Dirk Bierkamp schaffte mit Otze seinen dritten Aufstieg in Folge

Einer der Leistungsträger beim Aufsteiger aus Otze ist Tim-Oliver Titze. (Foto: Klaus Depenau)

Zum 100-jährigen Vereinsjubiläum von Hertha Otze folgte prompt der Aufstieg

OTZE (mj). War das eine Freude bei Spielern und Anhängern des SV Hertha Otze, als nach der Meisterschaft der 2. Mannschaft in die 3. Kreisklasse auch noch der 1. Mannschaft mit ihrem Trainer Dirk Bierkamp nach zweijähriger Abstinenz der Aufstieg in die Kreisliga glückte. Die Freude war um so größer, da kaum einer mehr damit gerechnet hatte. Zwar hatten sich die Chancen der Herthaner nach dem Sportgerichtsurteil deutlich erhöht, als dem bis dato führenden MTV Ilten II aufgrund eines Regelverstoßes sechs Punkte abgezogen wurden, doch waren die Herthaner vor dem letzten Spieltag in der 1. Kreisklasse auf fremde Hilfe angewiesen, wenn es noch mit dem Aufstieg klappen sollte.
Die besten Voraussetzungen zum Aufstieg vor dem letzten Spieltag besaßen zweifellos der SV Fuhrberg und die Sportfreunde Aligse, die ihre Spiele nur gewinnen mussten, um aufzusteigen. Während die Herthaner mit einem 8:2-Sieg gegen den TSV Isernhagen genauso ihren Part erfüllten wie die Sportfreunde Aligse bei ihrem 3:2-Erfolg gegen den FC Lehrte II, patzte der SV Fuhrberg mit einem 1:1 zu Hause gegen den TSV Dollbergen. Somit lagen am Ende drei Teams mit jeweils 55 Punkten an der Tabellenspitze, so dass das Torverhältnis den Ausschlag über Auf- oder Nichtaufstieg geben musste. Da hatten die Sportfreunde Aligse und die Hertha aus Otze die Nase vor dem SV Fuhrberg vorn. Sehr zur Freude des gesamten Otzer Vereins und natürlich auch für Trainer Dirk Bierkamp, der seinen dritten Aufstieg in Folge feiern konnte.
Der erste Coup gelang dem 39-jährigen Erfolgscoach, der großen Wert auf Teamarbeit legt und nicht vergisst, bei jeder Gelegenheit auf die Arbeit seines Kotrainers Markus Schönfeld, des Torwarttrainers Jürgen Schlue, seiner Betreuer sowie die seines Managers Holger Frese hinzuweisen, vor zwei Jahren mit der Reserve der TSV Burgdorf, die er von der 2. in die 1. Kreisklasse führte. Von dort folgte der Weg schnurstracks in die Kreisliga, bevor es Dirk Bierkamp mit elf Spielern zur Hertha aus Otze zog. Mit den zahlreichen Neuen gelang den Otzern mit ihrer neuformierten Mannschaft ein guter Start, wie der 2. Platz nach der Hinrunde belegt, bevor dann eine kleine Durststrecke die Chancen auf die Rückkehr in die Kreisliga auf ein Minimum reduzierte.
„Doch zum Schluss haben wir uns wieder gefangen“, freute sich Otzes Trainer über acht Spiele ohne Niederlage in Folge, wobei die Herthaner dabei zu sieben Siegen und einem Unentschieden kamen. Am Ende war der Aufstieg nicht einmal unverdient. Noch dazu, wo die Otzer während der gesamten Saison unter großen Verletzungssorgen zu leiden hatten. So fielen mit Arne Panitz, Carsten Jesche und Andrè Gresel gleich drei als Leistungsträger gedachte Akteure fast die gesamte Saison aus. „Wir haben uns angesichts dieser gewaltigen Verletzungssorgen in der Winterpause noch einmal mit Spielern wie Alexander Böhme und Jannis Meinig von Ramlingens Reserve, Marcel Castronovo (TSV Katensen) und gegen Ende der Saison mit Gerrit Hoffmeister vom TSV Engensen ergänzt. Das hat sich ausgezahlt“, freute sich der 39-jährige Coach.
In der Kreisliga verzichtet der Aufstiegstrainer auf eine erneute Runderneuerung seiner Mannschaft im größeren Stil. „Das wird auch nicht nötig sein, da der Stamm der Mannschaft zusammenbleibt“, freut sich der Hertha-Coach, dass mit Sven König (Alte Herren) und Jan Otto Köhne (Beendigung der Laufbahn) nur zwei Spieler nicht mehr dabei sind. Mit Matthias Klaus (FC Lehrte II) und Salvatore Castronovo (TSV Katensen) stehen bereits zwei Neuzugänge fest. „Den ein oder anderen werden wir sicherlich noch verpflichten, um unser Ziel zu erreichen, das gehobene Mittelfeld heißt“, ließ der Meistertrainer bereits wissen. Nicht ohne noch hinzuzufügen: „Nach oben hin sind keine Grenzen gesetzt.“