FC Lehrte kam böse unter die Räder

Keine gute Werbung für Derby gegen die „Adler“

HÄMELERWALD (mj). Es sollte bereits am 2. Spieltag der Fußball-Bezirksliga 3 das Schlagerspiel werden. Die Auseinandersetzung der Lehrter Stadtrivalen zwischen dem SV Adler Hämelerwald und dem FC Lehrte. Während die „Adler“-Mannschaft die Erwartungen des Saisoneröffnungsspieltages mit dem 4:1 (0:0)-Sieg bei der Reserve des VfV 06 Hildesheim mehr als erfüllte, blieb der FC Lehrte alles schuldig. Mehr noch - die Mannschaft von Trainer Willi Gramann blamierte sich bei ihrer 0:6 (0:4)- Heimschlappe gegen den FC Ambergau/Volkersheim bis auf die Knochen.
„Völlig unverständlich, wie man so unter die Räder kommen kann“, konnte es Willi Gramann noch lange nach Spielschluss nicht fassen, was seiner Mannschaft zuvor in 90 Minuten auf dem Spielfeld widerfahren war. Es war vor allem mit Kevin Köhler ein letztjähriger Ergänzungsspieler des Oberligisten VfV 06 Hildesheim, der den Lehrtern Kopfschmerzen bereitete. Der frühere niedersächsische Jugendauswahlspieler, der in der abgelaufenen Oberligasaison für den VfV 06 Hildesheim nicht einmal getroffen hatte, schlug in Lehrte gleich vier mal zu und sorgte damit nahezu allein für den K.O. der völlig indisponierten Lehrter. Den Torreigen eröffnete Kevin Köhler in der 13. Minute, dem Philipp Scholz nur neun Minuten später das 2:0 folgen ließ. Bis zur Halbzeit waren es dann wieder Kevin Köhler (25.) und Lukas Weber (37.), die mit dem 4:0 für eine Vorentscheidung sorgten. In der 2. Halbzeit machte dann Kevin Köhler mit seinen beiden Toren in der 52.und 68. Minute noch das halbe Dutzend voll.
Für das Derby am Sonntag in Hämelerwald ist die deftige Schlappe natürlich keine Empfehlung, wenngleich die „Adler“-Elf die in sie gesetzten Erwartungen mit dem 4:1-Sieg in Hildesheim mehr als erfüllte. „Wir mussten allerdings schwer kämpfen“, gestand Hämelerwalds neuer Trainer Lars Bischoff ein, der zugab, auch von dem frühen Platzverweis des VfV-Keepers Marco Pinkernelle in der 28. Minute profitiert zu haben. „Das hat uns natürlich in die Karten gespielt“, gab Lars Bischoff zu, der sich bis zur 59. Minute gedulden musste, ehe Michel Bieniek der Führungstreffer gelang. Nach dem Ausgleich durch Pascal Bodemann (75.) blieb es Martin Ritter vorbehalten, mit einem Hattrick innerhalb von nur vier Minuten (81., 83. und 84. Minute) zum 4:1 für die Entscheidung zu sorgen.