Heesseler SV musste sich mit Magerkost begnügen

Nun wollen die Heeßeler in Mühlenfeld zuschlagen

HEESSEL (mj). Große Wunderdinge hatte Niklas Mohs nach der langen Winterpause ohnehin nicht von seiner Mannschaft vom Heesseler SV in den Spielen gegen den Spitzenreiter Arminia Hannover und am Montag gegen Germania Grasdorf erwartet. So kassierten die Heeßeler bei ihrem ersten Bezirksoberligaauftritt nach der Winterpause gegen eine eingespielte Arminen-Mannschaft dann auch eine 1:4 (1:3)-Niederlage. „Das Ergebnis entspricht dem Spielverlauf. Die Arminen waren um drei Tore besser als wir“, gestand der HSV-Coach freimütig ein. Lediglich Patrick Heldt blieb es vorbehalten, in der 18. Minute die Führung der Arminen durch Dimitrios Alexoudis (9.) zum 1:1-Ausgleich zu egalisieren. Bis zur Pause legten Garip Capin (26.) und Tugay Tasdelen (Foulelfmeter; 39.) ein 3:1 vor, das Garip Capin (71.) noch zum 4:1-Endstand für seine Mannschaft von Arminia Hannover ausbaute.
Am Ostermontag trennte sich der kleine HSV vor eigenem Publikum von Germania Grasdorf 2:2 (1:2). „Es war ein leistungsgerechtes Unentschieden“, fand Kotrainer Armin Peithmann. Dabei gelang es den Heeßelern, gleich zweimal einen Rückstand zu egalisieren. So in der 30. Minute, als Moritz Peithmann nach Pass von Önder Duyar die 1:0-Führung der Gäste durch Stefan Sauer ausgleichen konnte. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff gelang den Grasdorfern durch Daniel Schmidt die erneute Führung, ehe Patrick Heldt mit einem Freistoß in der 75. Minute seine Mannschaft mit dem 2:2-Ausgleichstreffer vor einer Niederlage bewahrte.
Am Sonntag führt die Fahrt zum TSV Mühlenfeld. Über Ostern musste der Tabellenachte zwei überraschende Niederlagen gegen Abstiegskandidaten, wie TuS Wettbergen (0:3) und SV 06 Holzminden (1:2), einstecken. „Wir werden versuchen, unseren Hinspielsieg zu wiederholen“, kündigte bereits Armin Peithmann an. „Auch, wenn es nicht wieder ein 6:1-Sieg wird", meinte der Kotrainer, der aller Voraussicht nach neben Tobias Clausing auch auf seinen Bruder Florian verzichten muss.
Übrigens ließ der Heesseler SV in einer offiziellen Presseerklärung verlauten, dass er in diesem Jahr auf eine Beantragung der Oberligalizenz verzichtet. Nach Auffassung der Heeßeler Verantwortlichen können sich die talentierten Nachwuchskräfte aus dem eigenen Juniorenbereich in der Bezirksoberliga besser entwickeln. „Die Oberliga wäre dafür sportlich ganz einfach eine Nummer zu groß für uns“, gestanden die Heeßeler ein, die daher lieber auf Sparflamme kochen und sich eine Nummer kleiner mit der Bezirksoberliga begnügen wollen.