Das Ziel der TSV Hannover-Burgdorf heißt Viertelfinale

Trotz Bedrängnis kann Hannes Jon Jonsson einen Angriff abschließen. Der TSV-Kapitän hofft heute auf das Erreichen des Achtelfinals mit seiner Mannschaft. (Foto: Holger Staab)

Bundesliga-Handballer gastieren im Pokal bei der TSG Friesenheim

BURGDORF (hs). Die TSV Hannover-Burgdorf ist auch im Pokal des Deutschen Handballbundes (DHB-Pokal) noch im Wettbewerb und hat damit, neben dem Punktspielplan noch eine weitere Belastung zu bewältigen. Der Dezember ist vollgepackt mit Terminen, mit weiten Auswärtsfahrten und mit insgesamt sechs Pflichtspielen. Am heutigen Mittwoch ist wieder eine Reise geplant und die geht zur TSG Friesenheim. Um 12 Uhr bricht der TSV-Tross in Richtung Süden mit der Bahn auf und will heute Abend ab 20.15 Uhr einen Erfolg beim Zweitligisten verbuchen.
Der DHB-Pokal hat bekanntlich seine eigenen Gesetze, das wird immer wieder gesagt, aber in Friesenheim will TSV-Trainer Christopher Nordmeyer nur seine Gesetze gelten lassen. Und die besagen, dass seine Mannschaft einen Sieg in diesem Achtelfinale erreicht und damit ins Viertelfinale vorstoßen kann. Hannover-Burgdorf will nicht nur dieses Zwischenziel erreichen, sondern in das Final-Four, das im Mai nächsten Jahres in der O²-World in Hamburg stattfindet, gelangen. Ein lohnendes Ziel, das sich jeder Verein gern auf die Erfolgsliste setzen möchte. Die TSV könnte es schaffen, denn auch gegen Spitzenteams der Liga konnte sie sich in dieser Serie schon Respekt verschaffen und Erfolge erzielen.
Die dritte Viertelfinalteilnahme in der Geschichte des Vereins steht aber erst einmal im Fokus der Mannschaft und dazu muss ein Erfolg gegen den Konkurrenten TSG Friesenheim gelingen. In der Friedrich-Ebert Halle in Ludwigshafen hat TSV-Coach Nordmeyer noch eine Rechnung offen, denn im Aufstiegsspiel im Mai 2009 musste er sich in Friesenheim mit einer deutlichen Niederlage mit sieben Toren Differenz abfinden. Der Aufstieg in die 1. Bundesliga schien nicht mehr zu schaffen zu sein, aber im Rückspiel drehte die TSV den Spieß um und schaffte noch den Aufstieg.
Für Nordmeyer ein Grund, sein Team mit allem zu versorgen, was für einen Erfolg ausreicht. Dass es aber nicht einfach sein wird gegen den Zweiligisten, der sich zurzeit nur im Mittelfeld der Tabelle der 2. Liga befindet und von Verletzungssorgen geplagt ist, zeigt nicht nur die Niederlage im Aufstiegsspiel. In der vergangenen Saison, als die TSG ein Jahr in der Eliteliga verbrachte, gab es in Ludwigshafen eine 26:29-Niederlage. Auch in Hannover taten sich die TSVer schwer und konnten nur knapp mit 31:29-Toren gewinnen.
Mit Kevin Klier haben die Friesenheimer einen ganz starken Torwart in ihrem Team und der Trainer der Eulen, Thomas König, wird sich eine geeignete Taktik gegen Hannover ausdenken. Er wird auf die Langzeitverletzten Benjamin Matschke und Andrej Kogut verzichten müssen. Allerdings lichtete sich Anfang Dezember die Verletztenliste der Eulen etwas. Mit Mindaugas Vegas und Ognjen Backovic stehen König zwei Spieler am heutigen Tag voraussichtlich wieder zur Verfügung.
Die TSV wird auf eine hoch motivierte Mannschaft treffen, die besonders in eigener Halle für Schlagzeilen sorgen kann und auch schon einen Erstligisten aus dem Wettbewerb warf. Gegen den Bergischen HC sicherte sich die TSG in der 3. Pokalrunde mit 33:27-Toren den Einzug in das Achtelfinale. In den beiden Runden zuvor gab es zwei sichere Auswärtssiege bei LHV Hoyerswerda (32:23) und bei TuS Fürstenfeldbruck (42:36). Die TSV konnte sich für das Achtelfinale mit einem 36:29-Sieg bei HC Empor Rostock und einem 35:20-Erfolg beim Dessau-Roßlauer HV qualifizieren.