FC Lehrte und Adler Hämelerwald haben Klassenerhalt geschafft

Allein wegen seiner Größe von 2,04 Meter überragt Torhüter Jan Pröve vom SV Adler Hämelerwald sowohl seine Mitspieler als auch die Gegner. (Foto: Klaus Depenau)

Remis gegen Mozaik Spor reichte für die „Adler“

BURGDORFER LAND (mj). Mindestens mit fünf Bezirksligisten werden in der kommenden Saison die Altkreisvertreter in der Fußball-Bezirksliga an den Start gehen. Nach dem nie in Frage stehenden Klassenerhalt des Tabellensechsten TuS Altwarmbüchen schaffte nun nach dem FC Lehrte auch der SV Adler Hämelerwald endgültig den Klassenerhalt. Hinzu kommen wird der Bezirksoberligaabsteiger MTV Ilten sowie Kreisligaaufsteiger TSV Engensen. Auch noch dem SV 06 Lehrte eröffnen sich Chancen, über eine Relegationsrunde den Aufstieg zu schaffen. Am Pfingstwochenende sind alle Bezirksligisten spielfrei, bevor dann noch ein Spieltag auf sie wartet.

TuS Altwarmbüchen

Nur bedingt konnte das Altwarmbüchener Trainergespann mit Hans-Joachim Kock und Markus Rang mit dem Ausgang des Spiels ihrer Mannschaft vom TuS Altwarmbüchen beim TuS Garbsen zufrieden sein. So endete die Partie beim Tabellenachten mit einem 2:2 (0:1)-Unentschieden. „Eigentlich ein Ergebnis, mit dem man zufrieden sein kann“, sagte Markus Rang, dem er noch den Zusatz folgen ließ: „Wenn wir nicht bereits mit 2:0 geführt hätten.“ Nach der 1:0-Führung durch Christopher Reinecke (42.) ließ Philipp Rietzke (58.) noch das 2:0 folgen. Als alles auf einen Sieg der Altwarmbüchener deutete, schlugen die Garbsener noch einmal zurück. Bereits in der 53. Minute verkürzte Recep Tavsanli auf 1:2, dem Christian Kolter (80.) noch das Tor zum 2:2-Endstand folgen ließ. „Insgesamt aber ein gerechtes Ergebnis", fand Markus Rang.

FC Lehrte

Nach der 1:4 (1:2)-Heimpleite gegen den SV Ahlem war der FC Lehrte im Heimspiel gegen den TSV Havelse II um Wiedergutmachung bemüht. „Ich glaube, dass uns dies mit unserer Rumpftruppe gelungen ist“, sagte Willi Gramann. Obwohl kaum Spieler zur Verfügung standen, so dass mit Sascha Pawlowski sogar ein Spieler in die Startformation rückte, der auf Heimatbesuch in Lehrte war, reichte es zu einem Punkt und belegt die angespannte personelle Lage beim Tabellenneunten. Da kam es Lehrtes Trainer wie gerufen, dass Süleyman Karakaya bereits in der 5. Minute mit einem 25 Meterschuss die 1:0-Führung glückte. Doch währte die Freude der FCer nicht lange. Bereits in der 21. Minute sorgte mit Arafat Tcha-Gnaou einer von vier abgestellten Oberligaspielern nach einem Alleingang für das 1:1 beim TSV Havelse II, was gleichzeitig der Endstand war. „Insgesamt gesehen geht das Unentschieden aber in Ordnung“, fand dann auch Lehrtes Trainer.
Zu einem Desaster entwickelte sich fünf Tage zuvor das Nachholspiel gegen das „Blaue Wunder“, das mit 1:4 (1:2) verloren ging. Die Begegnung wurde mit zwei Paukenschlägen eröffnet. Der schnellen 1:0-Führung der Gäste durch Dhyonne do Amaral (2. Min.) ließ im Gegenzug Hamsan Erdogan mit einem von Emre Koclu an Kesso Karan verursachten Foulelfmeter das 1:1 (3.) folgen. Danach spielten sich Szenen ab, die Willi Gramann lieber ungeschehen machen würde.
So zog sich Hamsan Erdogan in der 14. Minute eine so schwere Knieverletzung zu, dass er mit Verdacht auf Kreuzbandriss ins Lehrter Krankenhaus eingeliefert werden musste. „Das hat uns natürlich in die Karten gespielt“, gab nach dem Spiel auch Ahlems Trainer Semir Zan zu.
Zumal der FC Lehrte ab der 20. Minute nach einer roten Karte für Deniz Kezer, der den davoneilenden do Amarel mit einer Notbremse zu Fall brachte, in Unterzahl auskommen musste. Als dann auch noch mit Gerome Völger in der 40. Minute ein weiterer Leistungsträger wegen einer Verletzung gegen den 38-jährigen Dirk Schrader ersetzt werden musste, war dies bereits der K.O. für die Lehrter. In der 38. Minute konnten die Gäste durch Alexander Kutscherjuk mit 2:1 in Führung gehen. In der 2. Halbzeit bestimmte der SV Ahlem gegen die Rumpfmannschaft des FC Lehrte eindeutig das Geschehen und kam durch Tore von Dhyonne do Amarel (61.) und durch einen Foulelfmeter von Sefer Derya (90. Minute), den Fabian Denecke an Celal Mergen verursachte hatte, noch zu einem deutlichen 4:1-Sieg.

SV Adler Hämelerwald

Nach der ausgebliebenen Schützenhilfe des FC Lehrte im Spiel gegen das „Blaue Wunder“ benötigte der SV Adler Hämelerwald noch einen Sieg gegen den FC Mozaik Spor Hannover, um sich auch in der kommenden Saison Bezirksligist nennen zu dürfen. Nach neunzig Minuten begann für Spieler und Anhänger aus Hämelerwald das große Zähneklappern. Nur 2:2 (2:1) hatten zuvor die „Adler“ gespielt, was nicht ausreichte, um vorzeitig den Klassenerhalt zu feiern. Es sei denn, Meister Fortuna/Sachsenroß Hannover leistete im Spiel beim „Blauen Wunder“ mit einem Sieg Schützenhilfe. Bange Minuten waren zu überstehen, ehe die gute Nachricht in Hämelerwald ankam. Durch den 3:1-Sieg der Fortunen beim „Blauen Wunder“ sicherte sich der Aufsteiger bereits vorzeitig den Klassenerhalt. Als Absteiger stehen mit dem SV 07 Linden und dem FC Stern Misburg bereits zwei Traditionsvereine fest.
Den dritten Abstiegsplatz belegt mit den Sportfreunden Anderten (27 Punkte) ebenfalls ein früherer Verbandsligist. Absteigen kann aber auch noch die SG Blaues Wunder (30 Zähler), die sich noch Hoffnungen macht, mit einem Sieg die Relegationsrunde zu vermeiden, für die noch der SV Ahlem (32 Punkte) in Frage kommt. „Ich bin froh, dass wir mit 34 Punkten gerettet sind“, freute sich Hämelerwalds scheidender Trainer Jörg Karbstein, dessen Elf einen Blitzstart erwischte und bereits nach sechs Minuten durch Thomas Ecke mit 1:0 führte, ehe Cihan Cölükoglu in der 11. Minute ausgleichen konnte. Die erneute Führung der Hausherren durch Stavros Paraskevopolus aus der 41. Minute hielt bis zum Ausgleich durch Dogukan Bayat in der 62. Minute. Kuriosum am Rande: Die beiden letztgenannten Torschützen sahen in der 90. Minute nach einer Rangelei gemeinsam die rote Karte.