Jörg Karbstein übergibt seine „Adler“ mit einem guten Gefühl

In der kommenden Saison übernimmt Lars Bischoff Adler Hämelerwald

HÄMELERWALD (mj). Nach geglücktem Klassenerhalt wird es Ende Juni zu einer Wachablösung beim SV Adler Hämelerwald kommen. Für Jörg Karbstein, der die Mannschaft vier Jahre lang trainierte und vor einem Jahr in die Bezirksliga führte, wird ab der kommenden Saison Lars Bischoff die Mannschaft trainieren.
Der neue Coach, der bisher den Kreisligisten TSV Germania Arpke coachte, wird seine Arbeit am 8. Juli bei den Hämelerwaldern aufnehmen. Für Jörg Karbstein heißt es in diesen Tagen Abschied von dem Verein nehmen, dem er auch weiterhin verbunden bleibt. „Es war eine schöne Zeit“, blickt der scheidende Coach ohne Wehmut zurück. „Mir hat es immer Spaß in Hämelerwald gemacht. Künftig gilt mein Hauptaugenmerk aber der Arbeit bei meinem neuen Verein TSV Bemerode.“
Beim hannoverschen Kreisligisten wird der 42-Jährige künftig als Cheftrainer tätig sein. „Für mich eine neue Herausforderung, da ich es dann ausschließlich mit Vereinen in der Stadt Hannover zu tun haben werde“, sagte Jörg Karbstein, der für den MARKTSPIEGEL die letztjährige Saison noch einmal Revue passieren ließ, die Anfang dieses Jahres vom Tod ihres Mittelfeldspielers Timothy Muyakwa überschattet wurde. „Das hat der Familie und uns sehr zu schaffen gemacht“, gab der scheidende „Adler“-Trainer noch einmal die Stimmungslage wider. Um so bewundernswerter war es, dass es die Hämelerwalder trotz des Schicksalschlages verstanden haben, in der Rückserie die Kurve zu kriegen.
So sprangen für den Aufsteiger in der Rückserie immerhin 20 Punkte heraus. Und dies bei einem positiven Torverhältnis von 22:21. Demgegenüber standen nach der Hinrunde erst 14 Punkte und ein Torverhältnis von 21:30 Zähler gegenüber. Mit insgesamt 34 Punkten sicherte sich der Aufsteiger aus Hämelerwald in seinem ersten Bezirksligajahr schon vor Saisonende mit dem 11. Rang vorzeitig den Klassenerhalt. „Mehr konnte man von uns nicht erwarten“, gab auch Jörg Karbstein zu, der in einigen Spielen durch die berufliche Abwesenheit von Martin Ritter auf seinen Torjäger und in der Endphase der Meisterschaft auch auf seinen Defensivspieler Dennis Schott wegen einer Operation verzichten musste.
Ausschlaggebend für den Klassenerhalt war sicherlich auch die Heimstärke des SV Adler Hämelerwald. „Ich denke oft an die Aussage von Fortunen-Trainer Sven Teichmann, als er nach dem mühevollen 2:0-Sieg seiner Fortunen bei uns sagte: „Hier werden noch einige Mannschaften ihre Punkte lassen.“ So war es dann auch. Während die Hämelerwalder auswärts nur elf Punkte holten und damit als die drittschlechteste Mannschaft auf einem Abstiegsplatz landeten, war die Elf mit 23 Zählern die achtbeste Heimmannschaft. „Unser kleiner Platz ist immer für einen Punkt gut“, meinte dann auch mit einem Schmunzeln Jörg Karbstein, der nicht vergaß, den Mannschaftsgeist seiner „Adler“ hervorzuheben.
„Wesentlichen Anteil hat unser Mannschaftskapitän Marcel Hesse. Trotz seiner erst 24 Jahre ist er auf und außerhalb des Platzes ein Vorbild“, lobte Jörg Karbstein seinen Kapitän. Neben Marcel Hesse trug auch Dennis Schott als 34-jähriger Abwehrspieler seinen Teil zum Klassenerhalt bei. Genauso wie die anderen beiden Routiniers Torsten Schörder (41) und Libero Özen Keyik (33), der nun aber den SV Adler Hämelerwald verlässt, um in Zukunft die Aufgaben eines Spielertrainers beim Kreisklassenverein SV Yurdumspor Lehrte wahrzunehmen. Doch ist der neue Coach Lars Bischoff schon eifrig dabei, adäquaten Ersatz zu besorgen, um die Mannschaft punktuell zu ergänzen. Mehr wird nicht nötig sein, da die Elf zusammenbleibt.

Foto: mj

Dennis Schott (Foto) zählte in dieser Saison nicht zuletzt aufgrund seiner Routine zu den Leistungsträgern beim SV Adler Hämelerwald.