Duelle auf Augenhöhe und Überraschungen beim MARKTSPIEGEL POKAL

Packende Zweikämpfe am Spielfeldrand bekamen die Zuschauer in Haimar „hautnah“ geboten. (Foto: Kamm)
 
In einem ausgeglichenen Spiel zwischen SuS Sehnde und Friesen Hänigsen wurde trotz nachlassender Kräfte immer noch um jeden Ball mit hohem Einsatz gekämpft. (Foto: Kamm)

Halbfinalspiele werden beim TSV Haimar/Dolgen angepfiffen

ALTKREIS BURGDORF (jk). SuS Sehnde, TuS Altwarmbüchen, TSV Haimar/Dolgen und SV 06 Lehrte heißen die Halbfinalisten beim MARKTSPIEGEL POKAL. SuS Sehnde setzte sich im Hänigser Stadion knapp mit 1:0 gegen den TSV Friesen Hänigsen durch, während der TuS Altwarmbüchen klar mit 5:0 gegen eine dezimierte Mannschaft vom SC Wedemark gewann. In Haimar siegte der TSV Haimar/Dolgen doch ein wenig überraschend 2:0 gegen die klassenhöhere Mannschaft von Yurdumspor Lehrte. In einem „Duell auf Augenhöhe“ hatte der SV 06 Lehrte viel Mühe, sich gegen Hertha Otze mit 2:0 zu behaupten.
Damit kommt es im Halbfinale am Mittwoch, 31. Juli, in Haimar zu folgenden Spielpaarungen: SuS Sehnde – SV 06 Lehrte (18.00 Uhr) und TuS Altwarmbüchen – TSV Haimar/Dolgen (19.30 Uhr). Mit freundlicher Zustimmung des TSV Friesen Hänigsen, der eigentlich das Halbfinale ausrichten sollte, werden die Spiele abweichend jetzt in Haimar angepfiffen, weil der überwiegende Teil der Halbfinalisten aus dem Raum Lehrte/Sehnde kommt und so der Derby-Charakter noch einmal in den Vordergrund rückt.

TSV Friesen Hänigsen -
SuS Sehnde 0:1
„Beide Mannschaften waren platt“, resümierte Sehndes Trainer Mirko Feuerhahn ein ausgeglichenes Spiel. Insgesamt konnten die Sehnder nach Aussage ihres Trainers „noch etwas mehr dagegen halten“ und so das Spiel mit 1:0 für sich entscheiden. Vor allem in der 1. Halbzeit waren die Sehnder im Mittelfeld überlegen. „In der 2. Halbzeit kamen wir aber immer besser zurecht und haben uns dann ein dummes Gegentor eingefangen“, meinte Hänigsens Co-Trainer Uwe Springfeld. Nach einem unnötigen Ballverlust im Mittelfeld durch einen Abspielfehler setzte sich Sehndes Thorsten Kerber durch und zirkelte den Ball zum 1:0-Siegtreffer (62.) in den Winkel.

TuS Altwarmbüchen –
SC Wedemark 5:0
Ein klare Angelegenheit war das Viertelfinale zwischen dem TuS Altwarmbüchen und dem SC Wedemark. Mit dem 0:5 waren die Wedemärker noch gut bedient. „Eigentlich hätte es sogar zweistellig ausgehen müssen“, so Altwarmbüchens Trainer Darijan Vlaski, der sich über Treffer von Sascha Daniel (2x), Phillip Rietzke, Alexander Bartsch und Stefan Doering freuen konnte. In der 1. Halbzeit hatte der TuS Altwarmbüchen mit einem Gegner, der sich um den 16 Meter-Raum „einmauerte“ noch ein paar Probleme, sodass es nur mit einem 1:0 in die Pause ging. „Aber es war einfach schwierig, die entscheidende Lücke zu finden“, meinte der Altwarmbüchener Trainer. In der 2. Halbzeit lief es dann gegen eine nur mit zehn Spielern angetretene Wedemärker Mannschaft wesentlich besser. „Wenn wir bei zahlreichen Pfosten- und Lattentreffern noch ein bisschen genauer gezielt hätten, wäre es locker zweistellig geworden.“

TSV Haimar/D. –
Yurdumspor Lehrte 2:0
Überraschend setzte sich der klassentiefere TSV Haimar/Dolgen im Viertelfinalspiel gegen Yurdumspor Lehrte durch. Dabei waren die Lehrter in den ersten zehn Minuten eigentlich „am Drücker“. Nur ein Tor wollte den Yurdumspor-Spielern nicht glücken. „Wir haben gut zehn Minuten gebraucht, um ins Spiel zu kommen“, berichtete Haimars Trainer Jörg Krezschmar. „Dann hatten wir das Spiel immer besser im Griff, haben sehr diszipliniert gespielt und kaum noch etwas zugelassen.“ Darüber hinaus gelang Phil Szczesny in der 20. Minute dann auch noch der wichtige 1:0-Führungstreffer, dem der Torschütze in der 45. Minute den vielumjubelten 2:0-Siegtreffer folgen ließ. „Der TSV Haimar/Dolgen hat verdient gewonnen“, zollte Lehrtes Trainer Özen Keyik dem Sieger Respekt. Allerdings ging Özen Keyik mit seinen Spielern aber auch hart ins Gericht. „Wenn wir nur 50 bis 60 Prozent der Leistung abrufen und den Gegner unterschätzen, können wir auch nicht gewinnen. Ich hoffe, das war ein Dämpfer zur rechten Zeit für meine Spieler.“ Haimars Trainer Jörg Krezschmar dagegen war „mehr als zufrieden“ mit der Leistung seiner Mannschaft. „Das hatte ich gar nicht erwartet, jetzt freuen wir uns auf das Halbfinale gegen den TuS Altwarmbüchen, das uns richtig fordern wird.“

SV 06 Lehrte –
Hertha Otze 2:0
Ein „Spiel auf Augenhöhe“ hat mit dem SV 06 Lehrte einen glücklichen Gewinner gefunden. So kann das Viertelfinalspiel zwischen dem SV 06 Lehrte und Hertha Otze bilanziert werden. „Auch trotz der Niederlage bin ich mit meiner Mannschaft zufrieden, sie hat das gut gemacht und nicht viel zugelassen.“ Dem konnte Lehrtes Trainer Lars Bischoff nur zustimmen, sprach aber von „einer eher schwachen Vorstellung“ seiner Mannschaft. „Aber auch solch schwache Spiele gegen einen starken Gegner musst du gewinnen, wenn man erfolgreich sein will. Insgesamt waren wir nicht viel besser und haben auf „Augenhöhe“ gespielt.“ Nach dem 1:0 des Lehrters Roman Prodan (17.) entschied dann in der 53. Minute ausgerechnet ein Eigentor des Otzers Niclas Loback das ausgeglichene Spiel.