Heeßel will gegen Ramlingen den Spieß umdrehen

Seitdem Mark Wielitzka direkt in der Sturmspitze spielt, ist der Erfolg beim SV Ramlingen/Ehlershausen zurück gekehrt. Trifft der Ramlinger Goalgetter auch gegen seinen alten Klub Heesseler SV? (Foto: Kamm)

Beim Derby wird die Tagesform den Ausschlag geben

HEESSEL (de). Gerade mal drei Tage sind es her, als es am Sonntag zu dem mit großer Spannung erwarteten Derby in der Landesliga zwischen der TSV Burgdorf und dem Heesseler SV kam. Über 400 Zuschauer waren Zeuge des Nachbarschaftsduells, das 1:1 (0:0) endete.
Für den kleinen HSV, der sich als Tabellenelfter noch Sorgen um den Klassenerhalt machen muss, ist die Punkteteilung sicherlich ein Erfolg, wie auch ihr Trainer Niklas Mohs zugab. „Wir freuen uns natürlich darüber, dass wir bei der TSV Burgdorf ein verdientes 1:1-Unentschieden mitnehmen konnten. Zumal der Ausgleich durch Philipp Hackbarth in der 83. Minute durch ein Traumtor zustande kam.“
Das Burgdorfer Stadtduell ist noch nicht aus den Köpfen der Spieler heraus, da kommt es am Sonntag (14 Uhr) bereits zu einem weiteren Schlagerspiel auf Lokalebene. Im letzten Hinrundenspiel erwarten die Heeßeler auf eigenem Platz mit dem SV Ramlingen/Ehlershausen wiederum einen Nachbarn zum Derby.
Ebenso wie beim Heesseler SV verlief auch für den RSE der Saisonstart alles andere als nach Wunsch. So rutschte der Oberligaabsteiger bis zum 9. Spieltag sogar auf den vorletzten Tabellenplatz ab, ehe eine Serie von zuletzt 16 von möglichen 18 Punkten die Ramlinger auf den 9. Rang mit jetzt 20 Punkten klettern ließ. Für eine Entwarnung im Kampf um den Klassenerhalt kann allerdings bei fünf Absteigern und einem weiteren Relegationsplatz noch nicht gesprochen werden. Genau so wie für die Heeßeler, die drei Punkte weniger als die Ramlinger auf dem Konto haben.
Im Gegensatz zum kleinen HSV, der mit einem Punktgewinn aus dem Derby hervorging, in dem es allerdings nur wenige Torszenen zu verzeichnen gab, trug sich der SV Ramlingen/Ehlershausen am Sonntag erneut in die Siegerliste ein. Im Heimspiel gegen den auf einem Abstiegsplatz stehenden TuS Wettbergen gingen die Ramlinger als 3:0 (1:0)- Sieger hervor. „Wir haben sehr gut angefangen, wobei uns die frühe Führung durch das Elfmetertor von Michel Rodriguez in der 15. Minute nach einem Foulspiel an Nazmi Karak zu Gute kam“, räumte Trainer Kurt Becker ein. Für das 2:0 zeichnete erneut Michel Rodiguez verantwortlich, der in der 65. Minute mit einem 20-Meterschuss Wettbergens Torhüter Christian Schulz überwinden konnte. Das 3:0 erzielte in der 86. Minute Marc-Robin Becker, wobei Mark Wielitzka die Vorarbeit leistete.
„Ich bin aber davon überzeugt, dass die Aufgabe am Sonntag in Heeßel weitaus schwerer als gegen den TuS Wettbergen wird“, glaubt Kurt Becker, dessen Elf es in dieser Saison bereits zwei mal mit den Heeßelern zu tun hatte.“ Dabei sind wir jedes Mal als Sieger hervorgegangen“, freute sich Ramlingens Coach und dachte dabei an den 2:0- Sieg beim PORTA-Pokalturnier und an den 2:1-Sieg im Bezirkspokal. Nun soll es nach dem Willen des Ramlinger Trainers am Sonntag einen weiteren Sieg für seine Mannschaft geben.
Doch hat Niklas Mohs aus verständlichen Gründen etwas dagegen „Zuletzt lief es ganz gut bei uns, wenn ich nur an den 5:0- Sieg über den OSV und an das 1:1 bei der TSV Burgdorf denke. Warum soll am Sonntag nicht ein Sieg für meine Mannschaft herausspringen, wenn wir die Leistungen abrufen können, die wir zuletzt gezeigt haben“, fragt sich Niklas Mohs. Heeßels Trainer will wiederum mit schnellem Umschaltspiel Ramlingens Abwehr überlisten, die sich in den letzten Spielen aber als relativ sicher erwies, wie 20:3 Tore aus den letzten sechs Spielen eindrucksvoll belegen, so dass wohl die Tagesform eine entscheidende Rolle spielen wird, wer im Spiel des Tabellenelften aus Heeßel gegen den Neunten aus Ramlingen als Sieger den Platz verlassen wird.