Jetzt mit Schwung gegen HBW Balingen-Weilstetten

Auf die Tore von Aivis Jurdsz aus dem Rückraum hofft die TSV Hannover-Burgdorf am Freitag im Heimspiel gegen HBW Balingen-Weilstetten. (Foto: Holger Staab)

Kann TSV Hannover-Burgdorf in der AWD-Hall einen Sieg einspielen?

BURGDORF (hs). Der Anfang war nicht gut, jetzt sollen bessere Taten folgen. So könnte die Situation der TSV Hannover-Burgdorf vor den nächsten Spielen beschrieben werden. Und dabei werden die nächsten gut zwei Wochen kein Zuckerschlecken für das Team um Trainer Christopher Nordmeyer, denn schon jetzt stehen nicht nur interessante, sondern auch ganz schwere Partien auf dem Spielplan. Der nächste Gegner ist allerdings immer der Wichtigste und das ist die HBW Balingen-Weilstetten, die am Freitag, 24. Februar, ab 19.45 Uhr in der AWD-Hall in Hannover antreten wird.
Die TSV hat bis Sonnabend, 10. März, fünf Partien im Blick. Vier Heimspiele und eine Auswärtspartie werden die Spieler um Jan-Fiete Buschmann in 15 Tagen absolvieren müssen. Nach der Begegnung am Freitag gegen Balingen steht am 28. Februar das große Viertelfinalspiel gegen den THW Kiel auf dem Programm. Fünf Tage später folgt am 4. März das Punktspiel der TOYOTA Handball-Bundesliga gegen den THW und dann am 7. März das Auswärtsspiel beim TV Großwallstadt. Bevor Hannover-Burgdorf dann eine kurze Pause einlegen kann, gastiert am 10. März noch der TBV Lemgo in der AWD-Hall in Hannover.
Ein hammerhartes Programm, bei dem sich zeigt, was die Vorbereitung im Januar gebracht hat.
Zunächst richten sich die Blicke und die volle Konzentration aber auf das Spiel am Freitag gegen HBW, denn die TSV könnte hier einen wichtigen Erfolg im Kampf um den Klassenerhalt herbeiführen und sich von den Abstiegsplätzen etwas distanzieren.
Der Verein HBW Balingen-Weilstetten entstand 2002 durch die Fusion der Handballmannschaften der TSG Balingen und des TV Weilstetten. Die Spielgemeinschaft stieg nach der ersten Saison von der Regionalliga in die 2. Handball-Bundesliga Süd auf. Seit der Meisterschaft in der 2. Handball-Bundesliga Süd 2005/2006 spielt der HBW in der Handball-Bundesliga. Und hier machen die Balinger mittlerweile eine gute Figur und konnten sich unter ihrem Trainer Dr. Rolf Brack etablieren. Zurzeit liegt die Mannschaft als Tabellenzehnter mit 17:23-Punkten sehr gut im Rennen und ist meist unspektakulär. In Balingen wird Handball erarbeitet und das auf einer soliden Basis. Brack duldet keine Stars in seinem Team, sondern arbeitet mit vielen Talenten und ist immer für taktische Finessen gut.
So konnte der HBW auch das Hinspiel gegen die TSV mit 32:29-Toren für sich entscheiden. Das wurmte TSV-Trainer Christopher Nordmeyer ganz besonders, denn hier sollte ein Erfolg gelingen. Dementsprechend sind er und auch die Mannschaft hoch motiviert, die Partie für sich zu entscheiden. Das könnte Werbung und Motivation für die nächsten Aufgaben, besonders gegen den THW Kiel bringen.
Aber Vorsicht vor den Gästen. Balingen hat trotz eines Umbruchs vor der Saison, acht Abgänge und sieben Neuzugänge, zu geschlossenen Teamleistungen gefunden. Von den Akteuren Benjamin Herth als bester Torschütze, Alexandros Alvanos, Kai Häfner und Robert Schlinger im Rückraum, sowie Dennis Wilke auf Linksaußen und Jens Bürkle als Kreisläufer, sind alle torgefährlich und jederzeit für Treffer gut. In der Abwehr steht der HBW kompakt und versucht, durch viele Defensiv-Varianten den Gegner zu Fehlern zu zwingen.
Mit Matthias Puhle ist ein starker Torwart herangewachsen. Der 26-Jährige hat mit vielen Paraden Keeper wie Silvio Heinevetter oder Johannes Bitter in der Rangliste der Torhüter-Paraden hinter sich gelassen.
Die TSV wird sich also nicht nur auf die taktischen Varianten von HBW-Coach Brack einstellen müssen, sondern auch auf eine starke Gästeabwehr, die nach Ballverlusten der TSV schnell auf Angriff umschaltet und so zu leichten Toren kommen könnte. Es gilt deshalb, die Fehlerquote niedrig zu halten, die Angriffe konzentriert und die Rückzugsphase schnellstens abzuschließen. Ist der kämpferische Einsatz gegeben, die Chancenverwertung hoch und stehen die Fans wieder hinter dem TSV-Team, dann sollte allerdings die Wiedergutmachung für die Hinspielpleite gelingen und ein kleiner Meilenstein für den Klassenerhalt geschafft sein.