FC Lehrte muss noch etwas für das Punktekonto tun

Große Personalsorgen plagen Trainer Willi Gramann vom FC Lehrte vor den restlichen Spielen. (Foto: Klaus Depenau)

Innerhalb von drei Tagen stehen zwei Heimspiele an

LEHRTE (mj). Nicht so richtig in Schwung kommt der FC Lehrte nach der Winterpause in der Fußball-Bezirksliga 2. Nach der 1:3 (1:0)-Niederlage beim SV Adler Hämelerwald zog der Aufsteiger aus dem Lehrter Stadtteil nicht nur nach Punkten mit den FCern gleich, sondern überholte ihn aufgrund des besseren Torverhältnisses. Allerdings sind die Lehrter gegenüber den „Adlern“ noch mit einem Spiel im Rückstand.
Angesichts eines Abstandes von acht Punkten zu den Abstiegsplätzen besteht derzeit keine unmittelbare Abstiegsgefahr, doch weiß Willi Gramann aus Erfahrung, wie schnell sich das Blatt wenden kann. „Es ist immer ratsam, sich so früh wie möglich in Sicherheit zu bringen. Eine Riesenmöglichkeit dies zu tun, haben wir durch unsere 1:3-Niederlage in Hämelerwald ausgelassen.“
Dabei verlief für die Lehrter zunächst alles nach Plan. Nach der frühen 1:0-Führung durch Fabian Denecke in der 8. Minute sahen die Gäste bereits wie der Sieger aus, zumal sie noch weitere gute Chancen in der 1. Halbzeit besaßen. „Die unberechtigte gelb-rote Karte für Helmut Kezer in der 57. Minute wegen einer angeblichen Schwalbe hat uns auf die Verliererbahn geworfen“, behauptete Lehrtes Trainer, der in dem Unparteiischen einen Verursacher für die Niederlage seiner Elf sah. So kamen die Hämelerwalder durch Sören Walther in der 60. Minute nicht nur zum 1:1-Ausgleich, sondern sechs Minuten später durch Martin Ritter sogar zur 2:1-Führung. Den Schlusspunkt mit dem Tor zum 3:1-Endstand setzte Thomas Franke in der 83. Minute. In der 88. Minute vergaben die Hausherren durch Martin Ritter sogar noch einen Foulelfmeter, den Fabian Denecke hielt, der für Lars Triebe zwischen die Pfosten musste, da dieser für seine Regelwidrigkeit die rote Karte zu sehen bekam.
„Das war die Krönung“, schimpfte Willi Gramann, der nun zusehen muss, nach den zahlreichen Ausfällen für die beiden anstehenden Heimspiele am Sonntag, 2. Mai, gegen den Tabellensechsten TuS Garbsen (15 Uhr) und am Dienstag, 4. Mai, gegen den Tabellenvierzehnten SG Blaues Wunder (19 Uhr) eine schlagkräftige Mannschaft auf die Beine zu stellen. „Ich werde wohl wieder auf Spieler der Zweiten zurückgreifen müssen“, ließ der FC-Coach wissen, der heilfroh ist, dass sich die große Anzahl von Ausfällen am Sonntag wenigstens um einen so erfahrenen Spieler wie Robert Weiss verringert, dessen Rotsperre abgelaufen ist.