Handball-Recken Hannover-Burgdorf werden im Pokal und Punktspiel geprüft

Im Pokalspiel konnten die Hamburger Adrian Pfahl und Henrik Toft Hansen den TSVer Kai Häfner am Torwurf hindern, den Erfolg sicherten sich dennoch die Recken. (Foto: st)

Ein Beitrag von Holger Staab - Gegen VfL Gummersbach winkt der Einzug ins Viertelfinale des DHB-Pokal

BURGDORF (st). Für die TSV Hannover-Burgdorf geht die stressige Zeit im eigentlich besinnlichen Dezember am Mittwoch, 17. Dezember, ab 20.00 Uhr mit einem DHB-Pokalspiel und am Sonnabend, 20. Dezember, ab 19.00 Uhr mit dem Punktspiel gegen HSV Handball Hamburg in die Fortsetzung. Zwei schwere Aufgaben denen sich die Spieler um Christopher Nordmeyer stellen müssen, aber auch die Chance, sowohl in der Tabelle der DKB Handball-Bundesliga einen Schritt nach vorn zu machen, sowie im Pokal des deutschen Handballbundes den Traum von der Teilnahme am Final-Four aufrecht zu erhalten.
Und das Erreichen dieses Ziels ist oftmals von Kleinigkeiten und selbstverständlich auch vom Losglück abhängig. Immerhin können sich die Recken auf ein Heimspiel vor eigener Kulisse freuen und da ist die Mannschaft ja immer doppelt motiviert. Die hannoverschen Zuschauer stehen hinter ihnen, wollen ihrer Mannschaft zum Sieg verhelfen und da sind Kai Häfner und Co schon so manche gute Leistung in dieser Saison gelungen.
Aber gegen den VfL Gummersbach wird keine gute Leistung ausreichen, das Team um Coach Emir Kurtagic hat sich in dieser Serie von einem Abstiegskandidaten zu einer gefährlichen Macht entwickelt und steht mit 20:16-Punkten im vorderen Mittelfeld.
Die Gäste der TSV erhoffen sich am Mittwoch den Einzug in das Viertelfinale und wollen sich zudem für das 29:29-Unentschieden aus dem Punktspiel Anfang November, das erst in den Schlussminuten durch die Recken um Lars Lehnhoff nach 26:29-Rückstand gerettet werden konnte, revanchieren. Ein Remis wird es im heutigen Pokalspiel allerdings nicht geben.
Die beiden Achtelfinalisten haben sich durch je einen Auswärtserfolg und einen Heimsieg für die 3. Runde im DHB-Pokal qualifiziert. Der VfL Gummersbach gewann zunächst bei der SG Köndringen/Teningen 35:25 und gegen die SG BBM Bietigheim mit 33:27. Die TSVer sicherten sich beim TV Korschenbroich mit 34:30-Toren und gegen den HSV Handball mit 28:25 Toren den erneuten Auftritt im Pokal.
Das Spiel verspricht Spannung auf höchstem Niveau und die TSV setzt auf ihre Fans, denn die könnten den entscheidenden Vorteil bringen. Aber auch die Akteure wollen wenig Fehler machen und den Gummersbachern dadurch zumindest ein Angriffsmittel verwehren. Die schnellen Gegenstöße über den Linksaußen des VfL, Raul Santos, sollten unterbunden werden, denn die sorgen für vermeidbare Gegentreffer. Gelingt es darüber hinaus Keeper Carsten Lichtlein zu überwinden und ihm nur wenige Chancen zu geben, sich auszuzeichnen, dann ist das Erreichen des Viertelfinals durchaus möglich.
Im Spiel um Punkte vier Tage später, am Sonnabend, 20.Dezember, kommt der HSV Handball in die Swiss Life Hall nach Hannover. Eine ganz wichtige Begegnung für die Nordmeyer-Schützlinge, denn mit zwei Pluspunkten in eigener Halle könnte sich Hannover-Burgdorf wieder in eine bessere Tabellenposition bringen.
Die Niederlage beim Serienmeister THW Kiel am vergangenen Wochenende war kein Beinbruch und wohl eher einkalkuliert, jetzt stehen aber in diesem Jahr noch drei Partien der Rückrunde auf dem Spielplan und da könnten die Recken Boden gutmachen.
Das wird aber nicht leicht, denn es gab in dieser Spielzeit gegen den HSV bereits zwei Aufeinandertreffen. In Hamburg in der Punktrunde schafften Sven-Sören Christophersen und seine Mitspieler ein 23:23-Remis. Im Pokal setzte sich die TSV mit 28:25 Toren durch, aber beide Spiele waren im Verlauf sehr ausgeglichen.
Der Gastgeber wird sich auch am Sonnabend von seiner besten Seite positionieren und in höchstem Maße Einsatzbereitschaft zeigen müssen, um einen doppelten Punktgewinn verbuchen zu können. Besonders schwer wird es, den HSV-Keeper Johannes Bitter zu überwinden, der immer wieder zu Höchstleistungen fähig ist. Die Rückraumspieler um Adrian Pfahl, der im Pokalspiel acht Treffer erzielte, Kentin Mahé und Alexandru Simicu sollten frühzeitig angegriffen werden und dürfen nicht zur Entfaltung kommen.
Auch Außenspieler Hans Lindberg oder Kreisläufer Hendrik Toft Hansen sind jederzeit torgefährlich. Wenn die TSV aber in der Defensive ähnlich konsequent auftritt wie im Pokalspiel gegen die Hamburger, dann ist ein Heimsieg realisierbar. In jedem Fall werden Martin Ziemer und Co wieder mehr als 3.500 Zuschauer unterstützen und vermutlich zu einer Topleistung animieren. Für kurzfristig entschlossene Sportfans gibt es für beide Partien noch Tickets an der Abendkasse oder im Vorverkauf in der MARKTSPIEGEL-Geschäftsstelle.