Handball-Nachwuchs der TSV Burgdorf wird es schwer haben

Drunter durch oder drüber weg – Lars Hoffmann von der A-Jugend der TSV Burgdorf kann sich frei vor dem gegnerischen Torwart die Ecke aussuchen, in die er wirft. (Foto: Holger Staab)

Nachwuchscoach Sven Lakenmacher schaffte den Erwerb der A-Lizenz

BURGDORF (hs). Während der Handballpause in der Region Hannover herrscht nur nach außen hin Ruhe. Im Hintergrund wird fleißig an Spielplänen, Strukturen und an den Vorbereitungsphasen, vielleicht auch noch an der Kaderplanung der einzelnen Teams von der Regionsklasse bis zu den Bundesligen gearbeitet. Der Deutsche Handballbund hat die neuen Einteilungen der Spielklassen der Jugendbundesliga bekannt gegeben und die TSV Burgdorf hat mit Sven Lakenmacher jetzt einen neuen A-Lizenz-Trainer für seine Ausbildungsmannschaft.
Mit echten Krachern wird die von Heidmar Felixson trainierte A-Jugend der TSV Burgdorf in der kommenden Saison 2013/2014 zusammen in der Jugend-Bundesliga Ost spielen. In der vergangenen Serie schaffte die Mannschaft einen respektablen 4. Tabellenplatz im Schlussklassement. Damit schaffte die TSV die direkte Qualifikation für die neue Spielzeit. Das wird in der neuen Saison schwer zu erreichen sein. Mit den Füchsen Berlin als deutscher Meister und dem SC Magdeburg als Vizemeister sind die Favoriten schnell ausgemacht.
Daneben werden aber auch starke Teams, wie GWD Minden und HSG Handball Lemgo in der Oststaffel dabei sein und die schätzt Felixson als spielerisch stark ein: „Durch die Einteilung wird es in der nächsten Saison noch schwerer für uns. Lemgo und Minden werden die Qualität unserer Gruppe deutlich erhöhen.“
Neben den vier genannten Vereinen stehen noch LHC Cottbus, VfL Potsdam, Eintracht Hildesheim, VfL Hameln, HB Akademie Leipzig/Delitzsch, HSG Freiberg und MTV Braunschweig in der 12 Teams umfassenden Staffel Ost. Die Felixson-Schützlinge starten voraussichtlich am 14./15. September mit einem Heimspiel gegen GWD Minden in die Saison. Eine Woche später reist die Mannschaft zur HSG Handball Lemgo. Gleich zwei Topspiele, in denen der TSV-Coach gleich den echten Leistungsstand seiner Talente erkennen wird.
Zum Abschluss der Hinrunde reist der Recken-Nachwuchs am 7./8. Dezember zum MTV Braunschweig. Die Saison endet dann am 13. April 2014 mit dem Heimspiel gegen Braunschweig. Bis dahin ist es ein weiter weg und die Qualität der Mannschaften in dieser Staffel hat sich durch das Endspiel um den deutschen Titel zwischen SC Magdeburg gegen Füchse Berlin eindeutig herausgehoben.
Neben Heidmar Felixson hat die TSV Burgdorf für seine zweite Herrenmannschaft, die in der 3. Liga spielt, einen weiteren bekannte Trainer gerade für zwei weitere Jahre an sich gebunden. Sven Lakenmacher ist mit der Ausbildungsmannschaft, deren junge Spieler langsam an höhere Aufgaben herangeführt werden sollen, sehr erfolgreich und hat jetzt mit dem Erwerb der Handballtrainer-A-Lizenz auch persönlich einen weiteren Schritt in der Trainerkarriere getan.
Beim abschließenden Prüfungslehrgang in der Sportschule Kaiserau meisterte der Coach des RECKEN-Perspektivkaders die noch ausstehenden Teilleistungen souverän. „Es ist immer mein Ziel gewesen, die Ausbildung zum A-Trainer zu absolvieren. Jetzt bin ich sehr froh, dass ich es geschafft habe“, freute sich Lakenmacher nach der erfolgreich abgelegten Prüfung.
Der 42-jährige sieht die A-Lizenz Ausbildung als notwendige Voraussetzung für höherklassiges Training an. „Ohne den höchsten Trainerschein kann man in der Bundesliga nicht trainieren. Irgendwann könnte ich mir schon vorstellen, eine Mannschaft im Profibereich zu übernehmen“, erklärte Lakenmacher.
Bis es soweit ist, wird sich der frühere Nationalspieler aber voll und ganz auf seine Aufgabe bei der TSV Hannover-Burgdorf konzentrieren. „Wir haben auch in der kommenden Spielzeit eine interessante Mannschaft in der 3. Liga und wollen eine ähnlich gute Rolle wie in der abgelaufenen Saison spielen“, blickt Lakenmacher ein wenig voraus.