„Friesen“ kämpfen am Sonntag um den Klassenerhalt

Erstes Entscheidungsspiel in Hänigsen gegen Sparta Langenhagen

HÄNIGSEN (kd). Nun muss der TSV Friesen Hänigsen doch noch nachsitzen. Da der SV Arnum, der von dem ehemaligen Hänigser Torhüter Michael Opitz trainiert wird, als Bezirksligadreizehnter der Staffel 3 in der Relegationsrunde am SV 06 Lehrte (3:3) und am Dienstag vor weit über tausend Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz des TSV Bemerode mit 3:5 (1:3) an dem Tabellenzweiten der Kreisliga Stadt Hannover scheiterte, gibt es mit dem MTV Ilten, Blau Gelb Elze, SV Scharrel und dem SV Arnum vier Mannschaften, die aus dem Kreis Hannover-Land kommen und in die entsprechenden Kreisligen eingeordnet werden müssen. Da durch die Kreisligameister und Bezirksligaaufsteiger SuS Sehnde, TuS Garbsen II und FC Springe nur drei Plätze frei wurden, muss noch ein zusätzlicher Absteiger ermittelt werden.
Daher wird nun nach Abschluss der Relegationsspiele, in denen sich der TSV Bassum (Gruppe A), Tus Altwarmbüchen (Gruppe B), TSV Bemerode (Gruppe C) und FC Stadtoldendorf (Gruppe D) als Sieger ihrer Gruppen für die Bezirksliga qualifizieren konnten, unter den Tabellenvierzehnten der drei Kreisligen des NFV-Kreises Hannover Land ein zusätzlicher Absteiger gesucht, der in der kommenden Saison in der 1. Kreisklasse spielen muss.
Dabei handelt es sich bei den vom Abstieg bedrohten Mannschaften um den TSV Friesen Hänigsen (Staffel 1), Sparta Langenhagen (Staffel 2) und TSV Groß Munzel (Staffel 3). Der Kreisspielausschuss hat nun eine Abstiegsrunde für die drei Mannschaften festgelegt, die auf Wunsch der Hänigser und mit Zustimmung der Gegner noch einmal verschoben wurde, da die Hänigser Spieler zur Hochzeit ihres Teamkollegen Benjamin Otte eingeladen sind.
Daher findet das erste Abstiegsspiel des TSV Friesen Hänigsen erst am Sonntag, 14. Juni, von 15 Uhr an zu Hause gegen Sparta Langenhagen statt. Am Mittwoch, 20. Juni, ist der Verlierer dieser Partie beim TSV Groß Munzel zu Gast, der wiederum am Sonntag, 21. Juni, von 15 Uhr an in der abschließenden Partie der Abstiegsrunde bei Sparta Langenhagen zu Gast ist. Die Mannschaft, die aus dieser Dreiergruppe die wenigsten Punkte geholt hat, steigt in die 1. Kreisklasse ab, während die beiden Erstplatzierten sich auch in der kommenden Saison Kreisligist nennen dürfen.
„Friesen“ hoffen auf Heimsieg
„Doch bevor wir uns jetzt mit Rechenspielen beschäftigen, müssen wir erst einmal am Sonntag unsere Hausaufgaben machen“, forderte bereits Hänigsens Coach Uwe Springfeld, der bis auf seinen frisch gebackenen Ehemann Benjamin Otte seine Bestbesetzung aufbieten kann.
Die leistungsstärkste Mannschaft wird allerdings von Nöten sein, um die Spartaner in die Knie zu zwingen. Beide Klubs haben in den letzten Jahren eine ähnliche sportliche Entwicklung durchgemacht. Noch vor zwei Jahrzehnten zählten die "Friesen" als Verbandsligist zu den ersten Adressen in Niedersachsen. Nicht viel anders verhielt es sich bei Sparta Langenhagen, die im Bezirk Hannover als damaliger Bezirksoberligist in Langenhagen den Ton angaben. Von der Klasse früherer Jahre sind beide Vereine aber weit entfernt. Nun geht es sowohl für die „Friesen“ als auch für die Spartaner darum, sich den Klassenerhalt in der Kreisliga zu sichern.
Von der Leistungsstärke her weisen beide Vereine in dieser Saison einen ähnlichen Verlauf auf. Während die „Friesen“ in den Punktspielen der Kreisliga 1 insgesamt 29 Punkte holten, wobei sie in der Rückserie 16 Zähler verbuchen konnten, kam Sparta Langenhagen in der Kreisliga 2 auf insgesamt 26 Punkte, wobei für die Langenhagener sowohl in der Hin- als auch in der Rückserie jeweils 13 Punkte heraussprangen. Ein Unterschied besteht allerdings in der Heim- und Auswärtsstärke beider Mannschaften. Während die Spartaner sowohl zu Hause als auch in der Fremde jeweils 13 Punkte holten, erkämpften sich die Hänigser vor heimischen Publikum 21 ihrer insgesamt 29 Punkte.
Die größere Heimstärke könnte vielleicht den Ausschlag zu Gunsten der „Friesen“ geben, bei denen ihr Trainer Uwe Springfeld einmal mehr auf die Treffsicherheit von Marco Klingberg (16 Tore) und Alexander Klingberg (10 Treffer) sowie von Jason Mau (8 Treffer) hofft, während Sparta-Trainer Bernd Winkler seine besten Torschützen in Dennis Schweer (11 Tore) und Daniel Klassen sowie Maurice Michaelis setzt, die jeweils sechs Mal trafen.