Gleich zwei Nachbarschaftsderbys in der 3. Liga

Linksaußen Julius Hinz von der TSV II kann in dieser Szene den Torwart überlisten und den Ball an der Hüfte vorbei ins Tor legen. (Foto: Holger Staab)

TS Großburgwedel tritt in Springe an / TSV Burgdorf II beim HSV Hannover

ALTKREIS (hs). Gleich in zwei Nachbarschaftsderbys stehen sich am Sonnabend, 20.Oktober, Teams aus der Region Hannover gegenüber. Fast zeitgleich treffen die HF Springe und die TS Großburgwedel sowie der HSV Hannover und die TSV Burgdorf II in der 3. Handballliga aufeinander. Und die Begegnungen werden mit Spannung erwartet, denn die Mannschaften in dieser Spielklasse wollen sich weiter verbessern. In der Oberliga gastiert der Lehrter SV beim MTV Warberg.
Der letztjährige Vizemeister, Handballfreunde Springe, hat sich in den bisherigen Partien nicht immer sattelfest gezeigt und mit unterschiedlichen Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. Das kann auch von der Turnerschaft Großburgwedel gesagt werden, die sich nach dem 24:24-Remis gegen HSV Insel Usedom in der abstiegsgefährdeten Zone der Tabelle positioniert hat. Beide Teams wollen sich in den nächsten Wochen steigern und am besten gleich am Sonnabend im Derby damit beginnen.
Spielbeginn in Springe in der Halle am Schulzentrum Süd, Harmsmühlenstraße ist um 18 Uhr und der Gastgeber ist klarer Favorit. Auch wenn die Handballfreunde vor der Saison einige Akteure abgeben mussten und unter anderem mit Jannis Fauteck einen wichtigen Spieler an die TSV Hannover-Burgdorf verloren. Mit Torwart Jendrik Meyer und den Griechen Charalampos Mallios und Theodoros Evangelidis für den Rückraum verstärkten sie sich aber auch gezielt. Trotzdem bleibt der Erfolg in der Liga bisher aus und zu mehr als einem Mittelfeldplatz hat es bisher nicht gereicht.
Trainer Oleg Kuleshov will jetzt mehr. Gegen den Nachbarn aus Burgwedel soll ein klarer Sieg gelingen und damit die Platzierung verbessert werden. Das will der Gast um Trainer Jürgen Bätjer nicht zulassen. Die TSG will sich von ihrer kämpferischen Seite zeigen und dem auf dem Papier übermächtigen Gegner Paroli bieten. Das könnte durch eine überraschende Taktik gelingen, allerdings nur wenn die Spieler um Steffen Dunekacke diszipliniert agieren, eine gute Chancenverwertung aufweisen können und in der Abwehr konzentriert und aggressiv zu Werke gehen. „Wir sind klarer Außenseiter, meiner Mannschaft muss es Spaß machen gegen solche Profis zu spielen“, meinte der TSG-Coach im Vorfeld der Partie.
Leider fast zeitgleich um 19 Uhr wird das Spiel des HSV Hannover gegen die TSV Burgdorf II angepfiffen. Somit können die Handballfreunde aus Hannover nicht beide Derbys verfolgen. Die Situation der Nachbarn, die immer noch eine gesunde Rivalität verbindet, ist etwas anders, als bei Springe und Burgwedel, die noch in Richtung Tabellenspitze schielen. Sowohl in Anderten, wie auch in Burgdorf ist man mit dem bisher erreichten zufrieden und will sich weiter in der Spitzengruppe aufhalten.
Damit das gelingt, soll ein doppelter Punktgewinn geschafft werden. So wird es ein Aufeinandertreffen zweier Mannschaften, die auf Augenhöhe stehen dürften. Der HSV als Gastgeber hat eine Mannschaft aus erfahrenen und jungen Spielern zusammen und ist seit Jahren auch mit seiner Jugend in der Handballregion Hannover etabliert. Das Team ist eingespielt und das Trainerduo Stephan Lux und Alfred Thienel konnte mit Mateusz Rydz vom TV Willstätt nur einen Neuzugang vermelden. Bei drei Abgängen und einem Kader von 13 Akteuren haben die Trainer wenig Alternativen, konnten bisher aber gute Vorstellungen bieten. So wurden unter anderem der VfL Fredenbeck (40:31) und die Füchse Berlin II (29:24) in eigener Halle bezwungen.
Für die Bundesligareserve der TSV Burgdorf also kein Spaziergang, aber eine Möglichkeit zu einem Erfolg bietet sich immer. Die Spieler um Coach Sven Lakenmacher wollen sich als Tabellenführer von ihrer besten Seite präsentieren und unbekümmert auftreten. Sie wissen mittlerweile, dass sie als Aufsteiger auch in der 3.Liga mithalten können. Gelingt wieder eine konzentrierte Leistung in Offensive und Defensive, dann ist ein weiterer Erfolg möglich und die Spitzenposition kann gehalten werden.
In der Oberliga Niedersachsen hat der Lehrter SV noch nicht zu alter Stärke gefunden und hat Höhen und Tiefen. Trainer Maik Bodenburg baut auf seine jungen Spieler, konnte bisher aber nicht mehr als einen Mittelfeldplatz erarbeiten. Am Sonnabend ab 18.30 Uhr steht die Auswärtspartie beim MTV Warberg auf dem Programm. Alles andere als eine leichte Aufgabe, aber wenn sich die Abwehr wieder stabilisieren kann und der Angriff seine Torchancen nutzt, dann sollte ein Punktgewinn oder auch ein Sieg beim MTV realisierbar sein.
Die Frauen des TuS Altwarmbüchen erwarten in der Oberliga am Sonntag, 21.Oktober, ab 15 Uhr den HV Lüneburg. Aufgrund des Heimvorteils sollte die Mannschaft von Trainer Mathias Kistner eine reelle Siegchance haben. Die TSV Burgdorf muss in der gleichen Spielklasse am Sonnabend ab 16 Uhr beim SV Garßen Celle II antreten und ist Außenseiter.