Kann die TSV Hannover-Burgdorf den Hinspielerfolg wiederholen?

Asgeir Örn Hallgrimsson springt am höchsten und kann sich aussuchen, ob er seinen Mitspieler anspielt oder einen Wurf aufs Tor ansetzt. (Foto: Holger Staab)

Auswärtsspiel beim TV Großwallstadt könnte wichtige Pluspunkte bringen

BURGDORF (hs). Am heutigen Tag beim TV Großwallstadt und am Sonnabend das Heimspiel gegen TBV Lemgo. Die TSV Hannover-Burgdorf hat innerhalb von vier Tagen wieder zwei Begegnungen in der TOYOTA Handball-Bundesliga zu absolvieren und möchte mindestens zwei Pluspunkte erreichen. Das könnte für eine Verbesserung in der Tabelle sorgen und die TSV ins gesicherte Mittelfeld spülen.
Heute reist die Mannschaft um Trainer Christopher Nordmeyer bereits früh in Richtung Süden. Um 20.15 Uhr gastiert die TSV in der Unterfrankenhalle in Aschaffenburg beim Traditionsclub TV Großwallstadt. Morten Olsen und seine Mitspieler haben gute Erinnerungen an den TVG, denn im Hinspiel traten sie souverän auf und bezwangen die Franken mit 34:27-Toren. Das wird heute aber nicht ganz so einfach. Da ist sich Nordmeyer sicher. Beide Teams sind als Tabellennachbarn nach den Erfolgen des Bergischen HC und des VfL Gummersbach wieder abstiegsgefährdet und kämpfen nach wie vor um den Klassenerhalt. Beide wollen dieses Ziel möglichst schnell erreichen, um für die neue Saison besser planen zu können.
Der Gastgeber hat in dieser Serie so seine Schwierigkeiten, musste vor der Spielzeit neben Torwart Matthias Andersson noch weitere wichtige Akteure ziehen lassen und hängt in einem strikten Konsolidierungskurs fest. Manager Uli Wolf ist zum Sparen angehalten, um die finanziell angespannte Situation in den Griff zu bekommen. Die Mannschaft um Coach Peter David wurde mit jungen Talenten aufgestockt und ist deshalb wenig konstant in ihren Leistungen. Die TSV Hannover-Burgdorf könnte davon profitieren und sich einen Auswärtserfolg erarbeiten.
Allerdings darf der TVG keinesfalls unterschätzt werden. Im Gegensatz zum Hinspiel wird in Aschaffenburg ein anderer Gastgeber auflaufen und die TSV nicht ohne Kampf gewinnen lassen. Zudem haben die Großwallstädter mit Martin Galia im Tor einen erfahrenen Keeper aus Lemgo geholt. Stefan Kneer und Steffen Weinhold sind aus dem Rückraum gefährliche Torschützen und mit Michael Spatz (zuletzt 13 Tore bei der 25:32-Niederlage bei der SG Flensburg-Handewitt) und Maximilian Holst stehen treffsichere Außenspieler zur Verfügung. Auch Jens Tiedtke als Kreisläufer darf nicht ohne Bewachung bleiben.
In Aschaffenburg darf die TSV durchaus auf ein weiteres Erfolgserlebnis hoffen, aber leicht wird es nicht. Nach dem anstrengenden Februar mit den wichtigen Heimspielen und den beiden Partien gegen den THW Kiel ist die Mannschaft um Kapitän Hannes Jon Jonsson wieder innerhalb weniger Tage zweimal gefordert. Kann sie die vergangenen Wochen wegstecken und weiter Lust am Handball offenbaren, dann winkt ein Auswärtserfolg. Die Konzentration muss von Spiel zu Spiel neu aufgebaut werden und das Team muss sich in der Abwehr weiterhin als kompakte Einheit zeigen. Dann ist in Aschaffenburg alles drin, zumal mehr als ein doppelter Punktgewinn erreicht werden kann, denn zwei weitere Pluspunkte sollte die Hoffnung auf den Klassenerhalt in dieser Spielzeit der TOYOTA Handball-Bundesliga weiter verbessern.
Für das Heimspiel gegen TBV Lemgo am Sonnabend, 10. März, ab 19 Uhr sind noch genügend Eintrittskarten erhältlich. Bisher konnten schon knapp 2500 Tickets abgesetzt werden. Es wird also eine gut gefüllte AWD-Hall und damit eine tolle Stimmung erwartet. Karten sind noch beim MARKTSPIEGEL und in allen bekannten Vorverkaufsstellen in allen Kategorien erhältlich.