„Friesen“ kehrten mit nachhaltigen Eindrücken vom Gothia-Cup zurück

Größtes Jugendfußballturnier der Welt wurde von den Ereignissen in Oslo überschattet

HÄNIGSEN (de). Eine ereignisreiche Woche liegt hinter 14 Nachwuchsfußballern der D-Junioren des TSV Friesen Hänigsen, die mit ihren Trainern Jan Schlue und Adil Gecit jetzt vom Gothia Cup, dem größten Jugendturnier der Welt, nach Hause zurückkehrten. Insgesamt 1578 Mannschaften aus 73 Nationen nahmen an dem Mammutturnier in Göteborg (Schweden) teil. Darunter auch die Abordnung des TSV Friesen Hänigsen mit ihrem Jugendleiter Thorben Brandes, die bereits zum 31. Mal am größten Jugendturnier der Welt teilnahm und damit der Rekordhalter unter den Teilnehmern aus der gesamten Welt sind.
Da gab es zum einen die glanzvolle Eröffnungsfeier mit einer spektakulären Show vor 52.000 Zuschauern im voll besetzten Ullevi Stadion zu feiern, bei der es sich Lotta Schelin, die Bronzegewinnerin der schwedischen Frauenmannschaft bei der Weltmeisterschaft, nicht nehmen ließ, noch einmal den Siegestanz, der durch die Medien ging, auf der Bühne zu zeigen und mit den vielen tausend Nachwuchskickern zu feiern.
Den Kontrast erlebten die „Friesen“ dann bei den durch die schrecklichen Ereignisse in Oslo getrübten Finalspielen, die mit einer Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer unterbrochen wurden. Turnierdirektor Dennis Andersson trat vor die norwegische Fahne und versprach den Jugendlichen, dass die Organisatoren des Gothia Cup Gewalt in jeglicher Form verurteilen und diese abscheuliche Tat verachten.
Sportlich erreichten die „Friesen“ als Gruppendritter die B-Finalrunde, in der sie dann gegen den IFK Västervik aus Schweden trotz eines Tores von Tim Hanke zum 1:1-Endstand mit 3:5 nach Elfmeterschießen in der Runde der letzten 32 Mannschaften ausscheiden mussten. Zuvor hatten die Hänigser in der Vorrunde den Makati FC von den Philippinen durch Tore von Joest Fichtner, Tom Selzam und Robin Engler mit 3:0 besiegt. Gegen die schwedische Mannschaft Högaborgs BK aus Helsingborg (Schweden) unterlagen die Hänigser mit 0:4. Die Teilnahme an der Endrunde der besten 32 Mannschaften verfehlten die „Friesen“ trotz eines Tores von Joest Fichtner gegen den Göteborger Klub IK Zenith durch eine 1:2- Niederlage.