das TSG-Tor. Von dieser Position ist Kai Effler mit Distanzwürfen erfolgreich, oder er bedient Kai Kühn auf der Kreisläuferposition.
Insgesamt kommt der Gast des neuen Titelträgers mit einer körperlich starken Mannschaft nach Burgwedel und will den Meister noch ein wenig ärgern und zwei Punkte abnehmen. Als Vizemeister stehen die Northeimer allerdings schon fest und so wird sich ein munteres Spielchen entwickeln, in der es zwar nur noch um das Prestige geht, aber deshalb könnten interessante Aktionen und handballerische Schmankerl gezeigt werden.