Frauen der TSV Burgdorf freuen sich auf die 3. Liga

Nachwuchsspielerinnen, wie Roxana Löw, sollen nach dem Aufstieg in die 3. Liga den TSV –Frauen den Klassenerhalt sichern. (Foto: Holger Staab)

Trainer Thomas Löw bereitet sein Team auf ein Abenteuer vor

BURGDORF (hs). Es wird ein Abenteuer! Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte hat die TSV Burgdorf bei den Frauen einen Drittligisten. Die kontinuierliche Jugendarbeit und die intensive Betreuung von Trainer Thomas Löw sind die Erfolgsgaranten für diese Entwicklung. Da in der höchsten Spielklasse in Norddeutschland aber teilweise unter Profibedingungen trainiert wird, kann das Ziel nur Klassenerhalt heißen. Es wird ein heißer Tanz für die TSV-Frauen, die sich aber riesig auf die neue Aufgabe freuen und dementsprechend viel Ehrgeiz und Herzblut in die Vorbereitung legen wollen.
Die Gegner in der Saison 2011/2012 heißen also nicht mehr MTV Großenheidorn oder VfL Wittingen und kommen aus Niedersachen, sondern HSG 92 Union Halle, SG Knetterheide/Schötmar oder HC Leipzig II und werden in der 3. Liga Ost für weitere Fahrten sorgen. Nachdem die Vizemeisterschaft in der Oberliga und der Verzicht von Meister SV Garßen II auf den Aufstieg feststand, überlegte die TSV nicht lange. Der sportliche Aufstieg in die dritthöchste Spielklasse in Deutschland sollte wahrgenommen werden. Aber es wird ein schwerer Weg, so musste der letztjährige Meister MTV Rohrsen mit nur zehn Pluspunkten den Weg zurück in die Oberliga antreten..
„Wir haben die wohl jüngste Mannschaft in der 3.Liga und wir müssen sehen, ob wir dort bestehen können“, meinte Trainer Thomas Löw, „es wird eine echte Herausforderung, aber wir stellen uns den Gegnern. Von der Spielstärke zu urteilen, sind die Chancen für einen Klassenerhalt da, aber dafür müssen wir aggressiver decken und mit viel Tempo spielen.“ Das Tempospiel könnte ein Mittel sein, denn die Mannschaften in der 3.Liga haben oftmals erfahrene Frauen, die auch schon höher gespielt haben, aber denen jetzt die Spritzigkeit fehlt. Das ist bei der TSV nicht der Fall.
Mit Saskia Papart, Thea Reinkens, Liza-Marie Brandes und Ronja Löw werden mindestens vier A-Jugendliche im Kader stehen. Bisher wurden keine Neuverpflichtungen getätigt und es sieht auch nicht danach aus, dass Spielerinnen dazu kommen. Lucienne Schwarz, Torfrau Astrid Borchert und Beate Marx schieden als erfahrene Spielerinnen aus dem Kader von Löw aus, stehen aber als Notnagel immer noch zur Verfügung. Der TSV-Trainer möchte aber mit den ehrgeizigen Talenten arbeiten und hofft, dass die Härte in der Liga den jungen Frauen eigene Stärke bringt und zu Leistungssteigerungen führt. „Wir müssen einfach sehen, was geht“, denkt Löw positiv.
Die 1. Vorbereitungsphase auf das „Abenteuer 3.Liga“ hat bereits begonnen und wird noch bis zu den Sommerferien fortgeführt. Mit Kondition erhaltendem Training, ein wenig Kraftarbeit und der Schulung von technischen Fertigkeiten ist diese Phase ausgefüllt, der Spaß am Handball soll gefördert und erweitert werden. Nach einer dreiwöchigen Pause beginnt dann der Endspurt der Vorbereitung mit einige Testspielen und intensivem Aufbau speziell auf die neuen Aufgaben. Am ersten Wochenende im September steht dann das erste Pflichtspiel auf dem Programm. Das wird die erste Pokalrunde im DHB-Pokal sein. Am Wochenende 10./11. September wird das 1. Punktspiel angepfiffen. Spätestens dann sollten die Spielerinnen der TSV mit allem ausgestattet sein, was zum großen Ziel Klassenerhalt in der 3. Liga führen kann.