Handballbundesliga-Recken gastieren beim Aufsteiger

Der erfahrene Jan Fiete Buschmann will mit seinen Recken beim Aufsteiger TSG Lu-Friesenheim einen Erfolg schaffen. (Foto: st)

Ein Beitrag von Holger Staab - TSV trifft bei der TSG Ludwigshafen-Friesenheim auf einen alten Bekannten

BURGDORF (st). Nach den ersten drei Begegnungen der Saison 2014/2015 hat die TSV Hannover-Burgdorf trotz guter 3:3-Punkte durchaus noch Nachholbedarf und will sich in den kommenden Partien in allen Bereichen verbessern.
Für Trainer Christopher Nordmeyer war der 35:28-Erfolg gegen TuS Nettelstedt-Lübbecke am vergangenen Sonntag schon ein richtiger Schritt, aber die bisher erreichten drei Pluspunkte sind ausbaufähig, damit die Mannschaft sich weiter im guten Mittelfeld behaupten kann. Am Sonntag, 7. September, ab 17.15 Uhr ist wieder ein Erfolg realisierbar, denn beim Aufsteiger TSG Ludwigshafen-Friesenheim sind die Recken klarer Favorit.
Der Gastgeber in der Friedrich-Ebert-Halle in Ludwigshafen ist ein alter Bekannter und an die TSG hat die TSV gute Erinnerungen. 2009 konnte sich Hannover-Burgdorf in einem dramatischen Rückspiel in Hannover, aufgrund der mehr geworfenen Auswärtstreffer, knapp durchsetzen und im Relegationsspiel den Aufstieg in die Bundesliga schaffen. Im darauf folgenden Jahr folgten „Die Eulen“ in die stärkste Liga der Welt nach, scheiterten aber gleich im ersten Bundesligajahr wieder.
Jetzt stehen die Spieler um den schon seit 2007 im Verein aktiven Keeper Kevin Klier wieder im deutschen Oberhaus und hoffen auf den Klassenerhalt. Dazu wollen Trainer Thomas König und Co besonders in den Heimspielen in der 2350 Zuschauer fassenden Halle auftrumpfen. Und das auch gegen den Favoriten TSV Hannover-Burgdorf.
Denn laut König hat die TSG einige Vorteile auf ihrer Seite: „Unser großer Vorteil ist, dass wir eingespielt sind. Die Mannschaft ist bis auf Christian Klimek zusammengeblieben. Wir haben einen soliden Kader beisammen“, gibt sich König optimistisch, „wenn jeder Spieler einen Schritt nach vorne macht, glaube ich, dass wir eine reelle Chance, haben die Liga zu halten“.
Mit Spielmacher Nico Büdel vom TV 1893 Neuhausen, Rückraumspieler Bogdan Andrei Criciotolu aus Rumänien von HCM Constanta, Kreisläufer Oliver Tesch von GWD Minden und aus der eigenen Jugend Philipp Bauer kamen vier Neuzugänge ins Team und wurden gleich erfolgreich etabliert.
In jedem Fall darf die TSV den vierten Gegner in dieser Spielzeit keinesfalls unterschätzen und muss sich auswärts als eine Einheit präsentieren. Die gefährlichsten Akteure der Gäste dürften Gunnar Dietrich von der linken Rückraumposition und Philipp Grimm von Linksaußen sein.
Aber auch Mittelmann Andrej Kogut und Kreisläufer Erik Schmidt sind keinesfalls zu unterschätzen. Schwerstarbeit kommt demnach auf die Abwehr der Recken zu. Der Mittelblock mit Mait Patrail, Csaba Szücs, Vasko Sevaljevic und Kai Häfner darf sich keine Nachlässigkeiten erlauben und muss voll zupacken.
Auch die Angreifer um Olafur Gudmundsson müssen konsequent ihre Chancen suchen und sie auch in Treffer umwandeln. In Ludwigshafen wird den Nordmeyer-Schützlingen eine Begeisterung entgegen stehen, die in der Halle für eine tolle Atmosphäre sorgen wird.
Dagegen hilft nur, sich mit einer gelungenen Einstellung und einer starken Leistung einen Vorteil zu verschaffen und dementsprechend die richtige Antwort auf die Angriffe der TSG zu geben. Individuell scheint die TSV stärker als der Gastgeber.
Das muss allerdings auf dem Spielfeld auch umgesetzt werden, auch wenn die Burgdorfer durch einige Verletzungen geschwächt sind. Nur mit einer Topleistung werden zwei Auswärtspluspunkte mit in Richtung Niedersachsen genommen werden können.