Für alle Altkreisteams stehen Heimspiele auf dem Programm

Wer Respekt vor dem Körperkontakt hat, ist kein Handballer. Auch Arne-Peter Leunig vom Lehrter SV bekommt eine gesunde Härte zu spüren. (Foto: Holger Staab)

Lehrter SV hofft auf die nächsten Pluspunkte in der 3. Liga

ALTKREIS (hs). Ende Oktober ist die Zeit der Handballer. Die schönen Wetterperioden gehen langsam dem Ende entgegen, die Uhr wird auf Winterzeit umgestellt und die Tage werden kürzer. In der Halle ist es warm und die Witterung spielt nur eine untergeordnete Rolle. Die Zuschauer fühlen sich jetzt so richtig wohl, in trockener und spannender Atmosphäre bei einem emotionalen Handballspiel. Diese Tatsachen locken wieder mehr Besucher zu den Handballspielen, denn im Altkreis Burgdorf wird auch am kommenden Wochenende wieder Handball auf hohem Niveau geboten.
Alle Spiele der oberen Handballligen mit Beteiligung von Altkreisteams finden in eigener Halle, also direkt vor der Haustür der Handballfans statt. Der Lehrter SV ist in der 3.Liga Ost dabei am meisten gefordert, denn er will am Sonnabend, 30. Oktober, ab 18.30 Uhr gegen GSV Eintracht Baunatal zwei Pluspunkte erobern. Trainer Lutz Ewert hofft jetzt auf den Durchbruch, denn die Saison ist bereits fortgeschritten, die LSV-Mannschaft aber noch nicht in Form gekommen. 2:12-Punkte sprechen eine deutliche Sprache und das Ziel einstelliger Tabellenplatz ist in weite Ferne gerückt.
Gegen Baunatal, Platz 5. der Zwischentabelle, wird es nicht einfach, einen Sieg zu realisieren. Aber in der Lehrter Halle an der Schlesischen Straße ist der LSV nicht chancenlos. Im Gegenteil, mit einer konzentrierten Leistung könnte ein Erfolg gelingen. Die Gäste stehen gut da und haben einen erfolgreichen Start in die Spielzeit erwischt. Die Spieler um Marcel Wendt wollen aber endlich den Durchbruch schaffen und sich in der 3. Liga nach oben orientieren. Nach dem schlechten Saisonstart soll es jetzt besser werden. Das gelingt aber nur, wenn im LSV-Kader alles stimmt, die Einstellung, die Taktik und ihre Umsetzung auf dem Hallenboden. Der unbedingte Wille zum Sieg und auch ein wenig Glück in den Aktionen sollte sich einstellen. Zwei Punkte auf der Habenseite würden für die nächsten Partien beim SVH Kassel und gegen HSG Pohlheim Auftrieb geben.
Eine schwere Aufgabe steht auch der TSV Burgdorf II in der Oberliga Niedersachsen bevor. Im Heimspiel gegen den SV Alfeld steht die Mannschaft um Trainer Thomas Engler einem Geheimfavoriten auf die Meisterschaft gegenüber. Am Sonntag, 31. Oktober, ab 17 Uhr muss mehr als eine durchschnittliche Leistung geboten werden, um einen Sieg zu erreichen. Aber die jungen Spieler der TSV sind ehrgeizig und entwickeln gerade gegen vermeintlich stärkere Mannschaften viel Energie. Mit ihrem schnellen Angriffsspiel und den Gegenstößen könnten sie die Alfelder durchaus bezwingen. Das gelingt allerdings nur, wenn auch in der Abwehr kräftig zugepackt wird und die Torwarte einen guten Tag erwischen.
TuS Altwarmbüchen ist auf dem Weg, den schwachen Saisonstart erträglicher zu gestalten. Nach fünf Spielen stehen mittlerweile 4:6-Punkte auf dem Konto. Ein Mittelfeldplatz ist damit erreicht. Aber als Absteiger aus der Oberliga ist der Verbandsligist, besonders Trainer Jens Zupke noch nicht zufrieden. Deshalb wollen die Spieler am Sonntag ab 17 Uhr gegen HSG Heidmark einen weiteren Erfolg anstreben. Das wird aber nur möglich sein, wenn der TuS über 60 Minuten eine konzentrierte Leistung ohne Schwankungen abliefern kann.
Die Frauen der TSV Burgdorf können am Sonnabend ab 20.15 Uhr einen Sieg gegen die HSG Nord Edemissen erzielen. Die Gästespielerinnen scheinen in dieser Serie nicht so stark wie in der vergangenen Spielzeit, als sie den 3. Tabellenplatz erreichen konnten. Das sollte die TSV ausnutzen und in eigener Halle mit einer engagierten Vorstellung zum doppelten Punktgewinn kommen. In der Serie 2009/2010 gab es einen 33:29-Erfolg im Heimspiel und eine hohe 27:36-Niederlage in Edemissen.