Heesseler SV trug sich in die Siegerliste ein

Trotz „Einkreisungstaktik“ des TuS Altwarmbüchen konnten sich die Heeßeler immer wieder geschickt befreien und die entscheidenden Tore zum Finalsieg schießen. (Foto: Jens Kamm)

TuS Altwarmbüchen konnte nicht an gute Leistungen anknüpfen

BURGDORF (mj). Heesseler SV heißt der Sieger des diesjährigen MARKTSPIEGEL Cups, an dem insgesamt 26 Mannschaften über einen Zeitraum von zwei Wochen teilnahmen. Das Team von Trainer Niklas Mohs überstand auch das vierte Spiel innerhalb von nur vier Tagen ohne Schaden. Einen Tag nach dem 5:4-Pokalerfolg beim Bezirksligisten TSV Krähenwinkel/Kaltenweide siegten die Heeßeler auch im MARKTSPIEGEL Cup. Im Endspiel bezwang der Landesligist aus Heeßel den klassentieferen Bezirksligisten TuS Altwarmbüchen mit 4:1 (2:0) und wurde damit seiner Favoritenrolle gerecht.
Verdienter Lohn war neben dem Gewinn des riesigen Marktspiegel-Pokals eine Siegprämie von 800 Euro, die bei der anschließenden Siegerehrung Heeßels Mannschaftskapitän Florian Jackowski von MARKTSPIEGEL-Geschäftsführer Klaus Hoffmann überreicht bekam. Aber auch die Altwarmbüchener Mannschaft brauchte sich nicht zu ärgern. Immerhin konnte sie als Zweiter noch 500 Euro mit nach Hause nehmen, die Sven Kampe in Empfang nahm.
Mehr als zufrieden waren auch die Organisatoren des MARKTSPIEGEL Cups mit dem Verlauf des Mammutturniers, das mit 26 Mannschaften an mehreren Austragungsorten stattfand und durchweg auch sehr gut besucht war. Dass die Endspiele mit 230 Besuchern nicht die erhoffte Zuschauerkulisse fanden, lag auch daran, dass zur gleichen Zeit nicht nur das Jubiläumsturnier des SV Hertha Otze mit dem Spiel gegen eine Auswahl des VfL Wolfsburg stattfand, sondern in erster Linie an der Saisonpremiere von Hannover 96 in der AWD-Arena mit dem Spiel gegen den spanischen Spitzenklub FC Valencia. Dafür war der Besuch an den Vorrundenspielorten um so besser.
Neben dem Heesseler SV gehörte vor allem die Mannschaft vom SV Sorgensen zu den positiven Überraschungen des Turniers. Das Team von Trainer Thomas Asterschoff ließ in den Vorrunden- und Viertelfinalspielen als Aufsteiger zur 1. Kreisklasse immerhin die klassenhöheren Kreisligisten SV Ramlingen/Ehlershausen II, TSV Friesen Hänigsen und SV Hertha Otze hinter sich. Erst im Halbfinale unterlag der Außenseiter durch ein Tor von Jannis Iwan in der Schlussminute dem späteren Pokalsieger Heesseler SV mehr als unglücklich mit 0:1. Die sehr gute Leistung des SV Sorgensen würdigte Klaus Hoffmann auch ausdrücklich bei der Siegerehrung.
Zu den Siegern gehörte trotz des Ausscheidens nach der Vorrunde auch der TSV Isernhagen. Der Kreisklassenverein siegte bei dem Wettbewerb „Fair geht vor“. Als Belohnung durften die Isernhäger einen Satz Trikots von Werbeleiter Christian Lieke vom „real-, Altwarmbüchen“ als fairste von 26 Mannschaften der Vorrunde in Empfang nehmen.
Das Finale des diesjährigen MARKTSPIEGEL Cups war im Grunde genommen bereits Mitte der 1. Halbzeit entschieden. Gerade mal 14 Minuten waren gespielt, als Marius Gogol nach Zuspiel von Önder Duyar die Abwehr des TuS Altwarmbüchen überlief und zur 1:0-Führung einschob. Dabei intervenierten die TuSler vergeblich auf eine Abseitsstellung. Mehr als strittig war allerdings die Entscheidung in der 26. Minute, nicht auf Abseits zu entscheiden, als wiederum Marius Gogol nach einer Kopfballvorlage von Moritz Peithmann auf und davonzog und mit seinem Tor auf 2:0 erhöhte. Nicht nur die Altwarmbüchener Spieler sahen in dem Treffer eine Fehlentscheidung des Unparteiischen und seiner Assistentin an der Linie.
Mit einer 2:0-Führung im Rücken beherrschten die Heeßeler trotz der Belastungen der letzten Tage den Gegner, der einige Spieler ersetzen musste. „Wir konnten bei weitem nicht an die Leistungen des Spiels gegen die TSV Burgdorf anknüpfen“, gestand dann auch Altwarmbüchens Coach Hans-Joachim Kock ein, der sogar von „einer schwachen Leistung seiner Mannschaft sprach“. Trotzdem straften die TuS-Akteure ihren Trainer Lügen, als sie in der 70. Minute durch Einwechselspieler Ali Gürek zum 1:2- Anschlusstreffer kamen. Allerdings währte die Freude beim Bezirksligisten nicht lange. Bereits in der 72. Minute nutzte Heeßels Jannis Iwan eine Unaufmerksamkeit in der Abwehr der Altwarmbüchener zum 3:1, als er seinen Gegenspieler überlief. Den Schlusspunkt in einer recht einseitigen Begegnung setzte in der 82. Minute Einwechselspieler Mirza Aziri, als er das 4:1 erzielte.
„Ich war mit dem Auftritt meiner Mannschaft zufrieden. Sie hat die Belastungen mit vier Spielen innerhalb von nur vier Tagen gut weggesteckt. Nach dem schweren Pokalspiel hatte ich nicht unbedingt mit so einer Leistung gerechnet“, gestand Heeßels Coach Niklas Mohs ein. Altwarmbüchens Trainer Hans-Joachim Kock entdeckte trotz der Niederlage auch positive Seiten bei seiner Mannschaft. „Im letzten Jahr sind wir bereits nach der Vorrunde gescheitert. Diesmal haben wir das Endspiel erreicht. Das ist doch auch etwas, zumal wir dafür auch noch mit 500 Euro belohnt wurden.“
TuS Altwarmbüchen: Ullrich - König, Beck, Savucu, Rieckenberg - Schumann, Mund (48. Koneski), Burhan Duyar (50. Jasko Aziri), Beckmann (65. Ali Gürek), Scholz - Kampe.
Heesseler SV: Fritsch (75. Dieser) - Jan David, Jackowski, Fette (59. Niels Poelmeyer), Straßburg - Hellberg (82. Madziarski),Önder Duyar - Hackbarth (46. Mirza Aziri), Marx - Gogol (75. Machnik), Moritz Peithmann (57. Jannis Iwan).