Kann die TSV Hannover-Burgdorf die SAP-Arena stürmen?

EM-Teilnehmer Vignir Svavarsson will auch im Angriff gegen die Löwen in Mannheim seine Durchsetzungskraft zeigen. (Foto: Holger Staab)

Außenseiterchance im Auswärtsspiel bei den Rhein-Neckar Löwen

BURGDORF (hs). Der Start ins Punktspieljahr ist misslungen, gegen den Bergischen HC musste die TSV eine 31:35-Niederlage einstecken. Am heutigen Mittwoch geht das Programm in der TOYOTA Handball-Bundesliga für die TSV Hannover-Burgdorf aber bereits in die nächste Runde, der 20. Spieltag steht bevor. Dabei müssen die Spieler um Trainer Christopher Nordmeyer nach Mannheim reisen und sich gegen die Rhein-Neckar Löwen behaupten. Eine mehr als unangenehme Aufgabe, denn die Löwen haben noch eine Rechnung mit der TSV zu begleichen.
Im Hinspiel in Hannover konnte die TSV eine dicke Überraschung schaffen und die klar favorisierten Löwen mit 33:32-Toren bezwingen. Nach zwei Auftaktniederlagen war dieser Sieg besonders für das Selbstvertrauen des Teams wichtig und das konnte die Mannschaft dann auch für den Verlauf der Hinrunde gebrauchen. Jetzt steht sie am Rande des Mittelfeldes und richtet den Blick nach oben in sicheres Fahrwasser.
Für die Rhein-Neckar Löwen ist das Kapitel Hannover aber in dieser Serie noch nicht beendet. Sie wollen am heutigen Tag ab 20.15 Uhr ihren Fans in der SAP Arena in Mannheim eine Wiedergutmachung für das Hinspiel bieten. Die Rhein-Neckar Löwen sind dennoch wieder klarer Favorit, obwohl sie als Tabellenfünfter bereits 11 Minuspunkte einstecken mussten und den Anschluss an die Champions-League-Plätze verloren haben. Somit ist ein Sieg gegen Hannover eine Pflichtaufgabe.
Die TSV dagegen reist mit gemischten Gefühlen nach Mannheim, verspürt aber trotz der nicht einkalkulierten Niederlage keinen Erfolgsdruck.
Um lange Anschluss halten zu können, müssen die starken Angreifer der Löwen aber in Schach gehalten werden. Mit Uwe Gensheimer, der augenblicklich beste Torschütze der Liga, und Patrick Groetzki stehen dem Gastgeber zwei ganz starke Außenspieler zur Verfügung, die ihre Treffer hauptsächlich durch schnelle Gegenstöße erzielen. Die TSV darf deshalb im Angriff kaum Fehler machen, denn die können zu schnellen Vorstößen führen.
Auf den Rückraumpositionen stehen dem TSV-Gegner mit Krzystof Lijewski, Börge Lund und Zarko Sesum wurfgewaltige Akteure zur Verfügung und auch die Kreisläuferposition ist mit Bjarte Myrhol und Robert Gunnarsson überdurchschnittlich gut besetzt. Dazu kommt in der Abwehr mit Spezialist Oliver Roggisch ein schwer zu überwindendes Hindernis. Die Keeper Goran Stojanovic und Henning Fritz sind ebenfalls nur schwer zu bezwingen.
Für die TSV also eine mehr als schwere Aufgabe, die sie nur lösen kann, wenn in der Offensive alles gelingt und die Defensive eine kompakte Einheit bildet. Mit Csaba Szücs wird weiterhin ein wichtiger Spieler nicht an Bord sein. Er laboriert seit acht Wochen an einer Fußverletzung und wird erst in Kürze wieder am Mannschaftstraining teilnehmen können. Auch die Torwarte Nikolas Katsigiannis und Adam Weiner sowie Kreisläufer Mario Clößner sind noch nicht einsetzbar. Darüber hinaus kann Nordmeyer aber seine gewohnte Formation ins Spielgeschehen schicken und er hofft auf eine konzentrierte Leistung seiner Akteure. Schon einmal hatten die TSVer die Löwen in der SAP-Arena in Mannheim am Rand einer Niederlage, da mussten sie erst in der letzten Sekunde den Siegtreffer der Löwen hinnehmen. Vielleicht kann das Gästeteam das Spiel heute ja auch so spannend machen und hat am Ende das Glück auf seiner Seite.
Für die Burgdorfer wäre ein Erfolg Gold wert und das freie Wochenende und die nächste Trainingswoche könnten intensiv für die Vorbereitung auf die Begegnung am 24. Februar gegen HBW Balingen-Weilstetten genutzt werden.