In der Fußball-Kreisliga legte SV Ramlingen//Ehlershausen II einen Start-Zielsieg hin

Hoch hinaus kam der SV Ramlingen/Ehlershausen II (blaue Trikots) in der Fußball-Kreisliga - souverän wurde die Ramlinger Reserve Meister. Eine Überraschung dagegen war der 6. Platz für den FC Neuwarmbüchen (gestreifte Trikots). (Foto: Kamm)

In der Abstiegszone musste der 1. FC Burgdorf bis nach Saisonschluss um den Klassenerhalt zittern

BURGDORFER LAND (de). Interessante Einblicke verraten die Statistiken der Kreisliga für die Saison 2010/2011. So legte der Meister SV Ramlingen/Ehlershausen II einen Start-Zielsieg hin. Vom ersten bis zum letzten Spieltag an dominierte der Bezirksligaaufsteiger das Geschehen und gab die Tabellenführung bis zum Schluss nicht mehr ab. So wurden die Ramlinger nicht nur mit zehn Punkten Vorsprung vor dem SV Uetze 08 Meister, sondern waren auch mit 37 Punkten nicht nur die beste Heimmannschaft, sondern mit 29 Zählern auch das beste Auswärtsteam. Nur zwei Niederlagen und sechs Unentschieden erlaubten sich die Ramlinger während der Saison. Mit Florian Koch stellten sie auch den Torschützenkönig, der es auf insgesamt 34 Saisontore brachte. Positiv ist auch die Tatsache zu erwähnen, dass die Ramlinger Reserve nach dem SC Wedemark und dem MTV Mellendorf das drittfairste Team stellte.
Als Tabellenzweiter besaß der SV Uetze 08 noch die Chance, in einer Relegationsrunde den Aufstieg in die Bezirksliga zu schaffen. Nachdem das erste Spiel zu Hause gegen den späteren Aufsteiger TuS Davenstedt noch 0:0 ausging, endeten die Hoffnungen auf den Aufstieg durch die Hintertür bereits im zweiten Spiel, als man beim SV Gehrden mit 2:7 unterging. In puncto Fairness belegten die Uetzer allerdings den letzten Platz, was auch durch die Tatsache von zwei roten Karten, fünf gelb-roten Karten sowie 69 gelben Karten eindrucksvoll dokumentiert wird. Nur knapp scheiterte der MTV Mellendorf als Tabellendritter an einem Relegationsplatz.
Vizemeister enttäuschte
Hinter den Erwartungen blieb ein wenig der SV 06 Lehrte als letztjähriger Vizemeister zurück. Als Tabellenvierter waren die 06er zwar die viertbeste Heimmannschaft und belegten auch den 4. Platz in der Fairnesstabelle, doch kamen die Lehrter auswärts bei sechs Siegen und einem Remis, dem gleich sieben Niederlagen gegenüberstanden, nur auf den 8. Rang, was letztlich die Teilnahme an einer Relegationsrunde kostete.
Erneut auf dem 5. Tabellenplatz landete der TSV Kleinburgwedel, der in der Rückrunde ein wenig abbaute. Auswärts war das Team von Trainer Matthias Löw hingegen eine Bank. Nach dem Meister aus Ramlingen belegten die Kleinburgwedeler Rang zwei der Tabelle. In puncto Fairness besteht für die Kleinburgwedeler allerdings noch Nachholbedarf, wie drei rote Karten, vier gelb-rote Karten und 67 gelbe Karten belegen. Zu den positiven Überraschungen zählt ohne Zweifel der FC Neuwarmbüchen. Platz sechs war vorher nicht unbedingt zu erwarten. Die gute Platzierung verdankt das Team des scheidenden Trainers Philip Menges vor allem ihrer Auswärtsstärke. 22 Heimpunkten standen immerhin 23 Auswärtszähler gegenüber, womit die FCer das drittbeste Auswärtsteam stellten.
TSG Ahlten war chancenlos
Auf dem 8. Rang landeten in der Endabrechnung die Sportfreunde Aligse, die allerdings auswärts einige Schwächen verrieten, wie nur 14 Punkte belegen, dem 23 Heimpunkte gegenüberstehen. Neunter wurde der TSV Germania Arpke vor dem punktgleichen TSV Friesen Hänigsen. Die Arpker kosteten nur 15 Heimpunkte, dem 21 Auswärtszähler gegenüberstehen, eine bessere Platzierug. Dagegen ließen die „Friesen“, die als Zehnter einen einstelligen Tabellenplatz verpassten, auswärts Schwächen erkennen, wie nur 14 Punkte belegen. Zu Hause kam man hingegen auf 22 Zähler.
Einen enormen Endspurt legte der SV Hertha Otze hin, der auswärts wie auf eigenem Platz gleichermaßen stark war.
Dem FC Burgwedel konnte sich von Beginn an nie aus dem unteren Tabellendrittel befreien, wie nur 14 Heimpunkte und 13 Auswärtszähler belegen. Auf dem vorletzten Tabellenplatz landete der 1. FC Burgdorf, der bei 14 Heim- und nur acht Auswärtspunkten das Glück hatte, nicht an einer Relegationsrunde um den Klassenerhalt teilnehmen zu müssen, wie sich erst nach Saisonschluss herausstellte.
Lobenswert ist die Tatsache zu erwähnen, dass die Burgdorfer als Achter in der ersten Hälfte der Fairnesstabelle landeten. Nachdem sich bis auf zwei Spieler alle Akteure in der Winterpause von der TSG Ahlten verabschiedeten, war klar, dass es eines Wunders bedurft hätte, noch den Klassenerhalt zu schaffen. So sprangen dann auch nur 13 Heimzähler und fünf Auswärtspunkte heraus. Von den insgesamt 13 Punkten holte der Absteiger aus Ahlten allein 13 Zähler in der Hinrunde.