Das Achtelfinale ist das klare Ziel der TSV Burgdorf

Für Jan-Fiete Buschmann und seine TSV Hannover-Burgdorf zählt im Pokal beim Dessau-Roßlauer HV nur ein Erfolg. (Foto: Holger Staab)

Beim Drittligisten Dessau-Roßlauer HV 06 zählt nur ein klarer Erfolg

BURGDORF (hs). Am heutigen Mittwoch steht für die TSV Hannover-Burgdorf der Pokal des Deutschen Handballbundes (DHB) im Vordergrund. In der 3. Runde des DHB-Pokals, 32 Teams sind noch dabei, reist die Mannschaft um ihren Trainer Christopher Nordmeyer zum Dessau-Roßlauer HV 06 (DRHV). Alles andere als ein deutlicher Sieg und damit das Erreichen des Achtelfinales wäre für die TSV eine große Enttäuschung.
Die TSV Hannover-Burgdorf muss ab 19.30 Uhr bei einem Drittligisten antreten. Das ergab die Auslosung mit dem neuen Bundestrainer Martin Heuberger im Rahmen des Bundesligaspieles TBV Lemgo gegen Rhein-Neckar Löwen. Die TSV schaffte den Einzug in diese Pokalrunde durch ein 36:29-Erfolg bei HC Empor Rostock. Die Dessauer, die in der 3.Liga Ost spielen, bezwangen in der 1. Pokalrunde den TSV Altenholz mit 25:18-Toren und hatten dann in der 2.Runde ein Freilos.
Der DRHV 06 ist einer der traditionsreichsten Handballvereine Deutschlands, der seit Mitte der 1960er Jahre unter dem Namen ZAB Dessau in der DDR-Oberliga vertreten war. Nach der Wiedervereinigung spielte ZAB Dessau in der Saison 1991/1992 als Dessauer SV in der ersten Bundesliga. 1996 wurde der Verein aufgrund finanzieller Probleme neu gegründet und hieß fortan Dessauer Handballverein von 1996 e. V. Seit 2004 trägt die Bundesligamannschaft den Beinamen „The beavers“. Im Jahr 2006 wurde der Verein aufgrund der Fusion der Städte Dessau und Roßlau in Dessau-Roßlauer Handballverein von 2006 umbenannt.
Zum Ende der vergangenen Saison 2010/2011 in der 2. Bundesliga stand der Verein auf einem Relegationsplatz. Gegen den SC DHfK Leipzig Handball wurde das folgende Relegationsspiel verloren und so nach 19 Jahren in der 2. Bundesliga der Abstieg besiegelt.
Der Verein führt dennoch die ewige Tabelle der 2. Bundesliga an. Wichtigste Lokalrivalen sind Anhalt Bernburg, 1. SV Concordia Delitzsch und der SC Magdeburg Gladiators.
In der laufenden Saison will die Mannschaft um ihren neuen Trainer Georgi Swiridenko wieder auferstehen und im oberen Tabellendrittel mitmischen. Sie können sich dabei auch auf ihre Fans stützen, denn der Zuschauerschnitt in der heimischen Anhalt-Arena liegt bei ca. 1300 Zuschauern.
Die TSV wird sich also auf eine hitzige Atmosphäre einstellen müssen. Die Profis des Erstligisten sollten sich davon allerdings nicht beeindrucken lassen und mit dem Ziel Achtelfinale eine engagierte Leistung zeigen. Ohne die wird es auch nicht gehen, denn kommt der Außenseiter erst einmal in Schwung, dann ist er mit den Fans im Rücken schwer aufzuhalten. Deshalb will Coach Nordmeyer auch von Beginn an für klare Verhältnisse sorgen.
Die Pokaltradition bei der TSV ist groß und die Spieler um Torge Johannsen wollen im Pokal das Final-Four erreichen. Das wäre eine vielleicht einmalige Sache und so sollte auch gegen einen Drittligisten Konzentration das Spiel bestimmen. Geht die Mannschaft mit dem unbedingten Willen zum Sieg ins Spiel und gelingt eine starke Anfangsphase, dann sollte ein Erfolg realisierbar sein und das Achtelfinale wäre als Etappenziel erreicht.