Heesseler SV setzt weiter auf die Ausbildung junger Spieler

Die Landesliga-Mannschaft des Heesseler SV: oben stehend v.l., Philip Hackbarth, Fabian Hellberg, Ole Gerhardi, Niklas Mohs (Trainer), Armin Peithmann (Co-Trainer) und Jörg Halm (TW-Trainer); Mitte stehend v.l., Arne Kübek, Jannis Iwan, Jonas Künne, Sven Madziarski, Benjamin Fette und HSV-Vorsitzender Rüdiger Zach; unten sitzend v.l. Kesip Caran, Louis Engelbrecht, Thorben Fritsch, Steven McAuley, Marius Lennert Gogol und Jannik Meck. (Foto: Georg Bosse)
 
Jannik Meck will sich mit dem Heesseler SV auch in der kommenden Saison in der Fußball-Landesliga durchbeißen. (Foto: Kamm)

Heeßeler haben für die nächste Saison eine gute Mischung gefunden

HEESSEL (de). Es war wieder einmal ein Ritt auf der Rasierklinge, den Trainer Niklas Mohs vom Heesseler SV in dieser Saison mit seiner jungen Mannschaft in der Fußball-Landesliga überstehen musste. Am Saisonschluss waren in Heeßel alle froh, dass Dank einer Steigerung in der Rückrunde mit 39 Punkten der Klassenerhalt geschafft wurde. Und das nicht erst auf den letzten Drücker, sondern einige Spieltage vor Saisonende.
Acht Punkte trennten zum Saisonschluss den Heesseler SV auf Platz 11 vom Tabellendreizehnten TuSpo Schliekum, der zusammen mit der SG Diepholz, TuS Wettbergen, SSG Halvestorf und SC Uchte absteigen musste. „Bei fünf Absteigern muss man höllisch aufpassen“, rief Niklas Mohs noch einmal in Erinnerung. „So bin ich froh, dass wir auch in der kommenden Saison in der Landesliga spielen können“, sagte Heeßels Trainer, der trotz des erreichten Klassenerhalts nicht ganz zufrieden war. „Wir haben um einen Punkt unser selbst gestecktes Ziel von 40 Punkten verfehlt.“
Auch für die kommende Saison gibt sich Heeßels Übungsleiter bescheiden. „Wir sind ein Ausbildungsbetrieb. Dass uns dann immer wieder Vereine aus der Nachbarschaft Spieler wegholen, können wir nicht verhindern.“ In diesem Jahr zog es mit Mannschaftskapitän Florian Jackowski (27) und Nachwuchsstürmer Nico Eccarius (20) zwei Spieler zum Klassengefährten TSV Burgdorf. Julian Wagner kehrt zum STK Eilvese zurück. Mit Pavel Peszek verlässt Heeßels 37-jähriger Routinier die große Fußballbühne, um künftig in Heeßels Alten Herren Fußball zu spielen. Torhüter Alexander Dieser wird künftig bei der Reserve des SV Ramlingen/Ehlershausen in der Kreisliga das Tor hüten, während Till Seidlitz studienbedingt nicht mehr zum Aufgebot zählt.
Den sechs Abgängen stehen gleich acht Neuzugänge gegenüber, wobei es sich bei fünf Spielern eigentlich nicht um Neuzugänge handelt, sondern um eigene Spieler.
So rücken mit Torhüter Andre Pawlowski und Philip Hellberg zwei Spieler aus der in der Niedersachsenliga spielenden eigenen A-Junioren-Mannschaft auf. Mit Jan David und Sven Madziarski sowie Niklas Kern gehören künftig gleich drei junge Spieler zum Kader des kleinen HSV, die nach ihrer Schulzeit jetzt von einem einjährigen Auslandsaufenthalt zurückgekehrt sind. Um „echte“ Neuzugänge handelt es sich dagegen bei Torwart Benjamin Brosche vom SV Ramlingen/Ehlershausen, Abwehrspieler Steven McAuley vom SV Adler Hämelerwald und Angreifer Kesip Caran vom FC Lehrte.
„Damit sollten wir eine gute Mischung gefunden haben“, hofft Niklas Mohs, der auch in diesem Jahr auf die Unterstützung von Armin Peithmann als Kotrainer zählen kann.
Eine genaue Zielsetzung hat Heeßels Coach nicht verlauten lassen. Doch hofft der 41-Jährige darauf, dass sich sein Team als Mannschaft weiter entwickeln wird und aus den ersten Punktspielen mit den Begegnungen gegen Fortuna/Sachsenroß (H), SV Ramlingen/Ehlershausen (A), TSV Pattensen (H), TSV Mühlenfeld (A) und HSC BW Tündern (H) möglichst viele Punkte holen kann. Dass Niklas Mohs mit seinem „Ausbildungsbetrieb“ hin und wieder Rückschläge hinnehmen muss, ist ihm bewusst. „Nach dem Weggang von Florian Jackowski ist jetzt Jannis Iwan mit 25 Jahren unser ältester Spieler“ rechnete der HSV-Trainer vor.