HHB will sich ins Mittelfeld vorschieben

Heimspiel gegen SC Magdeburg II ist eine wichtige Partie

BURGWEDEL (st). Mit einem Heimsieg gegen die Bundesligareserve des SC Magdeburg will sich Handball Hannover Burgwedel am Samstag, 20. Oktober, in der 3. Handballliga Nord weiter in das Mittelfeld vorarbeiten. Die Voraussetzungen sind nicht schlecht, denn in Heimspielen konnte HHB bisher einige ansprechende Leistungen zeigen. Die Ausnahme ist allerdings erst zwei Wochen her, als die Mannschaft um Trainer Claas Wittenberg nach einer großen Anzahl von Fehlwürfen eine 21:27-Niederlage gegen die SG Flensburg-Handewitt II kassierte.
In den Trainingseinheiten der letzten Wochen wurden deshalb Situationen vor dem Tor intensiv aufgearbeitet und Wurfbilder analysiert. Die Spieler um Florian Freitag werden gegen SCM II ab 19 Uhr in der Sporthalle des Schulzentrums „Auf der Ramhorst“ aber liefern und zeigen müssen, dass sie das Torewerfen noch nicht verlernt haben. Der Gast steckt spätestens nach der 29:34-Auswärtsniederlager bei der TSV Burgdorf II Anfang Oktober ebenfalls in der gefährdeten Zone der Liga und Trainer Vanja Radic will nicht wieder in Richtung Hannover fahren, um zwei Punkte dazulassen.
Die Magdeburger haben viele junge Talente im Kader, deshalb heißen sie auch SC Magdeburg Youngster. Die Mannschaft ist zu Beginn eines Spieles immer hochmotiviert und legt los wie die Feuerwehr. In der zweiten Spielhälfte geht das Feuer aber oftmals verloren und so können Gegner, wenn sie geduldig spielen, letztlich das Spiel noch drehen und zu Erfolgen kommen. So war es auch im Spiel in Burgdorf. Die Burgwedeler sind deshalb aufgefordert, zunächst mitzuhalten und nach der hohen 27:36-Niederlage beim TSV Altenholz zu ihrem Spiel zu finden.
Besonders auf die starken Außenspieler Justus Kluge, Alex Reiman, Benedikt Hack und Paul Schikora, sollten Kay Behnke und seine Mitspieler in der HHB-Defensive achten. Sie werden von ihren Angriffskollegen nicht nur gut ins Spiel gebracht, sondern erzielen durch schnelle Gegenstöße leichte Treffer, die die Wittenberg-Schützlinge in Rückstand bringen könnten. Hat der 18-köpfige SCM-Kader erstmal Morgenluft geschnuppert und besteht die Chance auf zwei Auswärtspunkte, dann werden die SCM-Akteure schwer zu stoppen sein.
HHB muss deshalb von Beginn an gut aufgelegt sein. Die Chancen eiskalt verwandeln und mit einem guten Rückzugsverhalten die Räume der Gäste dicht machen. Coach Wittenberg wird seinen Spielern mit Videosequenzen verdeutlichen, wo die Stärken aber auch die Schwächen der Magdeburger zu finden sind. Auch die eigenen Fehler in den vergangenen Begegnungen sind aufgearbeitet und sollten jetzt nicht mehr gemacht werden.
Gelingt es HHB die Chancenverwertung zu verbessern und sich in der Abwehr schnellstens zu formieren, dann sollte ein Erfolg in diesem wichtigen Heimspiel realisiert werden können. Zwei Pluspunkte in der jetzigen Phase der Saison würden nicht nur das Punktekonto auf 7:11 verbessern, sondern auch etwas Ruhe und weniger Druck ins Team bringen, denn in nur einer Woche folgt am 27. Oktober noch ein Heimspiel gegen die Mecklenburger Stiere Schwerin mit guten Erfolgsaussichten.