Im MARKTSPIEGEL Cup-Finale wird es einen neuen Pokalsieger geben

Mit viel Dampf stürmte der TuS Altwarmbüchen (grünes Trikot) ins Finale des MARKTSPIEGEL Cups. (Foto: Jens Kamm)

TSV Burgdorf schied im Halbfinale aus / SV Sorgensen überraschte die Konkurrenz

BURGDORFER LAND (mj). Exakt 42 Spiele waren nötig, ehe bei dem mit insgesamt 2.750 Euro dotierten Marktspiegel-Cup mit dem Heesseler SV und dem TuS Altwarmbüchen die Finalteilnehmer feststehen. Während der Heesseler SV den SV Sorgensen durch ein Tor von Janis Iwan in der letzten Minute mit 1:0 (0:0) besiegte, setzte sich der TuS Altwarmbüchen im zweiten Halbfinale mit 5:4 (1:1/0:0) nach Elfmeterschießen gegen den Pokalverteidiger TSV Burgdorf durch. Durch das Ausscheiden des Abonnementsiegers TSV Burgdorf wird es heute Nachmittag einen neuen Pokalsieger geben. „TuS Altwarmbüchen hat eine starke Leistung gezeigt. Ich bin gespannt, wie sich die Mannschaft heute im Endspiel ab 18.00 Uhr im Burgdorfer Stadion an der Sorgenser Straße gegen den Heesseler SV behaupten kann“, sagte nach den Halbfinalspielen Marktspiegel-Geschäftsführer Klaus Hoffmann. Allerdings wird der Bezirksligist aus Altwarmbüchen natürlich alles versuchen, um sich die Siegprämie von 800 Euro zu sichern. Aber auch für den Verlierer bleiben noch 500 Euro übrig.
Zuvor stehen sich im kleinen Finale um Platz 3 an gleicher Stelle von 16 Uhr an der Kreisklassenverein SV Sorgensen und Pokalverteidiger TSV Burgdorf gegenüber. Auch der Drittplatzierte kassiert noch 300 Euro, während der Vierte mit 100 Euro nach Hause fährt.
Zu den Gewinnern gehört trotz des Ausscheidens nach der Vorrunde auch der TSV Isernhagen. Der Kreisklassenverein siegte bei dem Wettbewerb „Fair geht vor“. Die Schiedsrichter entschieden sich nach den Spielen der Vorrunde für die Isernhäger als das fairstes Team der Vorrunde. Als Sieger erhält der TSV Isernhagen einen kompletten, neuen vom real,-Markt in Altwarmbüchen gesponserten Trikotsatz überreicht.
Tor in letzter Minute
In den gut besuchten Halbfinalspielen kam es im Eröffnungsspiel im Burgdorfer Stadion zu der Partie zwischen dem SV Sorgensen und dem Heesseler SV. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, so dass in der 1. Halbzeit nur wenige Torchancen zu verzeichnen waren. Die besten Möglichkeiten boten sich noch Heeßels Neuzugang Jannis Iwan und Lars Gundlach, die aber am sehr guten Sorgenser Keeper Dominik Döring scheiterten. Der Außenseiter aus Sorgensen unterstrich als Aufsteiger in die 1. Kreisklasse einmal mehr, dass die bisherigen Erfolge beim Marktspiegel-Cup keine Zufallsprodukte waren. Immer wieder versuchte der krasse Außenseiter mit Konterangriffen zum Erfolg zu kommen. „Wir konnten gegen die Heeßeler nicht auf bedingungslose Offensive setzen, sondern haben aus einer Kontertaktik heraus versucht, mit nur einer Spitze zum Erfolg zu kommen“, sagte Sorgensens Trainer Thomas Asterschoff.
„Ich habe dann mit Mariusz Lasonczyk für Dennis Kiessling zwei Minuten vor Schluss einen sicheren Elfmeterschützen eingewechselt. Leider hat es nichts genützt“, ärgerte sich Thomas Asterschoff angesichts des Siegtreffers der Heeßeler in der letzten Minute. Einen Freistoß von Önder Duyar „stocherte“ Jannis Iwan zum 1:0- Sieg über die Linie. Aus war der Traum des SV Sorgensen, um für eine weitere Sensation zu sorgen.
Dennoch zeigte sich der Gegner vom couragierten Auftreten der Sorgenser beeindruckt. „Die Sorgenser hatten allemal ein Unentschieden verdient gehabt“, fand Heeßels Trainer Niklas Mohs.
Elfmeterschießen entschied
Im kleinen Finale trifft der SV Sorgensen heute von 16 Uhr an auf die TSV Burgdorf. Die präsentierte sich im Halbfinale bei ihrer 4:5 (1:1/0:0)-Niederlage gegen den TuS Altwarmbüchen nicht in meisterlicher Form. Viel zu umständlich wurden die Angriffe vorgetragen. Wenn sich dann einmal Chancen boten, wie für Sergej Ginger, wurden sie vornehmlich in der 1. Halbzeit kläglich vergeben. Die klareren Torchancen hatten die Altwarmbüchener, wie in der 26. Minute durch Kevin Rufaioglu, der mit einem Heber über TSV-Keeper Julian Wenzl hinweg nur den Pfosten traf.
In der 2. Halbzeit setzten die Burgdorfer alles auf eine Karte. Doch wollte einfach kein Treffer fallen. Selbst eine gelb-rote Karte für TuS-Spieler Servat Savucu wegen wiederholtem Foulspiel brachte keine erkennbaren Vorteile. Als sich alles bereits auf ein torloses Remis eingestellt hatte, schlug es dann doch noch ein. Richard Becker war es, der drei Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit seinem Ruf als Freistoßspezialist gerecht wurde, als er einen Freistoß um die Mauer herum zur 1:0- Führung der TSV Burgdorf einnetzte. Zur Freude seiner Mitspieler zirkelte der Altwarmbüchener Steve Schumann eine Minute später ebenfalls einen Freistoß über die Mauer hinweg zum 1:1- Ausgleich ins Tor, so dass ein Elfmeterschießen die Entscheidung bringen musste.
Die Chronologie des Elfmeterschießens hatte es dann in sich: 2:1 Richard Becker (TSV Burgdorf), 2:2 Steve Schumann, 3:2 Daniel Trochymiuk, Michael Scholz verschießt (Latte), 4:2 Michael Duraj, 4:3 Dominik Mund, Hüseyin Yüksel (Torwart hält), 4:4 Dirk König, Patrick Hiber (TSV) verschießt, Sven Kampe (TuS - Torwart hält), Dennis Yeboah (TSV verschießt), 5:4 Dennis Beckmann (TuS). Somit mussten gleich zwölf Schützen antreten, ehe die Entscheidung zu Gunsten des TuS Altwarmbüchen feststand.