Der Weggang von Mark Wielitzka trifft die Heeßeler besonders

Diese Heeßeler Mannschaft in weißen Trikots, bei der Kapitän Mark Wielitzka den Ramlinger Torhüter bedrängt, wird es in dieser Formation nicht mehr geben. (Foto: Klaus Depenau)
 
Heeßels Kapitän Mark Wielitzka nimmt seinen Pass mit in die USA. (Foto: Klaus Depenau)

Heeßels Torjäger nimmt den Pass mit in die USA

HEESSEL (mj). Heeßels Trainer Niklas Mohs ist nicht zu beneiden. Als wenn die zahlreichen Abgänge nicht schon genug wären, traf es nun auch sein Herzstück. Genauer gesagt, verlässt neben Patrick Heldt auch Mark Wielitzka den Landesligisten. Beide Offensivspieler stellten über Jahre hinweg beim kleinen HSV ihre Offensivstärke unter Beweis. Auf jeweils 23 Tore kamen in der abgelaufenen Saison Patrick Heldt und Mark Wielitzka. Eine stolze Summe, wenn man bedenkt, dass der Tabellensechste aus Heeßel insgesamt nur auf 71 Tore in der Saison kam. „Da müssen wir durch. So schwer dies auf den ersten Moment auch aussieht“, sagte Niklas Mohs. „Als ich vor vier Jahren die Heeßeler Mannschaft als Trainer von Andreas Schaper übernahm, gingen unsere beiden Torjäger Christian Gilica nach Halvestorf und Jens Röhl nach Ramlingen. Und was passierte?“, stellte Heeßels Trainer die Frage: „Wir sind in dem Jahr aufgestiegen.“
Doch ist Niklas Mohs sehr wohl bewusst, dass er sein Torjägerduo nicht so ohne weiteres ersetzen kann. Da Patrick Heldt einen Vertrag beim Oberligisten aus Ramlingen unterschrieben hat, ist kurzfristig kaum mit einer Rückkehr zu rechnen. Wohl aber bei Mark Wielitza, der kurz vor Weihnachten wieder auf dem Markt ist und sich dann vereinsmäßig neu orientieren will. „Wohin ich dann gehe, weiß ich beim besten Willen nicht. Ich hätte in Heeßel bleiben können. Mir lagen aber auch Angebote vom TSV Havelse und dem SC Langenhagen vor“, gab Mark Wielitzka zu, dessen Weggang aus Heeßel ausschließlich aus beruflichen Gründen erfolgt. Besser gesagt, handelt es sich um einen Studienaufenthalt in den USA, wo der 24-Jährige neben seinem Studium der Physik in North Carolina auch Fußball spielen wird.
Derzeit hat der Hänigser, der sich im 8.Semester seines Physikstudiums befindet, bereits seinen Bachelor in Physik in der Tasche. „Zwei Semester benötige ich noch, um nach meiner Rückkehr aus den USA meine Masterarbeit zu schreiben“, hofft Mark Wielitzka, der sich Anfang August in den Flieger setzen will, um über den großen Teich hinweg seine Studien in einem fremden Land fortzusetzen. Für den Heeßeler Kapitän sicherlich eine aufschlussreiche Reise, wie er selber zugibt. „Ich freue mich schon richtig darauf, mal für ein halbes Jahr etwas Neues zu machen.“
Welcher der Vereine dann vor Weihnachten den Zuschlag erhält, wenn der Physikstudent wieder nach Hause zurückgekehrt ist, kann Mark Wielitzka beim besten Willen nicht beantworten. „Bei jedem der interessierten Vereine sehe ich positive Seiten. Sicherlich wird viel davon abhängen, welchen Rang dann der TSV Havelse, SC Langenhagen oder mein alter Verein nach der Hinserie belegen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich dann zu einem Verein wechsle, der bereits so gut wie abgestiegen ist.“ Das könnte sich allerdings sowohl beim TSV Havelse als Klassenneuling in der Regionalliga als auch beim SC Langenhagen in der Oberliga und dem Heesseler SV in der Landesliga aufgrund ihrer zahlreichen Abgänge zutragen.
„Doch was soll ich im Vorfeld darüber spekulieren. Ich werde schon einen Verein finden, der zu mir passt“, macht sich Mark Wielitzka keine Sorgen über seine sportliche Zukunft. Was den wuchtigen Stürmer viel mehr berührt, ist die Tatsache, dass er zum ersten Mal beim Hänigser Schützenfest Mitte August fehlen wird. „Das ist an und für sich unverzeihlich. Wenn es am 14. August in Hänigsen so weit ist, werde ich bestimmt in den USA daran denken. Ich hoffe, die Jungs aus Heeßel vertreten mich bei dem Fest würdig.“