Handballer testen in der Praxis ihre Form

Der 21-jährige Sebastian Beyer gehört auf der rechten Rückraumposition zur Ausbildungsmannschaft der TSV II. (Foto: Holger Staab)

TS Großburgwedel in zwei Partien gegen TG Münden und VfL Hameln gefordert

ALTKREIS (hs). Die Vorbereitungsphase der Handballer geht langsam in die entscheidende Phase. Die meisten Spielklassen starten Anfang September mit den ersten Begegnungen und spätestens dann müssen die Mannschaften der TS Großburgwedel als Aufsteiger in der 3. Liga, der Lehrter SV und TSV Burgdorf II in der Oberliga, die Frauen der TSV Burgdorf in der 3. Liga und die A-Jugend aus Burgdorf in der Jugendbundesliga eine gute Form erreicht haben, um gleich zu Saisonbeginn einen guten Start zu erwischen.
Nach einigen Wochen mit viel Kraft- und Konditionstraining tritt diese Form der Aufarbeitung in den Trainingseinheiten langsam in den Hintergrund. Zwar wird hierauf immer noch Wert gelegt, da die Spielzeit bis in den Mai des nächsten Jahres geht, aber die spielerischen Akzente, Taktik und das Zusammenspiel zwischen den Mannschaftsteilen wird bis zum Saisonstart immer mehr Raum in der Trainingsarbeit einnehmen. Da sind alle Trainer in ihrer Trainingsauffassung gleich und das ist auch sinnvoll. Dennoch hat jeder Coach seinen eigenen Stil und bei einigen stehen zum normalen Trainingsalltag in der Vorbereitung mittlerweile auch Einheiten mit Motivationshilfen oder Teambuilding als Ergänzung im Plan.
Was aber allen Teams und deren Trainern wichtig ist, sind die Testspiele in dieser Phase. Einige sehen diese Begegnungen als Überprüfung der Trainingsarbeit an, einige wollen konkret ihre Stammformation finden und probieren Alternativen im defensiven Bereich und in der Zusammensetzung der richtigen Angriffsformation aus.
Die TS Großburgwedel um ihren Aufstiegstrainer Heidmar Felixson wird am kommenden Wochenende gleich zwei Testspiele bestreiten. Am Sonnabend, 13. August, ab 18 Uhr ist dabei ein echter Härtetest geplant. In der Burgwedeler Halle am Schulzentrum „Auf der Ramhorst“ gastiert TG Münden aus der Regionalliga Ost (3. Liga Ost). Keine leichte Aufgabe für die TSG, die gleich beweisen möchte, dass sie in die 3. Liga gehört und bereits eine gute Frühform aufweist. Neuzugang und Kreisläufer Andrius Stelmokas möchte seine Stärken unter Beweis stellen und hofft mit seinem Team die TG in Verlegenheit bringen zu können. Das sollte der letztjährige Konkurrent der TSG in der Oberliga, der VfL Hameln nicht bei den Burgwedelern schaffen. Am Sonntag, 14. August, ab 16 Uhr tritt die TSG in der Sporthalle Nord in Hameln an und will auch in dieser Begegnung den Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft verbessern und sich weiter einspielen.
Die TSV Burgdorf II hat mit Sven Lakenmacher einen neuen Trainer. Der soll die jungen Talente in der Ausbildungsmannschaft der TSV so richtig aufbauen. Das Saisonziel von Lakenmacher ist klar gesteckt. „Die weitere Ausbildung der jungen Talente, gepaart mit sportlichem Erfolg“, so lautet seine Einschätzung für die kommenden Monate. Im Rahmen der Vorbereitung wird die Mannschaft um den talentierten Torwart Malte Semisch am Sonnabend ein Turnier bei der SG Achim/Baden mit Teams aus der Oberliga und 3. Liga bestreiten. Da könnte die Mannschaft bereits zeigen, was in ihr steckt und ob die ersten Trainingseinheiten bereits Wirkung zeigen.
Der Lehrter SV trifft am Dienstag, 16. August, in Lehrte ab 20.30 Uhr auf den Drittligisten TV Jahn Duderstadt.
Die Frauen der TSV Burgdorf streben dem ersten Spieltag in der 3.Liga entgegen. Thomas Löw hat seine jungen Spielerinnen in den vergangenen Wochen zunächst nur in zwei Testspielen gegen MTV Rohrsen und MTV/Post Eintracht Celle an die spielerischen Elemente der Vorbereitungsphase herangeführt. Am kommenden Wochenende nimmt das Team in Magdeburg am „Sunburncup“ teil und will sich gegen acht Teams aus den 3. und 4. Ligen behaupten. Eine wichtige Station, um Saskia Papart und die anderen Talente aus dem 12köpfigen Kader an die 3. Liga heranzuführen.
Die A-Jugend der TSV Burgdorf wird sich am Sonnabend bei einem Herrenturnier in Edemissen schon mal auf die Härte im Herrenbereich gewöhnen müssen. Trainer Carsten Schröter hat das Turnier bewusst gewählt, um die jungen Spieler nicht nur gegen gleichaltrige Mannschaften zu testen, sondern die Defensive auf die Körperhaltung, Kraft und Robustheit bei den Männern zu schulen. In der Jugendbundesliga gibt es keine schwach ausgebildeten Spieler, so dass hier Zupacken in Angriff und Abwehr nötig ist.