Die Fans sind heiß auf den Saisonstart in der Handball-Bundesliga

Die neuformierte Mannschaft der TSV Hannover-Burgdorf. (Foto: Holger Staab)
 
Mit neuem Trikot und neuem Mut – Torge Johanssen von der TSV Hannover-Burgdorf hofft von der Außenposition auf Torerfolge, wie im Testspiel bei Eintracht Hildesheim. (Foto: Holger Staab)

TSV Hannover-Burgdorf startet mit Heimspiel gegen Füchse Berlin in die Saison

BURGDORF (hs). Nun ist es endlich soweit, das Warten hat ein Ende. Am nächsten Wochenende startet die TSV Hannover-Burgdorf in die zweite Saison der TOYOTA Handball-Bundesliga. Nach der intensiven Vorbereitungszeit mit dem neuen Trainer Aron Kristjánsson, nach vielen Testspielen und Trainingseinheiten, hofft die TSV auf einen positiven Start in die neue Spielzeit. Auftaktgegner sind die Füchse Berlin. Am Sonnabend, 28. August, ab 19 Uhr geht es um die ersten Punkte im Kampf um den Klassenerhalt, der das vorrangige Ziel des noch jungen Bundesligisten ist.
Die Region Hannover hat die TSV Hannover-Burgdorf in der vergangenen Saison mit offenen Händen empfangen. Nach anfänglich etwas verhaltenem Zuschauerzuspruch waren die letzten Partien der Serie 2009/2010 restlos ausverkauft. Mit durchschnittlich 3500 Besuchern wurde ein toller Besucherzuspruch registriert, der vorher von den TSV-Verantwortlichen nicht erwartet werden konnte.
Die Handballfangemeinde in und um Hannover ist angewachsen. Das ist ein Verdienst der TSV-Mannschaft, die sich in jeder Begegnung von einer vorbildlichen kämpferischen Seite zeigte. Aber auch das Rahmenprogramm, das in der AWD-Hall in Hannover geboten wird, ist erstklassig und brachte der TSV viel Anerkennung. Das soll auch in der kommenden Spielzeit so bleiben.
Mit dem neuen Trainer Aron Kristjánsson ist ein ehrgeiziger Coach mit festen Zielen nach Burgdorf gekommen. Er will das TSV-Spiel flexibler machen, die Mannschaft zu einer Einheit einschwören und die TSV-Fans ähnlich begeistern wie in der Premierensaison. Zur TSV, mit der er so früh wie möglich den Klassenerhalt schaffen will, sagt er: „Die Stärken sind unser hervorragender Team-Spirit, unsere starke Abwehr und hoffentlich auch ein gutes Gegenstoßspiel, an dem wir noch arbeiten. Die Schwächen sehe ich in unserem schmalen Kader und darin, dass wir viele neue Spieler auf wichtigen Positionen integrieren müssen.“
Der Kader könnte zumindest in der Anfangsphase der Saison ein Problem sein. Die TSVer müssen ein hartes Anfangsprogramm absolvieren und haben mit den Füchsen Berlin, SG Flensburg/Handewitt, HSV Hamburg, Rhein-Neckar-Löwen, TV Großwallstadt und VfL Gummersbach gleich die etablierten Teams der HBL als Gegner. Aber auch in der vergangenen Saison startete das Team nach 2:14-Punkten zu Saisonbeginn letztlich eine Aufholjagd, die mit dem 14. Platz ein gutes Ende nahm. Die TSV wird sich auf seine Fans verlassen können, denn die standen auch 2009/10 hinter der Mannschaft und machten aus der AWD-Hall eine Festung. Das zeigt die Heimbilanz mit 16:18-Punkten: Das soll auch in dieser Spielzeit so bleiben!
Mit den Füchsen Berlin hat die TSV gleich einen ganz schweren Gegner im ersten Saisonspiel bekommen. Der Serienstart beschert der Mannschaft um die Neuzugänge Vignir Svavarsson, Asgeir Örn Hallgrimsson, Morton Olsen und Nikolas Katsigiannis gleich eine Mannschaft, die zu einer Spitzenmannschaft werden könnte. Ein guter Start mit einem Punktgewinn gegen die starken Berliner um Manager Bob Hanning wäre ein überraschender Anfang. Die Füchse haben nach dem 9. Platz in der vergangenen Spielzeit ihr Team nochmals aufgerüstet. Mit Rückraumspieler Sven-Sören Christophersen von der HSG Wetzlar wurde ein aktueller deutscher Nationalspieler verpflichtet. Auch der Isländer Alexander Petersson von der SG Flensburg-Handewitt, der Kroate Dennis Milan Spoljaric von RK Zakreb und Fabian Böhm von der SC Magdeburg sind Rückraumakteure, die durchaus als Verstärkungen gelten. Weitere Namen wie die Torwarte Silvio Heinevetter und Petr Stochl, Kreisläufer Torsten Laen oder die Außenspieler Markus Richwien und Konrad Wilczynski sind in der Bundesliga ein Begriff und werden durch die TSV-Abwehr abgeschirmt werden müssen. Das Ziel der Berliner ist nach dem 9. Platz in der Saison 2009/2010 klar gesteckt. Manager Bob Hanning: „Es muss das Ziel der Mannschaft sein, sich noch mal ein Stück weiterzuentwickeln.“ Es soll ein Platz werden, der für eine Europapokalteilnahme ausreicht. Das wird schwer für die ambitionierten Hauptstädter, aber das Ziel ist realisierbar.
Die hannoverschen Fans sind heiß auf das erste Auftreten des neuen TSV-Teams. Bis jetzt sind bereits 900 Dauerkarten für die Saison 2010/2011 verkauft (noch bis Mitte September gibt es Dauerkarten). Auch am Sonnabend wird eine extra Kasse an der AWD-Hall 90 Minuten vor Spielbeginn öffnen, an der Dauerkarten erhältlich sind. Aber auch der Vorverkauf für die Begegnung gegen Berlin verlief gut. Bisher wurden bereits 2000 Karten abgesetzt, so dass an die 3000 Besucher zum Saisonauftakt erwartet werden. Karten für alle Spiele gibt es beim MARKTSPIEGEL, in allen bekannten Eventim-Vorverkaufsstellen, per Mail unter kartenservice@tsv-hannover-burgdorf.de und im Internet unter www.hannover-handball.de.