Hannover 96 steht gegen Stuttgart mit dem Rücken zur Wand

Zwei Sitzplatz-Tickets gegen den SV Werder Bremen zu gewinnen

HANNOVER (kd). Hannover 96 darf sich freuen. Zwar wartet der Bundesligist nach fünf Spielen in der Fußball-Bundesliga mit nur einem Unentschieden weiter auf den ersten Saisonsieg, doch gibt es mit der punktgleichen Mannschaft von der TSG Hoffenheim und den noch sieg- und punktlosen Teams von Borussia Mönchengladbach und VfB Stuttgart zum Glück noch weitere Mitbewerber um die Abstiegsplätze. Mit dem FC Augsburg hat sich allerdings eine bis dato ebenfalls noch sieglose Mannschaft aus dem Kreis der Kellerkinder vorerst durch den 2:0 (2:0)-Heimsieg gegen die „Roten“ vor 28.510 Zuschauern in der Augsburger WWK-Arena verabschiedet.
Es war wieder einmal enttäuschend, was die Hannoveraner bei den bis dahin noch sieglosen Augsburgern am Sonntagabend zeigten. Dabei waren die Voraussetzungen für die 96er in Augsburg zu punkten, noch nie so günstig gewesen. So war die Mannschaft von Augsburgs Trainer Markus Weinzierl in ihren bisherigen beiden Heimspielen nicht nur als Verlierer vom Platz gegangen, sondern hatte zu Hause auch noch kein Tor erzielt. Das größte Problem hatte der FC Augsburg aber mit der Doppelbelastung zu bewältigen, die durch die Teilnahme in der Europa League mit dem Spiel am Donnerstagabend beim spanischen Vertreter Athletic Bilbao verbunden war. Trotz einer guten Leistung der Augsburger bei einer 1:0-Halbzeitführung endete die Partie noch mit einer 1:3-Niederlage des FCA.
Wie enorm der Kräfteverschleiß beim Europa League-Teilnehmer war, beweist allein die Tatsache, dass Trainer Markus Weinzierl gezwungen war, mit Daniel Baier am Sonntag auf einen Stammspieler wegen einer Muskelverhärtung zu verzichten, der zuvor in 81 Partien jeweils in der Startelf stand.
Da traf es sich für die Augsburger mehr als gut, dass mit den „Roten“ eine Mannschaft zu Gast war, die erst am Spieltag mit einem Charterflugzeug angereist kam. Einem Bericht des Sportmagazins KICKER nach hatten die 96er von Sonnabend auf Sonntag in der Umgebung von Augsburg wegen des Münchner Oktoberfestes kein freies Hotel mehr gefunden, da alle Beherbergen im Umkreis vom München bereits ausgebucht waren. Die desolate Planung setzte dem Bericht nach auch den 96-Präsidenten Martin Kind in Erstaunen. „Der Spielplan lag eigentlich lange genug vor“, wunderte sich Martin Kind, der bereits Aufklärung versprach. „Ich werde in dieser Woche einmal nachhaken, was bei uns schiefgelaufen ist.“
In diesem Zusammenhang sollte sich Martin Kind neben der Suche nach einem neuen Sportdirektor und einem Geschäftsführer, für den, wie bereits vom MARKTSPIEGEL berichtet, Martin Bader vom 1. FC Nürnberg der Wunschkandidat ist, wohl auch intensiv um den Zustand seiner 96-Profis Gedanken machen. Die 96er gerieten in Augsburg innerhalb von nur 136 Sekunden durch Tore von Alexander Esswein (29.) und Paul Verhaegh (31./Foulelfmeter) mit 0:2 (0:2) auf die Verliererstraße. Außer zwei Distanzschüssen in der 1. Halbzeit sowie einem nicht gegebenen Strafstoß in der 79. Minute nach einem klaren Handspiel von Ragnar Klavan nach einem Schuss von Artur Sobiech brachten die 96er in Augsburg nichts zu Stande, so dass man Angst und Bange haben muss, wenn es nicht bereits am heutigen Mittwoch im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart zu einer Kehrtwendung kommt.
Wie schwer das aber sein wird, zeigte der Auftritt des VfB Stuttgart am Sonntag bei der 0:1 (0:0)-Heimniederlage gegen den FC Schalke 04, wo die Stuttgarter trotz des weiteren Negativerlebnisses von einem Großteil der anwesenden 48.510 Zuschauern trotz der erneuten Niederlage mit tosendem Beifall verabschiedet wurden, das sie ein Dutzend an Chancen besaßen, die zum überwiegenden Teil aber Schalkes Torhüter Ralf Fährmann in Weltklasseform parierte. Schalkes Torhüter stand aufgrund von 19 Torchancen der Stuttgarter ständig im Mittelpunkt, so dass nach dem Schlusspfiff auch Schalkes Trainer Andrè Breitenreiter zugeben musste.„Ralf hat heute Weltklasse gehalten. Er hat erneut bewiesen, dass er zu den besten Keepern in Deutschland gehört.“
Zuversicht herrscht aber auch in Hannover trotz der brenzligen Lage. Der grenzenlose Optimismus bei dem trotz der Negativserie immer noch sehr selbstbewussten hannoverschen Cheftrainer Michael Frontzeck könnte aber schon heute nach vier Niederlagen ins Gegenteil umschlagen, wenn seine Mannschaft im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart nicht als Sieger vom Platz gehen sollte. Das Malheur würde sich noch verschlimmern, wenn zeitgleich das noch punktlose Schlusslicht Borussia Mönchengladbach nach der plötzlichen Demission ihres Cheftrainers Lucien Favre zu Hause gegen den FC Augsburg am Sonntagabend die Kurve kriegen und siegen sollte. Dann könnte tatsächlich der Supergau eintreten, dass Hannover 96 in der englischen Woche vor dem schweren Auswärtsspiel am Sonnabend um 15.30 Uhr beim heimstarken VfL Wolfsburg als Träger der „Roten Laterne“ in die VW-Stadt anreisen muss.
Live dabei beim heutigen Spiel gegen den VfB Stuttgart ist Sylvia Möller aus Burgdorf, die die beiden Sitzplatz-Tickets gewonnen hat. Bereits am kommenden Samstag müssen die „Roten“ dann zum VfL Wolfsburg (mehr in unserer Wochenendausgabe). Und auch zu diesem Spiel sind wir wieder gespannt auf Ihren Ergebnis-Tipp, mit dem Sie zwei Sitzplatz-Tickets gegen den SV Werder Bremen am Sonnabend, 3. Oktober, 15.30 Uhr, in der HDI-Arena gewinnen können. Und so sind Sie mit etwas Glück live dabei: Tippen Sie den richtigen Spielausgang der „Roten“ in Wolfsburg und schicken Sie uns bis zum kommenden Samstag, 15 Uhr, eine Mail (Namen, Adresse, Tel./Handy-Nr. nicht vergessen) an gewinnen@marktspiegel-verlag.de. Alle richtigen Tipps nehmen an der Verlosung teil, wenn Sie folgende Spielregeln beachten: Geben Sie in der Betreffzeile Ihr vermeintliches Ergebnis an (Wolfsburg - 96 X : X) und schicken Sie uns nur EINE Mail unter der identischen Absenderadresse. Nur dann haben Sie eine reelle Gewinnchance.