Ist die TS Großburgwedel beim Titelträger Wilhelmshavener HV chancenlos?

Fabian Kieslich vom Lehrter SV kann seine Bewacher abschütteln und einen Treffer für sein Team erzielen. (Foto: st)

TSV II und TSG spielen zum Saisonabschluss bei den Staffelsiegern

ALTKREIS (st). In der 3.Liga der Handballer wird am kommenden Wochenende bereits der letzte Spieltag angepfiffen. Dabei sind die Altkreisvertreter TSV Burgdorf II und TS Großburgwedel bei den bereits feststehenden Topteams zu Gast und können die Meisterfeier miterleben. Ob sie sportlich dabei aber beim SC Magdeburg II und beim Wilhelmshavener HV eine Chance haben und von den vielleicht unkonzentrierten Auftritten der Titelträger profitieren, bleibt abzuwarten. Der Lehrter SV dagegen hat in der Oberliga Niedersachsen noch einige Spiele zu bestreiten. Am Sonnabend gastieren die Spieler um Trainer Lutz Ewert ebenfalls auswärts und müssen beim MTV Großenheidorn antreten.
Es ist schon ein wenig kurios. Alle drei Teams aus dem Altkreis Burgdorf die in der Oberliga oder der 3. Liga spielen, sollten am Sonnabend, 9. Mai, um 19 Uhr auswärts auf dem Spielfeld zu einer Begegnung bereitstehen. Dazu kommt noch, dass die Burgwedeler und die Burgdorfer bei den Meisterschaftsfeiern der Drittligisten Wilhelmshavener HV und SC Magdeburg II dabei sein werden, da sie in verschiedenen Staffeln antreten. Das Spiel der TSV Burgdorf II wurde allerdings kurzfristig auf Freitag, 8. Mai, ab 19.30 Uhr vorverlegt und weicht deshalb von diesem Zeitplan etwas ab.
Die Turnerschaft Großburgwedel scheint im letzten Spiel der Saison chancenlos zu sein. Der Wilhelmshavener HV mit dem ehemaligen Burgdorfer Keeper Adam Weiner will sich in eigener Halle und gegen die TSG nicht die Meisterfeier verderben lassen. Zudem will der WHV weiterhin ungeschlagen bleiben und die Serie ohne Verlustpunkt beenden. Für die TSG somit eine schwere Aufgabe, aber vielleicht auch eine leichte, denn zu verlieren haben die Spieler um Coach Jürgen Bätjer nichts.
Die Spielzeit ist gelaufen, der Klassenerhalt gesichert und für die neue Saison in der 3.Liga hofft die TSG auf eine bessere Zukunft. Dazu muss zunächst die letzte Partie beendet sein, aber TSG-Chef Dr. Karsten Hoppenstedt und Trainer Bätjer haben bereits für die Saison 2015/2016 vorgeplant und werden in den folgenden Wochen möglicherweise auch noch personelle Ergänzungen vornehmen. Nach dem Saisonfinale wird die Mannschaft aber zunächst eine Handballpause einlegen und die doch etwas verkorkste Serie hinter sich lassen. Gegen Wilhelmshaven soll mit einer engagierten Vorstellung und einem knappen Ergebnis aber nochmal gezeigt werden, das der hintere einstellige Platz nicht das ist, was sich die Mannschaft vor der Saison als Ziel gesetzt hat.
Die TSV Burgdorf II spielt ebenfalls beim feststehenden Meister in der 3.Liga Ost, dem SC Magdeburg II. Die jungen Talente aus Magdeburg haben über die Serie hinweg kontinuierlich gute Leistungen gezeigt und auch das Hinspiel in Burgdorf knapp mit 29:28-Toren für sich entschieden. Aber die Mannschaft um Trainer Bennet Wiegert ist keinesfalls unschlagbar und so will die TSV, deren Mittelfeldplatz aller Ehren wert ist, mit einer guten Leistung noch einen Sieg erobern. Dazu müssen sie aber alte Tugenden vorweisen und sich vor allen Dingen kämpferisch präsentieren.
Damit sie die Meisterfeier der Magdeburger etwas dämpfen, wollen die TSVer in der Abwehr und im Angriff positiv überraschen. Besonders die Toptorschützen der Magdeburger müssen eng bewacht werden und dürfen sich nicht entfalten können. Vorrangig ist dabei Rückraumakteur Vincent Sohmann zu nennen, der in dieser Spielzeit bereits weit über 200 Treffer erzielt hat. Auch die beiden Rückraumspieler Tomasz Gebala und Alexander Saul sind echte Torfabriken und müssen früh am Torwurf gehindert werden. Damit verfügt der SCM über den besten Rückraum der Liga. Hier werden Maurice Dräger und seine Mitspieler ansetzen müssen, um am Freitag einen Punktgewinn in Magdeburg schaffen zu können. Da die TSV aber ohne Druck aufläuft und sich zum Saisonabschluss noch einmal von seiner guten Seite zeigen will, ist ein positives Ergebnis durchaus realistisch.
Für den Lehrter SV ist in der Oberliga noch kein Saisonende in Sicht. Erst am 30. Mai wird das letzte Spiel der Serie bei der HG Rosdorf-Grone angepfiffen. Am Sonnabend steht deshalb zunächst das viertletzte Spiel beim MTV Großenheidorn auf dem Spielplan. In der engen Großenheidorner Halle wird es die Mannschaft um Trainer Lutz Ewert schwer haben, einen Punkt entführen zu können. Der Gastgeber steht im Verfolgerfeld von Spitzenreiter HSG Nienburg und will seine Position verteidigen. Zudem wollen die MTVer sich für die 28:33-Niederlage in der Hinrunde revanchieren. Der LSV will aber, trotz zuletzt wenig konstanter Leistungen, eine starke Vorstellung abliefern. Können Phil Hornke und seine Mitspieler Milan Djuric und Maik Bokeloh vom MTV ausschalten und zu ihrem Spiel finden, kann der LSV jeden Gegner bezwingen und würde ein wenig Werbung für die nächsten beiden Heimspiele machen. In den nächsten beiden Wochen empfangen die Ewert-Schützlinge in den Spielen gegen TG Münden und SV Alfeld zwei Teams, die durchaus bezwingbar sind und wo vier Pluspunkte eine Verbesserung in der Tabelle bedeuten würden.