Irregulärer Verlauf durch Schiedsrichterentscheidungen?

Druckvoll kann sich Franklin Nnane durchsetzen. (Foto: Georg Bosse)

5:1-Sieg der TSV Burgdorf sorgt für reichlich Gesprächsstoff

BURGDORF/RAMLINGEN (de). Mit einer Überraschung, was die Höhe des Ergebnisses betrifft, endete das Burgdorfer Stadtderby zwischen der TSV Burgdorf und dem SV Ramlingen/Ehlershausen. Zwar hatte man der TSV Burgdorf aufgrund der jüngsten Ergebnisse in der Fußball-Landesliga einen Sieg zugetraut, doch überrascht die Höhe, mit der die TSV Burgdorf den Oberligaabsteiger geschlagen auf die Heimreise nach Ramlingen schickte. 5:1 (2:1) lautete das Endergebnis zu Gunsten des Tabellensechsten aus Burgdorf, der damit bei zehn Punkten Rückstand auf den noch verlustpunktfreien Spitzenreiter SV Bavenstedt seine Außenseiterchancen auf den Titel und damit auf den Aufstieg in die Oberliga wahrte.
Ganz finster sieht es hingegen für den SV Ramlingen/Ehlershausen aus, der nach acht Spielen erst vier Punkte auf dem Konto hat und damit einen der fünf Abstiegsplätze in der Landesliga belegt. Unbegreiflich, zumal die Ramlinger ihre Mannschaft nach dem Abstieg aus der Oberliga zusammenhalten konnten und mit Torjäger Manuel Brunne und Marc-Robin Becker über das torgefährlichste Duo in der abgelaufenen Oberligasaison 2010/2011 verfügten.
Der 1:5-Reinfall in Burgdorf war sicherlich von Urteilen des Schiedsrichters Rainer Aschemann geprägt, der einige umstrittene Entscheidungen fällte, die zumeist zu Ungunsten der Ramlinger ausfielen. So war die Rote Karte für Nasmi Karak in der 35. Minute wegen einer Notbremse mehr als umstritten. Dumm nur, dass auch noch Matthias Wörner in der 42. Minute die gelb-rote Karte wegen wiederholtem Foulspiel sah. Bis zur Pause stand es nach Toren von Christopher Reinecke (12. und 27. Min.), bei einem Gegentreffer der Gäste durch einen Foulelfmeter von Michel Rodriguez (38. ), noch 2:1 für die TSV Burgdorf, wobei man über die Berechtigung des an Manuel Brunne verursachten Strafstoßes unterschiedlicher Meinung sein kann.
In Unterzahl wurden die RSEer mit nur acht Feldspielern nun zum Spielball für die Burgdorfer, die durch einen ebenfalls umstrittenen Handelfmeter von Richard Becker (52.), Patrick Heldt (55.) und Franklin Nnane (63.) noch zu einem 5:1- Kantersieg kamen, den auf der Verliererseite Kurt Becker erstaunlich gelassen hinnahm. „Unser heutiges Spiel können wir nicht als Maßstab für eine Bewertung heranziehen, wie es um unsere Mannschaft bestellt ist, da das Derby aufgrund der Schiedsrichterentscheidungen einen irregulären Verlauf nahm.“
Bleibt nur zu hoffen, dass die Ramlinger das Spiel schnell abhaken, aber auch die nötigen Lehren aus der Partie ziehen, was in Zukunft alles besser gemacht werden muss. Und das ist nicht wenig, um aus dem Tabellenkeller rauszukommen und wenigstens den Anschluss an das Mittelfeld zu schaffen.
Gelegenheit dazu besteht bereits am Sonntag, wenn die Ramlinger beim Aufsteiger TuSpo Schliekum antreten müssen. Da die Bilanz des Tabellenachten aus Schliekum in seinen bisherigen vier Heimspielen mit nur vier Punkten alles andere als optimal ist, sollte ein Erfolg möglich sein.
Reisen muss am Sonntag auch die TSV Burgdorf, deren Aufgabe beim Tabellendritten TSV Mühlenfeld ungleich schwerer ist, zumal die Mannschaft aus dem Neustädter Stadtteil Hagen in seinen bisherigen vier Heimspielen noch ohne Punktverlust ist und dabei auf 13:4 Tore kam.