Hannover 96 muss bereits am Sonntag in Köln seine Bringschulden einlösen

Ein Beitrag von Klaus Depenau - Zwei Sitzplatz-Tickets gegen Eintracht Frankfurt zu gewinnen

HANNOVER (kd). "2015 ist für Hannover 96 bisher ein gebrauchtes Jahr", behauptete Moderator Thomas Helmer am Sonntag, bei dem Martin Bader als neuer Geschäftsführer von Hannover 96 einer der Gäste in der Talkrunde im Volkswagen-"Doppelpass" von "Sport 1" war.
Die bisher ausbleibenden Erfolge der 96er wurden in der Runde ausführlich beleuchtet und nach den Gründen gesucht, weshalb die Erfolge bis dato ausblieben und vor allem, wie die Krise bewältigt werden kann.
Da kam es Martin Bader wie gerufen, dass er seinen Einstand als neuer Verantwortlicher der "Roten" an der Schaltzentrale vor der Länderspielpause wenigstens mit einem 1:0-Heimsieg gegen Werder Bremen feiern konnte, nachdem die Mannschaft von Trainer Michael Frontzeck zuvor bereits mit einem 1:1-Remis beim VfL Wolfsburg aufhorchen ließ.
Dass die jüngsten Punktgewinne der 96er bitter nötig waren, verdeutlicht der Blick auf die Tabelle, wo mit bereits acht der insgesamt 17 Spielen nahezu die Hälfte aller Hinrundenbegegnungen absolviert sind. Mit dem Schlusslicht VfB Suttgart als Tabellenletzten ist nur einer der 18 Mannschaften in der Tabelle schlechter platziert als die Roten.
Zu all zu großer Euphorie besteht also weiterhin kein Grund. Zumal Hannover 96 als Tabellenvorletzter nicht nur einen der direkten beiden Abstiegsplätze belegt, sondern auch mit erst sieben geschossenen Toren nach dem FC Ingolstadt über den zweitschwächsten Angriff verfügt, sondern auch nach dem VfB Stuttgart die zweitschwächste Abwehr stellt, die bis dato bereits 16 Gegentreffer kassierte.
Ganz anders stellt sich die Lage beim künftigen Gegner 1. FC Köln da, bei dem die 96er nach der zweiwöchigen Länderspielpause am Sonntag, 18. Oktober, ab 15.30 Uhr in dem mit 47.800 Zuschauern sicherlich wieder bis auf den letzten Platz ausverkauften Kölner Rhein-Energie-Stadion antreten müssen.
Im Gegensatz zu Hannover 96, bei dem sich von den sieben externen Neuzugängen bisher nur Oliver Sorg als Abwehrspieler einen Stammplatz erkämpfen konnte, erwiesen sich bei den Kölnern die Neuen als echte Verstärkungem, was in erster Linie auf die gute Zusammenarbeit von Manager Jörg Schmadtke mit seinem Trainer Peter Stöger zurückzuführen ist.
Obwohl die Kölner mit Abwehrspieler Kevin Wimmer (Tottenham Hotspor) und Angreifer Anthony Ujah (Werder Bremen) absolute Leistungsträger abgeben mussten, gelang es dem Kölner Erfolgsduo mehr als adäquaten Ersatz für die laufenden Saison zu verpflichten.
Dem Blick für Talente von Kölns "Diamantenauge" Jörg Schmadtke bescherten dem 1. FC Köln Spieler wie dem bereits sechsfachen Torschützen Anthony Modeste von der TSG Hoffenheim, Leonardo Bittencourt (Hannover 96), Dominique Heintz (1. FC Kaiserslautern) oder Frederik Sörensen von Juventus Turin, die im letzten Punktspiel beim 3:0-Sieg gegen den FC Schalke 04 allesamt zur Startformation gehörten und von der Fachpresse allesamt mit guten Noten bewertet wurden.
Nahezu überflüssig zu erwähnen, dass mit dem zum 1. FC Kaiserslauten zuvor ausgeliehenen Simon Zoller im Verlauf des Spiels noch ein weiterer "Neuer" eingewechselt wurde.
Welch gravierender Unterschied zu den 96ern, bei denen nach dem 2:0-Testspielsieg beim viertklassigen VfV 06 Hildesheim plötzlich der 22-jährige dänische Angreifer Uffe Bech als einer der Hoffnungsträger für das Spiel am Sonntag bei dem zu Hause noch unbesiegten Kölnern ausgemacht wurde, der trotz Krankmeldung nach einem Mitternachtsausflug von seinem Trainer Michael Fronzeck für drei Wochen suspendiert und in die Amateure verbannt wurde und nicht einmal auf das offizielle Mannschaftsfoto von Hannover 96 durfte.
Am Sonntag zählen für die "Roten" aber keine Ausreden mehr. Die Mannschaft muss nach dem leichten Hoffnungsschimmer mit vier Punkten aus den letzten beiden Spielen weiter Ergebnisse liefern. Es geht kein Weg vorbei.
Um wenigstens die direkten Abstiegsplätze verlassen zu können, müssen aus den kommenden beiden Spielen am Sonntag ab 15.30 Uhr beim Tabellenfünften 1. FC Köln und am Sonnabend, 24. Oktober, ab 15.30 Uhr zu Hause gegen Eintracht Frankfurt wenigstens vier Punkte her, um dann am Sonntag, 1. November, halbwegs ohne Nervenflattern zum Nordderby nach Hamburg zu fahren, um am Sonntag, 1. November, ab 17.30 Uhr im Hamburger Volksparkstadion das vermeintliche Kellerderby beim Hamburger SV zu bestreiten.
Zwar weiß auch der neue Geschäftsführer Martin Bade, dass bei seinem neuen Verein noch vieles Stückwerk ist, doch stärkt er zu Recht seinem Coach bedingungslos den Rücken. So nach dem Spiel gegen Werder Bremen: "Heute hat Michael Frontzeck hat gezeigt, was ihn und die Mannschaft auszeichnet. Wir haben den ersten Dreier geholt und seit Monaten mal wieder zu Null gespielt."
Da konnte auch der 96-Trainer seine Freude kaum verbergen: "Heute haben wir gegen Werder Bremen endlich unseren ersten Saisonsieg erzielt. Wir haben in den letzten Wochen viel in den Nacken gekriegt", verkündete ein sichtlich erleichterter 96-Trainer Michael Frontzeck nach Spielschluss, der nun darauf hofft, dass seine Mannschaft ihre Formkrise nach einer Durststrecke von sieben sieglosen Spielen und 25 Partien seit dem 16. Dezember 2015 ohne ein Gegentor nun endgültig überwunden hat. Bereits die Partie am Sonntag in Köln wird Aufschluss darüber geben, ob sich die 96-Anhänger auf bessere und vor allem erfolgreichere Zeiten freuen dürfen.
Können die 96er aus der Domstadt also was „Zählbares“ mitbringen? Wir sind wieder gespannt auf Ihren Ergebnis-Tipp, mit dem Sie zwei Sitzplatz-Tickets für das nächste Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt am Sonnabend, 24. Oktober, ab 15.30 Uhr in der HDI-Arena gewinnen können, Tippen Sie den richtigen Spielausgang der „Roten“ in Köln und schicken Sie uns bis zum kommenden Sonntag, 17.00 Uhr, eine Mail (Namen, Adresse, Telefon-/Handy-Nr. nicht vergessen) an: gewinnen@marktspiegel-verlag.de (mailto:gewinnen@marktspiegel-verlag.de). Alle richtigen Tipps nehmen an der Verlosung teil, wenn Sie folgende Spielregeln beachten: Geben Sie in der Betreffzeile Ihr vermeintliches Ergebnis an (Köln – 96 X : X) und schicken sie uns nur eine Mail unter der identischen Absenderadresse.