Deutsches Triathlon-Team erfolgreich in Tokio

Justusn Nieschlag bei den Olympischen Spielen in Tokio.

Justus Nieschlag sichert Rang sechs beim Olympischen Mixed-Team-Relay

Lehrte. Für das deutsche Triathlon-Team sind die Olympischen Spiele in Tokio Geschichte. Justus Nieschlag sicherte dem deutschen Team einen starken sechsten Rang beim Mixed-Team-Relay, hatte jedoch Probleme beim Einzelrennen.
Die Vorbereitungen auf das Einzelrennen verliefen nicht optimal, so musste Nieschlag immer wieder mit Rückschlägen beim Formaufbau der Laufform kämpfen. Rückblickend hatte dies wohl auch Auswirkungen auf die komplette Tagesform beim Einzelrennen.
Justus Nieschlags Schwimm- und Radstärken waren für das Rennen fest eingeplant, jedoch ging es mit einem Rückstand von circa 30 Sekunden auf die Radstrecke. Hier zeichnete sich also bereits ab, dass etwas nicht so läuft wie bei den vergangenen Rennen. Das folgende Radfahren lief „ok“, aber auch hier fühlte sich der Deutsche schlapp. Zum Vergleich: Normal ist er sowohl beim Schwimmen, als auch beim Radfahren an der Spitze anzutreffen.So ging es mit der mentalen Bürde aus den letzten Wochen auf die Laufstrecke. Wie auch bei den Splits davor fühlte er sich leer und ihm fehlte der letzte Punch.
Alles in allem war es also ein gebrauchter Tag für ihn. Unmittelbar danach fand die Rennanalyse statt und der Fokus konnte voll und ganz auf das Mixed-Team-Relay-Event gelegt werden.
Wie sich zeigte, war das sehr erfolgreich. Bei der Premiere der Mixed-Staffel konnte Justus Nieschlag den sechsten Platz für das deutsche Team sichern. Der Deutsche, der schon öfter die Position des "letzten Starters" und damit die alles entscheidende Position bei einem Mixed-Team-Relay einnahm, ging mit einer knappen Minute Rückstand ins Rennen. Er war mit einem Belgier und Niederländer in guter Gesellschaft, die beide nicht am Einzelrennen teilnehmen konnten und daher noch "frisch" waren. Die USA, Frankreich und Großbritannien schienen jedoch zu diesem Zeitpunkt außer Reichweite. Nach dem Radfahren hatte das Trio um Nieschlag einige Sekunden gut gemacht, jedoch hatten sie einige Körner beim Radfahren lassen müssen. In einem packenden Schlusssprint sicherte sich der Deutsche den sechsten Platz für das deutsche Team. Das ist ein starkes Ergebnis: Die Deutschen befinden sich in Schlagdistanz und mit einer perfekt laufenden Vorbereitung ist noch mehr möglich.
Nachdem nun das deutsche Triathlon-Team zurück auf deutschem Boden ist, geht es für Justus Nieschlag darum, seine Achillessehnenprobleme in den Griff zu bekommen. Das ist der Hauptfokus der nächsten Wochen.