„Friesen“ haben es nicht mehr in der eigenen Hand

Enttäuschendes 1:1-Unentschieden auch im zweiten Relegationsspiel

HÄNIGSEN (kd). Die Spieler des TSV Friesen Hänigsen und ihr Trainer Uwe Springfeld können einem leid tun. Statt am morgigen Sonntagnachmittag endgültig Gewissheit zu haben, ob sie den Klassenerhalt in der Fußball-Kreisliga nun geschafft haben oder in die 1. Kreisklasse absteigen müssen, werden sie noch einmal auf die Folter gespannt und müssen sich noch bis zum Sonntagabend gedulden, da das abschließende Relegationsspiel zwischen Sparta Langenhagen und TSV Groß Munzel wegen eines Jugendturniers in Langenhagen von 15 Uhr auf 18 Uhr verlegt wurde.
Zu den Besuchern an der Langenhagener Klusriede werden am Abend auch zahlreiche „Friesen“-Spieler und -Anhänger zählen, wie ihr Trainer bereits nach dem zweiten Relegationsspiel zwischen dem TSV Groß Munzel und dem TSV Friesen Hänigsen am Mittwochabend zu berichten wusste, das nach spannendem Spielverlauf vor 150 Zuschauern nur 1:1 (0:1) endete. „Leider haben wir es wieder nicht verstanden, unseren 1:0-Vorsprung aus der 1. Halbzeit durch das Tor von Christian Jäger unmittelbar vor der Halbzeitpause über die Zeit zu bringen“, ärgerte sich Uwe Springfeld. Zumal seine Mannschaft zuvor in der 32. Minute Pech mit einem Pfostenschuss von Jason Mau Pech hatte.
Puste ging wieder aus
Ihr Nachlassen in der 2. Halbzeit rächte sich für die „Friesen“. Wie bereits im ersten Relegationsspiel gegen Sparta Langenhagen, das ebenfalls 1:1-Unentschieden endete, verloren die Hänigser mit zunehmender Spieldauer ihre spielerische Linie. „Da sah man, dass einige Spieler durch verletzungs- oder berufsbedingtes Fehlen im Training nicht fit waren“, gab der „Friesen“-Coach zu. Nachdem Alexander Klingberg in der 59. Minute mit seinem Schuss an Groß Munzels Torhüter Alfredo Garcia scheiterte und auch sein Nachschuss von Marcus Poppen im letzten Moment vor der Torlinie geklärt wurde, machten es die Hausherren wenig später besser. Nach einem Einwurf wurde der Flankengeber Christian Wildhage nicht energisch genug gestört, so dass Munzels Torjäger Pascal Kuhn keine Mühe hatte, in der 70. Minute mit einem Kopfballtor das 1:1 zu erzielen. Kurz vor Schluss sah Simon Schreiber (87.) noch wegen Ballwegschlagens die gelb-rote Karte. Am Endergebnis von 1:1 endete sich aber nichts mehr.
Pech hatten die „Friesen“ im abschließenden Elfmeterschießen, in dem sie mit 4:5 das Nachsehen hatten, nachdem sie noch im ersten Relegationsspiel gegen Sparta Langenhagen mit 5:3 die Nase vorne hatten. Das Elfmeterschießen wird aber nicht zur Spielentscheidung herangezogen, sondern für eine Extrawertung, die zum Tragen kommen könnte, wenn Punkt- und Torgleichheit zwischen den Mannschaften besteht.
Nullnummer wäre die Rettung
Da der TSV Friesen Hänigsen bereits zweimal 1:1-Unentschieden gespielt hat, sind vor dem abschießenden Relegationsspiel in Langenhagen zwischen Sparta und Groß Munzel mehrere Szenarien möglich. Da der Gruppenerste und der Gruppenzweite in der Kreisliga verbleiben, steigt nur der Gruppendritte ab. Die Reihenfolge ergibt sich nach Punkten, Tordifferenz und geschossenen Toren. Die Extrawertung mit den vorsorglich getretenen Elfmetern wird herangezogen, um eine mögliche Losentscheidung zu vermeiden. Sie kommt zum Tragen, falls alle drei Mannschaften in der Wertung gleich auf liegen und somit eine Losentscheidung notwendig wäre. Es würde also eine Elfmeterentscheidung für den Abstieg herangezogen werden, falls am Sonntag auch das dritte Spiel in Langenhagen 1:1 enden sollte. Dann sind alle Varianten möglich, da die Hänigser einmal im Elfmeterschießen als Sieger hervorgingen und einmal als Verlierer. Auf jeden Fall darf das Spiel am Sonntag nicht mit einem Unentschieden enden, das höher als 1:1 ausfällt. Dann wären die „Friesen“ abgestiegen. Endet die Partie 0:0 würde dies der Klassenerhalt für die Hänigser bedeuten. Am besten wäre es, wenn einer der beiden Kontrahenten am Sonntag als Sieger den Platz verlassen würde. Dann wären die Hänigser gerettet. „Ich hoffe, dass wir den Klassenerhalt schaffen. Es wäre schon bitter, wenn wir absteigen müssten, obwohl wir keines der beiden Spiele verloren haben“, sagte Uwe Springfeld, der auf ein glückliches Ende für seine Mannschaft hofft.